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Cardiff City Network

John's Spielwiese April 15, 2026
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Tatsächlich habe ich ja das Cardiff City Network direkt vor meiner Haustür, denn ich lebe ja in Penarth. Deshalb hatte ich eigentlich an der Strecke kein großes Interesse. Im Sale bin ich dann aber doch schwach geworden und neben euch jetzt mal auf eine Fahrt mit Vorortverkehr von Cardiff mit.

Unsere Fahrt beginnt in Penarth und endet in Coryton. Meist kommt hier ein Class 153 Super Sprinter zu Einsatz, im Berufsverkehr auch mal ein Class 150 Sprinter. Das sind dann auch schon die beiden Fahrzeuge, die man mit der Strecke bekommt. Sie erstrahlen im aktuellen Farbkleid von Transport for Wales.

Kaum in Penarth losgefahren, gilt es Fahrgäste an der Dingle Road einsteigen zu lassen. Damit hat man dann auch schon alle Stationen auf diesem Streckenast gesehen. Wenig später mündet unser Gleis in die Strecke von Barry Islands ein. Die ist aber nur bis Cogan enthalten. Nach einem kurzen viergleisigen Abschnitt erreichen wir Grangetown. Von da geht es dann in einer Rechtskurve in den Hauptbahnhof von Cardiff. Weiter geht es zur Queen Street, wo rechts die Strecke von Cardiff Bay einmündet.

Wir verlassen den Bahnhof und kurz danach zweigt links die Strecke nach Radyr ab. Diese bildet mit der City Line einen Loop. Unsere Fahrt führt uns aber weiter nordwärts. Kurz vor Heath High Level zweigt dann das Gleis nach Coryton ab. Direkt danach halten wir im Heath Low Level. Von hier an ist es dann ein Stop-and-Go bis zur Endstation, denn es gibt viele Haltepunkte in relativ kurzem Anständen. Was für moderne elektrische Triebwagen kein Problem ist, bringt die beiden Dieseltriebwagen an ihre Grenze. Dafür sind sie nämlich nicht gebaut.

Ja, ich erkenne meinen Heimatort und Cardiff durchaus in dieser Nachbildung wieder. Hier und da hat man aber eindeutig ein wenig gemogelt und markante Gebäude durch generische ersetzt. Würde ich dort nicht leben, wären mir diese kleinen Details vermutlich auch entgangen. Das ist schon okay wie es ist. Was dagegen nicht so toll ist: das Netzwerk an Strecken mag den Eindruck machen, dass man da viele Meilen zurücklegen kann. Tatsächlich ist aber nur die oben beschriebene Fahrt in Gänze möglich. Die übrigen Streckenäste sind stark beschnitten.

Die beiden Äste nach Radyr endet dort, genauso wie die Valley Lines in Heath High Level ihr abruptes Ende finden. Man hätte zumindest die Strecke nach Barry Island und zum Flughafen in Gänze bauen können, damit auch etwas längere Fahrten möglich sind.

Fazit: DTG liefert hier wieder mal das absolute Minimum, was sicherlich niemanden groß überraschen wird. Ich konnte mir die Strecke aber im Sale für weniger als 15 Euro sichern und für den Preis geht sie absolut in Ordnung!

JustTrains: Class 142 Pacer DLC

Er kann natürlich hier nicht unerwähnt bleiben, denn Just Trains haben ihren Pacer fit für den Einsatz in Wales gemacht. Mit dem Paket bekommen wir aber nicht nur die Class 142 in Ex-Arriva-Farben, sondern auch entsprechend angepasste Varianten von Class 150 und 153. Dazu gesellt sich ein Fahrplan, der Fahrten wie früher erlaubt, bevor TfW die Linien neu verknüpft hat.

Allerdings hat man sich nicht die Mühe gemacht, die drei Triebwagen speziellen Linien zuzuweisen, wie das in der Realität der Fall wäre. Stattdessen kann man alle Fahrten mit allen Fahrzeugen machen. Bei KI-Fahrten kommt verlässlich die Class 142 zum Einsatz, die so ziemlich unrealistisch das gesamte Geschehen dominiert. Hinzu kommt, dass die letzten Pacer bei uns zur Class 143 gehörten.

Der Pacer ist ziemlich ikonisch, denn er war zum einen ein echter Schienenbus (der Aufbau ist ein Leyland Bus), zum anderen auch lengendär unbequem. Er besitzt nämlich keine Drehgestelle sondern fest montierte Achsen, was für ein ziemlich unruhiges Fahrverhalten sorgt. Außerdem ist er kaum isoliert, es ist also ziemlich laut im dem Zug. Wie der HST waren auch die Pacer ursprünglich nur als Zwischenlösung geplant, dann aber wie er InterCity jahrzehntelang ein täglicher Anblick auf britischen Strecken.

Fazit: JustTrains wollte einfach ihre Class 142 nochmal vermarkten. Statt sie aber nur neu anzumalen und in den vorhandenen Fahrplan zu integrieren, ist man die extra Meile gegangen. Ja, sicherlich wäre da noch mehr möglich gewesen, anderseits verkauft man den DLC auch für moderate 16 Euro, die voll okay gehen.

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