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  "publishedAt": "2026-06-30T07:30:00.000Z",
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    "blogosophie",
    "Templin"
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  "textContent": "Freitagabend, mit dem Auto durch die Schorfheide. Versteckte Straßen in dichten Wäldern, in deren Schatten es kühler als in der Stadt ist. Dazwischen Wiesen und Felder, die teilweise aussehen, als wäre es bereits Ende August. Vereinzelte Kastanien haben schon braune Blätter, auch den Kiefern sieht man an: Nichts ist mehr so, wie es mal war. Die Temperaturen gehen bergauf, der Rest geht bergab.\n\nTemplin, am nördlichen Ende der Schorfheide, Fachwerkhäuser und Altstadtpflaster, Seen, kleine Fließe, Wälder und Wiesen, anderthalb Stunden von Berlin entfernt und es fühlt sich schon wie Urlaub an. Am Abend an der Stadtmauer entlang, über leere Straßen, ein heißer Wind weht einem ins Gesicht, plötzlich ist da Wasser und es wird kühler, fast angenehm.\n\nSamstagmorgen, die Sonne brennt auf die Terrasse, die Klimaanlage läuft, das Appartement verlassen und gegen eine Wand laufen. Ein paar Schritte gehen und schon läuft einem das Wasser über die Stirn. Ein Handventilator und eine Flasche Wasser sind die Notrettungsausrüstung für den Tag. Man hüpft von Schatten zu Schatten, später sitzt man am Wasser und lässt die Beine drin baumeln. Ist nur eine kleine Abkühlung, bei 39 Grad Celsius im Schatten. Kuchen gegessen und Kaffee verschmäht, das will man nicht haben.\n\nSpäter mit dem Bus übers Land, auf dem Asphalt spiegelt sich die heiße Luft, ein Hauch von Wüste und Fatamorgana. Ein paar Dörfer, eine schmale Straße, am Ende eine Scheune und ein See. Musik läuft, Menschen lachen, in der Scheune ist es noch heiß, draußen bleibt die Zeit stehen oder läuft rückwärts, Richtung Kindheit, Ferienlagergetümmel, alte Freunde, neue Geschichten.\n\nZum Abend hin Gewitterwolken überm See, aber es kühlt sich nicht ab, zieht vorbei, irgendwo donnert es, Wind kommt auf, drei Regentropfen auf der Haut, das war es dann aber auch schon. Mücken und Bremsen greifen an, aber auch das regt einen nicht mehr auf, am Ende eines Tages, der eine Schlacht gegen die Hitze war.\n\nAm Sonntag dann Rückkehr in den Garten. Pflanzen hängen durch, nach zwei Tagen ohne Wasser und brennender Sonne. Verbrannte Blätter, da hätte Gießen wohl auch nicht viel geholfen. Sonnenschirme für Pflanzen, eine mögliche Lösung für die Zukunft? Welche Zukunft?\n\nDas Wochenende war perfekt, die Hitze ist es nicht. Keine Ahnung, wie das in den nächsten Jahren aussehen noch ausgehen wird. Jedenfalls nicht schön. Für niemanden.",
  "title": "Hitze in Templin und nicht nur die Pflanzen leiden"
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