Notizen, 16.06.2026
Schrieb eine Mail und wurde für KI gehalten. Was will man mir damit sagen?
Stell dir vor, es ist Fußball-Weltmeisterschaft und es ist dir eigentlich egal. Schon 2022 war sie mir eher egal, inzwischen ist das Ganze mir noch egaler. Ist aber nicht weiter schlimm, es ist mir nur aufgefallen. Nur schade ist es doch ein bisschen, weil Fußball mir grundsätzlich eher nicht egal ist.
Montagmorgen: Grau, frisch und ein wenig zu kalt, ein guter Tag für Ordnung und Struktur. Im Hoodie vor dem Bildschirm sitzen und Dateien verschieben. Ordnung und Struktur bedeuten Kontrolle und dann läuft vielleicht weniger aus dem Ruder. Zumindest hat man das Gefühl, den Überblick nicht ganz zu verlieren.
Dazu gehört auch Paperless. Weil ich aufgeräumte Schreibtische und leere Ordner mag, bin ich natürlich ein Fan digitaler Schreibkramaufbewahrung. Und Paperless funktioniert so erschreckend einfach, dass ich immer noch ein bisschen misstrauisch bin und die dort abgelegte Papiere nicht ganz wegschmeißen möchte, auf der Suche nach dem Haken. Den es scheinbar nicht gibt.
(Ich schreibe das mal auf, weil ich gestern unter anderem darüber gestolpert bin: Dokumentenverwaltung mit paperless-ngx - Un*xe.)
Und sonst so?
Dieser kurzen Problemskizze ging es nicht um Handlungsanleitungen, sondern darum, im Diskurs um die Ursachen des Rechtspopulismus von falschen Erklärungsmustern abzuraten und den Blick von angeblich unfähigen demokratischen Politikern als Urhebern der Misere weg auf jene zu lenken, die das demokratische Gemeinwesen nun mal tragen müssen: die Bürger. Keine Republik kann ohne Bürgerethos bestehen. Dies entlässt Regierende nicht aus der Pflicht, entlastet sie aber von einseitigen Schuldzuschreibungen durch Populisten – zu deren Erfolg die demokratische Mitte mit permanenten Fremd- und Selbstbezichtigungen ungewollt beiträgt.
- Rechtspopulismus: Eine Bewegung von Narzissten von Andreas Püttmann in Blätter. (Ein Text, über den ich noch länger nachdenken muss.)
AI, in contrast, cannot care about anything because it is a machine and not a person, it has no vulnerabilities, no dignity, nothing that could be hurt. Insofar as it sounds emotional and engaged, it has copied that tone from texts written by humans who were emotional and engaged. Despite that copying, all too often – at least in the experiments I did with AI so far – it often sounded incredibly bland and indifferent, producing bullshit without accountability. I often couldn’t help thinking, about its tone: a privileged kid, a bit drunk and therefore overconfident, who grew up knowing their daddy will pay for the lawyer to get them out of whatever nonsense they produce with their indifference to truth….
- The text is not the product - Crooked Timber
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