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"textContent": "Liebe Leser,\n\ndie wichtigste Meldung zuerst: Deutsches Sauerkraut erlebt in den USA einen Hype. Grund: Gesundheitsminister Kennedy, der gerne fermentierte Lebensmittel und angeblich immer Sauerkraut zum Steak isst. Deutsche Hersteller profitieren und denken über eine Ausweitung der Produktion nach. Die Sauerkrautfabrik im Weltraum ist nur noch eine Frage der Zeit. Welche Aktien werden profitieren? Das verrate ich erst, nachdem ich den Abopreis hier auf 99€ pro Jahr erhöht habe. Sorry.\n\n* * *\n\nWer im aktuellen KI-Hype nur auf die sinkenden Kosten für Rechenleistung schaut, übersieht das eigentliche Big Picture. Es ist schon fast paradox: Während die Preise für KI-Token im letzten Jahr um 99% in den Keller gerauscht sind, gehen die Ausgaben für Rechenleistung bei den großen Playern trotzdem durch die Decke. Wenn man verstehen will, warum das kein Widerspruch ist, muss man sich mit dem sogenannten **Jevons-Paradoxon** beschäftigen.\n\nFrüher dachte man, dass effizientere Dampfmaschinen den Kohleverbrauch senken würden – das Gegenteil war der Fall, weil plötzlich überall Fabriken aus dem Boden schossen. Genau das erleben wir gerade bei der KI. Weil Inference (also das Erzeugen von Antworten) so billig geworden ist, nutzen Entwickler sie nicht sparsamer, sondern schalten sie in massiven „Agentic Loops“ hintereinander. Eine einfache Antwort reicht nicht mehr; heute lassen wir Modelle minutenlang im Hintergrund recherchieren, Code schreiben und Pläne entwerfen. Das Ergebnis: Der Hunger nach Hardware ist unersättlich.\n\nDas Problem für uns Anleger ist dabei weniger die Software, sondern das „physische Rückgrat“ der KI. Während Nvidia die Schlagzeilen dominiert, findet der eigentliche Kampf momentan eine Etage tiefer statt: beim Speicher, konkret beim High Bandwidth Memory (HBM). Ohne extrem schnellen Speicher nützt der beste Chip nichts, und genau hier stoßen wir an die Grenzen der Physik. Die Kapazitäten sind praktisch bei Null – wer jetzt HBM will, muss sich hinten anstellen.\n\nSpaceX Datacenter, 2027\n\nWie ernst die Lage ist, sieht man an den jüngsten Bewegungen rund um den südkoreanischen Giganten **SK Hynix**. Normalerweise diktieren Amazon, Microsoft und Co. die Bedingungen. Doch aktuell ist die Verzweiflung so groß, dass diese Tech-Riesen SK Hynix aggressiv umwerben. Es liegen Angebote auf dem Tisch, bei denen Kunden direkt die neuen Produktionslinien finanzieren oder sogar die sündhaft teuren Belichtungsmaschinen von ASML für den Chiphersteller vorab bezahlen wollen.\n\nSK Hynix reagierte darauf allerdings zurückhaltend. Ich verstehe auch nicht ganz, warum das Unternehmen angesichts riesiger Cashflows aus dem operativen Geschäft darauf eingehen sollte. Im Gegenzug für ihre Finanzspritzen würden die Kunden sicher Rabatte bei Bestellungen fordern.\n\nWir befinden uns jedenfalls in einer Phase, in der Hardware-Verfügbarkeit die neue Weltwährung ist. Wer den Speicher kontrolliert, kontrolliert das Tempo der KI-Revolution. Für Investoren bleibt der Bereich Halbleiter-Infrastruktur daher das absolute Kraftzentrum des Marktes, auch wenn die reinen Token-Preise weiter fallen. Die Analystin der Citigroup hat das Kursziel bei Micron Technologies von 500 auf 1.000 USD erhöht. Vor einem Jahr notierte die Aktie bei 95 USD.\n\n* * *\n\nBei der LS Invest AG passierte in den vergangenen Monaten Erstaunliches: Der Kurs zog allmählich an und erreichte nun ein Niveau, das die Aktie zuletzt vor acht Jahren gesehen hat. Wer das Unternehmen nicht kennt, dem sei gesagt: Das ist gut so. Ich hatte dieses Glück nicht und befasse mich mit der Bude seit über 10 Jahren. Früher nannte sich das Unternehmen IFA Hotel & Touristik AG und ist vielleicht dem einen oder anderen Ostseeurlauber bekannt. Heute kann ich sagen: Diese börsengelistete Gesellschaft und ihr spanischer Großaktionär Lopesan haben mich radikalisiert.\n\n\n Read more\n ",
"title": "eine Himmelfahrt fürs Portfolio"
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