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  "textContent": "Guten Morgen.\n\nIm vergangenen Briefing habe ich beschrieben, wie Google die klassische Suche beerdigt – und welche Folgen das für den Journalismus hat (SMWB). Was die Politik dem entgegensetzen kann, kam dabei deutlich zu kurz. Daher habe ich für die heutige Ausgabe bei Lena-Maria Böswald nachgefragt, wie diesen Herausforderungen strukturell begegnet werden könnte.\n\nApropos Struktur: Dir ist sicherlich aufgefallen, dass ich seit ein paar Wochen auf Fettungen und Zwischenüberschriften wie „Follow the money“ und „Neue Features bei den Plattformen“ verzichte. Stattdessen unterteile ich das Briefing in die Abschnitte „Deep Dive“, „News“, „Trends“ und „Bookmarks“. Für mich ergibt diese Aufteilung mehr Sinn. Sag mir gern, wie du das siehst.\n\n* * *\n\n**_Ich freue mich über Feedback, Hinweise und Tipps für meine Kicktipp-Ehre, wer bei der WM die meisten Tore schießen wird! Gern per Reply oder via Signal:_** martone.01**_._**\n\n* * *\n\n### 💡 Deep Dive\n\n## Google beerdigt die klassische Suche – und was macht die Politik?\n\nLena-Maria Böswald arbeitet als Senior Policy Researcher bei der Berliner Non-Profit-Organisation interface, einem unabhängigen Think Tank für Digitalpolitik und Technologie (vormals Stiftung Neue Verantwortung), der Politik und Zivilgesellschaft berät und sich als eingetragener Verein überwiegend aus gemeinnützigen Stiftungsmitteln und öffentlichen Geldern finanziert.\n\nDie Einschätzungen beruhen auf einem aktuellen Papier, das interface gemeinsam mit dem britischen IPPR veröffentlicht hat: From Crisis to Renewal - Addressing AI’s Impact on Our Information Ecosystem. Das Interview wurde schriftlich per Mail geführt.\n\n**Lena-Maria, was ist das Problem und wie kann eine wettbewerbspolitische Regulierung konkret sicherstellen, dass auch kleinere, werbefinanzierte Verlage im KI-Ökosystem sichtbar bleiben und nicht verdrängt werden?**\n\n> Wer im Browser KI-Zusammenfassungen angezeigt bekommt, klickt sehr wahrscheinlich nicht mehr auf Originalinhalte. Das schadet vor allem werbefinanzierten und kleineren Verlagen, die auf Reichweite, Markenbildung und Abonnements angewiesen sind - und schränkt so auch die Breite des Medienangebots für Nutzer:innen ein.\n\n> Dazu kommt die Qualität der Informationen selbst: KI-Zusammenfassungen liefern oft weder die nötige Genauigkeit noch die gebotene Vielfalt an Quellen. Stattdessen greifen sie oft auf eine begrenzte Anzahl zurück, deren Auswahl nicht transparent ist. So ist auch nicht klar ersichtlich, ob zum Beispiel Inhalte von Verlagen mit KI-Lizenzverträgen in der Zusammenfassung bevorzugt werden.\n\n> Crawler, die Inhalte zum Training der KI abspeisen, können auf Daten aus dem gesamten Internet zugreifen, von unbestätigten Fakten und Falschinformationen bis hin zu glaubwürdigen Nachrichtenquellen. Selbst wenn KI auf zuverlässige Quellen zurückgreift, kann sie Fehler beim Zusammenfassen machen. Verzerrte Darstellungen, missverständliche Verkürzungen bis hin zu schlicht falschen Aussagen sind deshalb bereits jetzt keine Ausnahme.\n\n> Eine wettbewerbspolitische Regulierung kann hier Teil der Lösung sein. Ganz konkret, indem sie Selbstbevorzugung untersagt. Oder auch Plattformen verpflichtet, Verlagen die Möglichkeit zu bieten, einer Nutzung von eigenen Inhalten zum Training von KI-Modellen zu widersprechen, ohne den Zugang zur Google-Suche zu gefährden.\n\n> Allein das Wettbewerbsrecht reicht jedoch nicht aus, da es strukturell langsam greift und Vergütungsfragen nur begrenzt adressiert. Ergänzend sind urheberrechtliche Regelungen oder spezifische Vorgaben im Rahmen des Digital Markets Act erforderlich, die prüfen sollen, ob Google faire und angemessene Bedingungen für den Zugang zu den Websites von Verlagen in der Google-Suche anwendet.\n\n**Zum Vergleich der Regulierungsansätze zwischen Großbritannien und der EU: Wie sieht ein Best-of aus UK und EU aus? Welchen konkreten Mechanismus sollte die EU sofort vom UK übernehmen, um Google schneller in die Schranken zu weisen?**\n\n> Großbritannien setzt auf schnelle, flexible Eingriffe in das Marktverhalten, während die EU stärker auf strukturelle Lösungen wie Vergütung und faire Wettbewerbsbedingungen abzielt.\n\n> Der zentrale Vorteil des britischen Ansatzes: Die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) kann marktmächtigen Unternehmen kurzfristig konkrete Verhaltensauflagen machen. Ein aktuelles Beispiel ist die Verpflichtung für Google, Verlage echte Kontrolle darüber zu gewähren, ob ihre Inhalte für KI-generierte Suchzusammenfassungen verwendet werden, ohne dass dies negative Auswirkungen auf ihr Ranking in den traditionellen Suchergebnissen hat. Davon kann die EU-Kommission kartellrechtlich lernen. In Großbritannien können Verlage nun darüber bestimmen, was Google von ihnen nutzen darf (BBC).\n\n> Das bedeutet allerdings noch nicht, dass sie am Gewinn beteiligt werden, den Google daraus generiert. Hier setzen die aktuellen Untersuchungen der EU-Kommission an, die sich sowohl auf fairen Wettbewerb als auch auf die Vergütung konzentriert. Sie prüft kartellrechtlich, ob Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht, etwa durch die Nutzung von Verlagsinhalten ohne angemessene Vergütung und ohne effektive Widerspruchsmöglichkeiten. Parallel dazu diskutiert die EU-Kommission derzeit eine Reform des Urheberrechts und wie mögliche Vergütungsmodelle aussehen könnten. Während das Vereinigte Königreich diese Frage auf die lange Bank geschoben hat, obwohl dies der naheliegendste Hebel zur Gewährleistung der Medienvielfalt wäre, erwägt die EU aktiv, Google zu verpflichten, Verlage für ihre Inhalte zu bezahlen.\n\n**Zur praktischen Umsetzung der „Nährwertkennzeichnungen“: Wie genau könnte hier die praktische Umsetzung aussehen, und wer sollte die Autorität haben, zu definieren, welche Quellen für ein solches Label als 'vertrauenswürdig' eingestuft werden?**\n\n> Langfristig braucht es mehr Transparenz darüber, auf welcher Basis KI-Zusammenfassungen Antworten generieren. Kein bestehendes Instrument im derzeitigen EU-Rechtsrahmen schreibt eindeutig vor, dass die Kriterien für die Quellenauswahl und Zusammenfassung in KI-Übersichten offengelegt werden müssen. „Nährwertkennzeichnungen“ können zeigen, auf welchen Quellen KI-generierte Nachrichten basieren. So erhalten Nutzer:innen aussagekräftige Einblicke in die Qualität und Herkunft der Informationen – und auch auf welche Art von Quellen sich die Antworten der KI stützen.\n\n**Zum Urheberrecht und der Überlebensfrage des Journalismus: Wenn Plattformen sich juristisch erfolgreich vor einer Vergütungspflicht drücken: Ist die 'demokratische Finanzierung' politisch realistisch und ausreichend, um unabhängigen Journalismus in Europa zu retten?**\n\n> Wenn Plattformen sich dauerhaft einer Vergütungspflicht entziehen, sollte es erst einmal Anspruch der Politik sein, geschaffene Regeln konsequent durchzusetzen. Demokratische Finanzierung – etwa über eine Digitalsteuer oder gezielte öffentliche Förderinstrumente – ist natürlich politisch grundsätzlich realistisch und in Teilen Europas bereits erprobt. Beispiele wie die Presseförderung in Dänemark oder Initiativen wie der britische „Local Media Action Plan“ zeigen, dass staatlich flankierte Modelle zur Sicherung von Medienvielfalt zunehmend diskutiert werden.\n\n> Eine Digitalsteuer auf große Plattformen könnte kurzfristig zusätzliche Mittel mobilisieren und helfen, insbesondere kleineren Medienhäusern eine stabilere finanzielle Grundlage zu geben. Sie würde jedoch das strukturelle Problem nicht vollständig lösen. Die Abhängigkeit des Journalismus von Big Tech bliebe bestehen. In diesem Sinne ist demokratische Finanzierung eher ein stabilisierendes Instrument als eine umfassende Lösung.\n\n_Hier findest du alle Publikationen von Lena-Maria Böswald sowie Kontaktmöglichkeiten:_ interface-eu.org/persons/lena-maria-boeswald\n\n* * *\n\nAnzeige\n\n****Beweg was! Als Content Creator*in Social Media bei urgewald****\n\nFossile Finanzströme stoppen – und das mit richtig gutem Content? Bei urgewald machst du genau das. Wir suchen ab Juli/August 2026 eine technisch versierte, trendaffine Person für unseren Social-Media-Content mit Fokus auf Video. Standort: Berlin, Köln oder Sassenberg (Münsterland). Bei uns kannst du komplexe Themen in starke Storys verwandeln – und dafür sorgen, dass deine Arbeit etwas bewegt, als Teil eines engagierten und wertschätzenden Teams. Du solltest Gespür für die Plattformen und Erfahrung in Bildgestaltung, Videoproduktion und zielgruppengerechtem Texten mitbringen.\n\n\n                            Jetzt bewerben!\n                        \n\n* * *\n\n### 🗞️ News\n\n#### Apple Is Getting „Sirious“\n\nApple hat auf seiner alljährlichen Software-Konferenz WWDC Vollzug gemeldet: Siri kann nun dank einer Kooperation mit Google auch vieles von dem, was ChatGPT und Co schon seit Jahren bieten. (Apple, Keynote bei YouTube)\n\nFür viele Branchenbeobachter war dieses Siri-Update mehr als überfällig. Doch was auf den ersten Blick wie eine Niederlage im Wettrennen um die Vormachtstellung im KI-Zeitalter anmutet, ist eigentlich eine Erfolgsmeldung. Denn anders als OpenAI (ChatGPT) und Anthropic (Claude) produziert Apple schließlich auch die Geräte, um Endverbrauchern KI-Features zu bieten, die bei alltäglichen Aufgaben helfen können — und zwar tief ins Betriebssystem integriert, stark personalisiert und mit einer extra Portion Datenschutz versehen (Apple / Machine Learning Research, The Verge)\n\nHey Siri, wann findet nochmal der Elternabend statt? Hey Siri, such mir mal fünf schöne Fotos vom letzten Berlin-Trip raus. Hey Siri, wann fährt morgen mein Zug? Wer braucht da noch ChatGPT, wenn Siri schon alles kann? Klar, für die Arbeit ist es hilfreich, spezialisierte Tools zu nutzen. Aber (Stratechery):\n\n> (…) Verbraucher wollen weder arbeiten noch legen sie Wert auf Produktivität. Was sie wollen, sind Kurzvideos – und ein iPhone ist dafür schlicht besser geeignet als jedes andere Gerät es je sein wird. In diesem Kontext reicht ein ausreichend gutes Siri, und es scheint, dass Apple diese Hürde genommen hat.\n\nDamit könnte Apples iPhone das erste _echte_ KI-Gerät der Welt werden, meint M.G. Siegler.\n\nBis die neuen Siri-KI-Funktionen in Europa zur Verfügung stehen, kann es allerdings noch etwas dauern. Die von Apple beantragte Ausnahmegenehmigung in Sachen Interoperabilität fand die EU nämlich gar nicht so überzeugend. (Reuters)\n\nWas Apple auf der Konferenz sonst noch alles vorgestellt hat, zeigen The Verge und TechCrunch.\n\n#### In other News\n\nSetzt Europa künftig stärker auf Open Source? Die EU-Kommission hat entsprechende Forderungen gesammelt und auf Papier gebracht. Jetzt müssten sie eigentlich _nur noch_ umgesetzt werden. (Netzpolitik)\n\nKanada hat ein Gesetz verabschiedet, das die Nutzung sozialer Medien unter 16 Jahren verbietet, sofern Unternehmen wie Meta und X die Sicherheitsstandards nicht erfüllen. Unternehmen, die sich nicht daran halten, müssen mit Strafen in Höhe von drei Prozent ihres weltweiten Umsatzes rechnen. (Bloomberg)\n\nMeta bietet Creators in den USA, Kanada und Indien einen neuen KI-Assistenten, der bei der Performance helfen soll (TechCrunch). Alle Erfahrungen, die ich bislang mit solchen Tools (etwa von YouTube oder vidIQ) gemacht habe, waren jetzt eher so medium. Ziemlich vorhersagbare Vorschläge: Probiere es mal öfter mit einem Trending Sound — das hat doch neulich auch so gut geklappt! Ach wirklich? Es ist halt wie immer mit KI: Je mehr Kontext man bietet, desto besser werden die Ergebnisse.\n\nTikTok launcht in den USA eine neue App speziell für Events. Das ist dann nach TikTok Pro schon der zweite Spin-off der ursprünglichen App. So ganz habe ich die Strategie dahinter noch nicht verstanden. Warum macht TikTok das? Ist das Ad-Inventar aufgebraucht? Mehr Apps = mehr Werbeplätze?\n\nOpenAI hat nun auch vertraulich den Börsengang beantragt (Wall Street Journal) und verspricht die größte Verbesserung von ChatGPT seit dem Launch. Laut CEO Sam Altman komme in den nächsten Woche nun tatsächlich die sogenannte „super app“. Was die kann, wird nicht weiter erklärt. Aber ein hochrangiger OpenAI-Mitarbeiter stellt es gegenüber der Financial Times so dar: „Chat is dead.”\n\nBluesky möchte laut COO Rose Wang künftig weniger „public square“ sein und mehr Communities bieten (The Verge). Klingt interessant. Stellen sich halt nur zwei Fragen: War Bluesky überhaupt jemals auch nur eine Sekunde _public square_? Und nutzen für Communities nicht alle WhatsApp oder Signal?\n\nReuters und Time setzen auf Whitelist-Verfahren, um KI-Crawler zu blocken und ihre Inhalte vor unerlaubter Nutzung zu schützen. (Digiday)\n\nGoogle Gemini ist der offizielle Partner von Argentiniens Nationalmannschaft. Sollte sich Messi also mit 38 Jahren noch besser präsentieren als früher™, kann es nur an KI liegen. (WIRED)\n\nErinnerst du dich an Claude Mythos? Anthropics LLM, das zu gefährlich war, um es der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen (heise)? Nun, jetzt gibt es jedenfalls Fable 5, eine Art _Mythos_ mit strikten Vorgaben, die verhindern sollen, dass irgendein Dude biologische Waffen kreiert, die die Welt ins Chaos stürzen. Reichen die Sicherheitsvorgaben? Oder war Mythos vielleicht doch gar nicht so gefährlich? Und wie viel PR steckt eigentlich in diesen ganzen Benchmark-die-Welt-geht-unter-Berichten? Es steht ja schließlich auch ein Börsengang an. (Anthropic)\n\nEd Zitron ist skeptisch (um es diplomatisch auszudrücken), dass KI-Firmen auch nur annähernd genug Einnahmen erzielen werden, um die horrenden Ausgaben zu rechtfertigen, die aktuell für den Bau von Datenzentren aufgewendet werden (Where’s your Ed at):\n\n> Egal wie sehr du nach dem Potenzial von KI gierst oder davon gelangweilt bist — sie muss von hier bis in alle Ewigkeit mit atemberaubendem, unaufhaltsamem Tempo wachsen, um auch nur annähernd das zu rechtfertigen, was sie kostet. (…) Und damit das passiert, müssen Anthropic und OpenAI jeweils rund 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz erzielen — was bedeutet, dass es tatsächlich eine entsprechende Nachfrage nach KI-Diensten geben muss! Derzeit liegen die kombinierten Prognoseumsätze von Anthropic und OpenAI für 2026 irgendwo um die 60 Milliarden Dollar — sie müssen also „nur\" bis Ende 2029 um 496 Prozent wachsen!\n\nYouTube hat erkannt, dass sich Leute gern Videos schicken und führt ein neues 1:1-Messaging-Feature ein. (9to5Google)\n\nNutzer:innen können Instagram jetzt einfach sagen, was sie gern in ihrem Feed sehen möchten (The Verge). Instagram nennt das „Your Algorithm“. Instagram lässt zudem alle User:innen ihre Grids komplett frei arrangieren (The Verge).\n\nMetas KI-Agent wird global bei WhatsApp Business ausgerollt. (Meta)\n\n* * *\n\n### 👀 Trends & Beobachtungen\n\nEiner Analyse von SimilarWeb zufolge haben die 20 meistbesuchten rechten Nachrichtenwebsites der USA im vergangenen Monat einen kräftigen Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Zu den am stärksten betroffenen Medien zählten „The Federalist“ (-52 %) und Ben Shapiros „The Daily Wire“ (-47 %). Sogar Bari Weiss’ „Free Press“ ist um 17 % eingebrochen. Bari ist einfach zu beschäftigt damit, „60 Minutes“ zu zerschlagen. Aber die anderen? Anderer Zeitgeist oder einfach weniger Traffic via Social und Search? (The Righting)\n\nIst das Smartphone schuld am Geburtenrückgang in den USA? Zwei neue Studien (Myers & Hooper, Hudson & Boedo) liefern erstmals empirische Hinweise darauf, dass die Verbreitung des Smartphones seit 2007 kausal zum Rückgang der Geburtenraten in den USA beigetragen haben könnte. Kritiker:innen bewerten die Ergebnisse als plausibel, aber nicht abschließend belastbar. (New York Times)\n\nKeine Lust mehr auf Instagram, TikTok und Co? Hier sind elf Apps, die du vielleicht noch nicht kennst, laut TechCrunch aber definitiv mal ausprobieren solltest. Ich selbst nutze hin und wieder Indigo, um Bluesky und Mastodon von einer App aus bedienen zu können.\n\nIst Instagram die letzte Social-Media-App, die zählt (Garbage Day)?\n\n> In den letzten sechs Monaten hat sich auf Basis unserer Gespräche mit zahlreichen Creatorn ein klares Bild herauskristallisiert. X ist eine Irrenanstalt. Bluesky ist beim Thema Video nicht auf Augenhöhe mit dem Rest des Webs. Reddit ist aufgebläht und voller gekaufter Meinungen. Facebook steckt voller KI-Schrott – auch wenn sich das langsam ändert. YouTube ist Fernsehen und verlangt Fernsehbudgets. Und TikTok hat seinen Schwung verloren. Instagram ist der letzte Überlebende. Bei allem algorithmischen Gegenwind, den Meta seinen Creatorn in den Weg stellt, ist es die einzige Social-Media-Plattform, auf der Creator etwas Verspieltes machen, es mit halbwegs normalen Menschen teilen und dabei organische Aufmerksamkeit ernten zu können.\n\nLaut Cloudflare stammen mittlerweile 57,4 Prozent aller Website-Anfragen von automatisierten Bots, nur noch 42,6 Prozent von Menschen. (NBC)\n\nEs gibt einen neuen Facebook-Film (The Verge). Hier ist der Trailer: YouTube.\n\n* * *\n\n### 📌 Bookmarks\n\nWie China KI-Technologie einsetzt, um das Volk der Uiguren auszulöschen. (Financial Times €)\n\n* * *\n\n### 🍿 Nicht mein Job\n\nFür mich als alten Fußball-Fan ist all das, was da rund um den Sport passiert, kaum noch zu ertragen. Weil ich es allerdings nicht einsehe, dass mir die Trumps und Infantinos dieser Welt, das Spiel kaputtmachen, habe ich für mich vor Jahren bereits entschieden, mein „sündiges“ Fußballschauen mit Jahresmitgliedschaften bei NGOs auszugleichen. Falls das eine Rechnung ist, die für dich auch in Betracht kommt, hier eine unvollständige Liste mit ein paar Ideen:\n\n  1. **Amnesty International (Deutschland)** – Weltweit größte Menschenrechtsbewegung; setzt sich gegen Folter, willkürliche Haft, Todesstrafe und für Meinungs- und Pressefreiheit ein, finanziert sich bewusst nur aus Spenden und Beiträgen. → amnesty.de\n  2. **Reporter ohne Grenzen (RSF)** – Dokumentiert weltweit Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit, unterstützt verfolgte Journalist:innen mit Nothilfe, Stipendien und Rechtsbeistand. → reporter-ohne-grenzen.de\n  3. **Pro Asyl** – Bundesweite Organisation für die Rechte von Geflüchteten und Asylsuchenden; Einzelfallhilfe, Rechtsberatung und politische Lobbyarbeit. → proasyl.de\n  4. **Human Rights Watch** – International recherchierende Organisation, die Menschenrechtsverletzungen dokumentiert und Regierungen sowie Unternehmen zur Rechenschaft zieht. → hrw.org\n  5. **Gesellschaft für bedrohte Völker** – Setzt sich für Minderheiten, indigene Völker und religiöse Gemeinschaften ein, die verfolgt oder bedroht werden. → gfbv.de\n  6. **Greenpeace** – Kampagnenorientierte Umweltschutzorganisation, die u. a. zu Klima, Energie, Meeren und Wäldern arbeitet, nimmt bewusst keine Gelder von Staat oder Wirtschaft an. → greenpeace.de\n  7. **WWF Deutschland** – Eine der größten Naturschutzorganisationen. Schwerpunkte sind Artenschutz, Schutz von Lebensräumen und Klima. → wwf.de\n  8. **BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)** – Mitgliederstarker deutscher Umweltverband, Natur- und Klimaschutz, oft mit lokalem Engagement und Verbandsklagen. → bund.net\n  9. **NABU (Naturschutzbund Deutschland)** – Traditionsreicher Naturschutzverband mit Fokus auf Arten- und Biotopschutz, Vogelschutz und Klimathemen. → nabu.de\n  10. **Germanwatch** – Entwicklungs- und umweltpolitische Organisation, bekannt für den Klima-Risiko-Index und Lobbyarbeit für globale Klimagerechtigkeit. → germanwatch.org\n\n\n\n* * *\n\nÜber das Social Media Watchblog\n\nDas Social Media Watchblog - kurz SMWB - beobachtet seit 2013, was Plattformen mit unserer Öffentlichkeit machen. Der Newsletter erscheint wöchentlich und ordnet ein, was die Entscheidungen von Meta, Google, TikTok und OpenAI für Gesellschaft, Medien und Politik bedeuten.\n\nÜber fünftausend Menschen lesen den Newsletter, darunter Social-Media-Redakteure von ARD und ZDF, Policy-Teams von Google und TikTok, Referent:innen im Auswärtigen Amt, Journalist:innen, Forschende, Marketing-Profis und NGOs.\n\nDer Newsletter wurde für den Grimme Online Award nominiert und hat den Vocer Netzwende-Award gewonnen. Er ist werbefrei, leserfinanziert und keinem Verlag verpflichtet.\n\n\n                            Jetzt Mitglied werden\n                        ",
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