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"publishedAt": "2026-06-30T12:54:03.000Z",
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"textContent": "von Susana Clarke\n\nUnser Buch des Monats im Juni 2026 war Piranesi von Susanna Clarke. Ich habe die Annotation auf Audible gelesen und fand diese recht faszinierend. Da es ein recht kurzes Buch ist, habe ich meine aktuelle Reihe unterbrochen und Piranesi dazwischengeschoben. Und ich bereue es nicht, auch wenn ich immer noch denke: „seltsam…“\n\n**_Inhalt_**\n\nCoverbild von audible.de\n\nEin riesiges Gebäude, in dem sich endlos Räume aneinanderreihen, verbunden durch ein Labyrinth aus Korridoren und Treppen. An den Wänden stehen Tausende Statuen, das Erdgeschoss besteht aus einem Ozean, bei Flut donnern die Wellen die Treppenhäuser hinauf. In diesem Gebäude lebt Piranesi. Er hat sein Leben der Erforschung des Hauses gewidmet. Und je weiter er sich in die Zimmerfluchten vorwagt, desto näher kommt er der Wahrheit – der Wahrheit über die Welt jenseits des Gebäudes. Und der Wahrheit über sich selbst. (Text von Audible.de)\n\nPiranesi ist einer von nur zwei Menschen in dieser Welt. Er widmet seine Tage seinem Überleben und der Erforschung der Welt, während der „Andere“ oft scheinbar gar nicht da ist. Ganz allmählich verändert sich aber etwas.\n\n**_Fazit_**\n\n„Seltsam“. Das dachte ich mir nach den ersten Seiten und das dachte ich mir nach den letzten Seiten. Piranesi ist irritierend und stellt fragen, auf die nicht immer die Antworten geliefert werden. Dennoch ist es ein positives „Seltsam“, denn ich wollte jederzeit wissen, wie es weitergeht.\n\nInteressant ist, dass der aufmerksame Leser schon viel früher als der etwas naive Piranesi so seine/ihre Theorien zum Haus entwickelt. Es ergeben sich Diskrepanzen, die nur dem Leser auffallen. Aber ich glaube, dass diese Hinweise perfekt platziert sind und gerade im richtigen Moment immer wieder dafür sorgen, dass die ganze Sache seltsam bleibt.\n\nDenn, obwohl der Charakter Piranesi großartig geschrieben ist, ist seine geistige Welt eingeschränkt. Und auch seine physische Realität ist zwar nicht beschränkt, aber doch mit der Zeit etwas eintönig. Und genau deswegen finde ich die Platzierung von Hinweisen und Diskrepanzen so genial, denn sonst würde das Buch auf Dauer nicht fesseln.\n\nIch habe das deutsche Hörbuch gesprochen von Peter Lontzek gehört und war sehr zufrieden mit der Qualität. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und ich habe Piranesi seine Naivität dank der guten Leistung des Sprechers jederzeit abgenommen.\n\nIch kann Piranesi allen empfehlen, die gern mal was anderes, was positiv Seltsames lesen wollen",
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