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EUDI-Wallet: Der erste Blick auf die App

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] June 30, 2026
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Die EUDI-Wallet verspricht, den Ausweis auf dem iPhone zu speichern. Nicht nur das, mit dem Gerät kann man sich bei unterschiedlichen Behörden, Händlern oder anderen Parteien ausweisen.

Bislang gab es wenig Konkretes aus Nutzersicht, das war jedoch nachvollziehbar. Die Verantwortlichen müssen immer noch eine funktionierende Plattform für digitale Identitäten auf dem Smartphone aufbauen. Eine Herausforderung ist auch, dass diese Plattform universell ist, sodass später weitere Anbieter eigene Wallets auf dieser Basis erstellen können.

Im Rahmen des Digitaltages am 26.06.2026 haben die Verantwortlichen von Sprind, der Bundesdruckerei und dem Fraunhofer AISEC die ersten Ergebnisse gezeigt, wie eine App für EUDI-Wallet aussehen kann. Auf unsere Frage, mit welchen Geräten die App kompatibel sein wird, war die Antwort auf Betriebssysteme bezogen: Zunächst sind iOS und Android geplant, zu einem späteren Zeitpunkt sollen andere Betriebssysteme dazu kommen. Über die konkreten Geräte-Generationen schwiegen sich die Verantwortlichen aus. Eine Bedingung für die EUDI-Wallet auf dem Gerät nannten sie jedoch: Das Modell soll noch Sicherheits-Updates vom Hersteller erhalten. Werden diese eingestellt, kann das Gerät keine EUDI-Wallet ausführen.

  • So sieht die Wallet-App ohne eingerichtete Ausweise

  • Ausweisprüfung vor Start: Aufenthaltstitel ist als Ausweis ebenfalls möglich.

  • Für den digitalen Ausweis ist die 6-stellige PIN des Ausweises notwendig. Diese bekommt man entweder per Brief bei Ersteinrichtung oder bei der ausstellenden Behörde.

  • Diese 6-stellige PIN muss man bei der Einrichtung eingeben.

  • Nach der Eingabe der Ausweis-PIN muss man die Ausweiskarte mit dem Smartphone bzw. mit seinem NFC-Modul einscannen.

  • Die Anleitung in der App führt durch die einzelnen Schritte durch.

  • Bei der Erstellung des Ausweises wird aufgelistet, welche Daten überhaupt freigegeben werden.

  • Zum Schluss der Einrichtung muss man für den digitalen Ausweis einen eigenen 6-stelligen Code anlegen. Achtung: Das ist ein anderer Code als die PIN der physischen Ausweiskarte.

  • Screenshot

  • So sieht ein hinterlegter Ausweis aus Deutschland aus.

  • Bei einem Ausweisprozess wird immer sichtbar, welche Daten weitergegeben werden.

  • Man kann beispielsweise ein Bankkonto direkt mit dem Smartphone eröffnen.

  • Eine erste Identifizierung gegenüber einer Bank ist nun erfolgreich

Einen Nachteil bei dem Ausweis-Prozedere finden wir in der Pflicht für den sechsstelligen Code, der bei jedem Ausweisen eingetippt werden soll. Biometrische Freischaltung ist nicht vorgesehen, die Verantwortlichen argumentieren dies mit dem schwachen Schutz der Biometrie auf günstigen Smartphones, die sich leicht überlisten lasse. Austricksen mit den Deepfakes wurde als Beispiel genannt.

Fazit: Die App für die EUDI-Wallet ist fast fertig und sieht gut aus. Allerdings ist die strikte Pflicht zur Eingabe des sechsstelligen Codes bei jedem Ausweisen eine ernst zu nehmende Hürde für den Nutzerkomfort. Denn Apples Wallet oder Apple Pay darin werden nicht umsonst nachgefragt, sie verbinden Sicherheit – die Daten werden auf dem Gerät gespeichert und der Zugang über die Secure Enclave kontrolliert – und Schnelligkeit. Auf der Apple Watch funktioniert das Bezahlen an einem Automaten mit dem einfachen Auflegen des Handgelenks, solange man davor durch Doppeltippen der Seitentaste Apple Pay aktiviert hat.

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