Chipolo Card 2 ausprobiert: Die wiederaufladbare Airtag-Alternative für den Geldbeutel
Auf den ersten Blick
Unsere Wertung
Pro
- Dünn
- Wiederaufladbar
- Fast der gleiche Funktionsumfang wie beim Airtag
Kontra
- Eher teuer
- Keine präzise Suche
Fazit
Eine Tracker-Karte wie die Chipolo Card 2 erweist sich im Geldbeutel als deutlich praktischer als ein Airtag. Ich habe beide Lösungen über mehrere Monate im Alltag genutzt und dabei schnell einen entscheidenden Unterschied festgestellt: Während ein Airtag die Geldbörse spürbar aufträgt und sie unnötig dick wirken lässt, fügt sich die flache Chipolo Card nahezu unbemerkt ein. Wer Wert auf eine schlanke und elegante Wallet legt, findet hier die deutlich alltagstauglichere Lösung.
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Mit einer Dicke von rund 8 Millimetern eignet sich Apples Airtag nur bedingt für den Einsatz im Geldbeutel. Zwar lässt sich der Tracker notfalls unterbringen, wirklich elegant ist diese Lösung jedoch nicht. Genau für diesen Anwendungsfall hat der slowenische Hersteller Chipolo die Chipolo Card entwickelt, die inzwischen in der zweiten Generation erhältlich ist.
Die Chipolo Card 2 misst lediglich 2,5 Millimeter in der Dicke und passt damit problemlos in eines der Kartenfächer selbst kompakter Geldbörsen. Dank ihrer kreditkartenähnlichen Abmessungen benötigt sie kein separates Fach und lässt sich wie eine gewöhnliche Karte verstauen.
Einrichtung
Die Anleitung auf der Produktseite für Chipolo Card ist etwas irreführend: Um die neue Tracker-Karte mit dem iPhone zu koppeln, benötigt man zunächst die Chipolo-App aus dem App Store. Findet man die Card nach dem langen Drücken in der App, leitet die Anwendung uns zur “Wo ist?”-App weiter. Dort kann man den Tracker wie gewohnt einrichten.
Eigenschaften
Neben dem Kreditkartenformat hat Chipolo die zweite Generation seiner Card noch etwas verbessert und mit einer wiederaufladbaren Batterie aufgeladen. Die Laufzeit einer Ladung sollte mindestens für 12 Monate reichen. Dies können wir nicht überprüfen, denn Chipolo Card ist erst vor einem halben Jahr auf den Markt gekommen.
Bei unserem ersten Testgerät war die Ernüchterung groß: Die Batterie war bereits nach einer Woche leer – und auch nach dem erneuten Aufladen wiederholt sich das Problem, bis der Hersteller die Karte schließlich austauschte. Die zweite Chipolo Card funktioniert nun wie vorgesehen und liegt nach rund sechs Wochen Nutzung noch bei etwa 80 Prozent Akkuladung.
Chipolo verspricht eine Lautstärke von bis zu 110 Dezibel, dieses Niveau erreicht die Karte in der Praxis jedoch nicht ganz. In unmittelbarer Nähe zur Apple Watch gemessen kamen wir auf knapp 80 Dezibel, mehr war nicht drin. Damit bewegt sich die Chipolo Card etwa auf einem ähnlichen Lautstärkeniveau wie der Airtag der zweiten Generation. Die Apple Watch ist dabei sicher kein Labor-Messgerät, eignet sich aber für einen groben Vergleich zwischen beiden Trackern durchaus.
Bluetooth-Reichweite
In einem kurzen Ad-hoc-Test habe ich die Bluetooth-Reichweite der Chipolo Card ausprobiert. Der Hersteller weist sie mit bis zu 120 Metern aus. Ich habe die gekoppelte Chipolo Card und einen Airtag der zweiten Generation auf die Balkonbrüstung meiner Wohnung gelegt und im Hof unter unterschiedlichen Entfernungen ausprobiert, ob sich die beiden Tracker noch über die “Wo ist?”-App anpingen lassen und einen Ton von sich geben.
In diesem Szenario kann man die Chipolo-Karte noch bei der direkten Luftlinie von 60 Metern und ohne Behinderungen anpingen lassen, danach war es Schluss. Der Airtag hat sich noch aus einer Entfernung von 70 Metern gemeldet, weiter habe ich nicht gemessen.
Die Lautstärke der beiden Signale ist aus der Entfernung von 60 Metern in etwa vergleichbar. Beide Geräte kann man relativ gut hören.
Fazit
Mit 45 Euro der unverbindlichen Preisempfehlung ist die Chipolo Card etwas teurer als ein Airtag der zweiten Generation. Doch auf dem Markt kann man die Card schon mit etwas weniger als 40 Euro finden.
Diese hat fast die gleichen Eigenschaften in dem “Wo ist?”-Netzwerk wie ein Airtag, etwa die Benachrichtigung beim Zurücklassen oder Teilen mit anderen Personen. Nur das bequeme Einrichten funktioniert (noch) nicht.
Seit iOS 26.5 hat Apple sein Proximity Pairing auch für Dritt-Hersteller geöffnet, technische Hürden gibt es also nicht. Die Reichweite in der unmittelbaren Nähe ist etwas kürzer als beim Airtag der zweiten Generation.
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