Verbatim Mini GaN Charger 65 W im Test: Kompakter Reisebegleiter mit Display
Auf einen Blick
Unsere Wertung
Pro
- Gute Ladeleistung
- Informatives Display
- Wechselstecker für Reise
- Günstiger Preis
Kontra
- Das Display merkt sie die eingestellte Orientierung nicht
- Wechselstecker wirken wie Fremdkörper
Fazit
Der Verbatim Mini GaN Charger 65 Watt verfügt über ein informatives Display, drei gut platzierte Anschlüsse und ein solides Gehäuse, das ihn für den Reiseeinsatz prädestiniert. Ein wenig getrübt wird der Gesamteindruck durch die fehlende intelligente Lastverteilung und die optisch unpassenden Wechselstecker. Wer ein zuverlässiges Reiseladegerät mit nützlichem Display sucht, wird hier fündig.
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Fragen Sie sich beim Einschlafen auch manchmal, ob iPhone und Apple Watch über Nacht überhaupt geladen werden, obwohl sie am Ladegerät eingesteckt sind? Beim Verbatim Mini GaN Charger 65 Watt beantwortet ein kleines Touchscreen-Display auf der Vorderseite diese Frage auf den ersten Blick.
Da das Display drehbar ist, lässt es sich auch dann noch bequem ablesen, wenn das Netzteil gedreht in einer Steckdose hängt. Da die Netzstecker für EU, UK und US austauschbar sind, empfiehlt sich der Mini GaN Charger erst recht auf Reisen.
Das Gehäuse aus feuerfestem Polycarbonat macht einen soliden, hochwertigen Eindruck. Mit den Maßen 58 × 58 × 31 Millimetern und einem Gewicht von 153 Gramm ist er ein guter Reisebegleiter. Vier Schutzfunktionen gegen Überstrom, Überspannung, Kurzschluss und Übertemperatur sorgen dafür, dass man sich unterwegs keine Gedanken um die angeschlossenen Geräte machen muss.
Display & Bedienung
Eine echte Besonderheit ist das kleine Touchscreen-Display auf der Vorderseite. Per Fingertipp kann man zwischen drei Anzeigemodi wechseln: der Gesamtleistung aller aktiven Ports in Watt, der Einzelleistung je Anschluss und der bisherigen Gesamtladezeit.
Zudem zeigt das Display an, ob das Ladegerät im Eco- oder Turbo-Boost-Modus arbeitet. Wenn das Netzteil verkehrt herum in die Steckdose gesteckt wird, also mit den Anschlüssen nach unten, muss man sich keine Sorgen machen, denn die Anzeige kann gedreht werden und ist so immer gut ablesbar.
Anschlüsse & Leistung
Der Verbatim Mini GaN Charger 65 Watt verfügt über drei USB-Anschlüsse: zwei USB-C-Ports und einen USB-A-Anschluss. Die beiden USB-C-Ports unterstützen USB Power Delivery 3.0 und liefern jeweils bis zu 65 Watt. Der USB-A-Port unterstützt Quick Charge 3.0 mit bis zu 20 Watt. Da die Gesamtleistung auf 65 Watt begrenzt ist, teilen sich die Ports bei gleichzeitiger Nutzung die verfügbare Leistung.
Werden beispielsweise beide USB-C-Ports gleichzeitig genutzt, liefert C1 maximal 45 Watt und C2 noch 20 Watt. Dasselbe gilt für die Kombination aus USB-C1 und USB-A. Die Kombination aus C2 und USB-A erreicht maximal 15 Watt.
Bei gleichzeitiger Nutzung aller drei Anschlüsse stehen insgesamt maximal 60 Watt zur Verfügung, davon maximal 45 Watt mit C1 und maximal 15 Watt mit C2 und A zusammen.
Wie sich das Ladegerät in der Praxis tatsächlich schlägt, haben wir getestet, indem wir nach 30 Minuten den prozentualen Ladezuwachs ermittelten. In unserem Test wurde das iPhone 17 Pro innerhalb von 30 Minuten um 58 Prozent geladen. Beim 11 Zoll iPad Pro erreichten wir 35 Prozent, beim Macbook Air M3 62 Prozent.
Da das Display sehr auskunftsfreudig ist kann man über die Zeit die abgegebene Leistung verfolgen. Beim iPhone 17 Pro startete der Mini GaN Charger mit 35 Watt beim Macbook Air M3 sogar mit 52 Watt.
Empfehlung
Der Verbatim Mini GaN Charger 65 Watt ist zwar nicht das kompakteste Netzteil seiner Klasse, überzeugt aber mit drei angenehm weit auseinanderliegenden Anschlüssen, einem informativen Display und einem Wechselstecker-System für Reisen. Letzteres wirkt allerdings optisch wie ein Fremdkörper und passt stilistisch nicht so recht zum ansonsten aufgeräumten Gehäuse.
Das Display ist gut ablesbar und zeigt standardmäßig die richtige Ausrichtung, solange die Anschlüsse oben sind. Wer die Ausrichtung manuell anpasst, muss sie allerdings nach jedem Trennen vom Strom neu einstellen, da sich das Ladegerät die gewählte Orientierung nicht merkt.
Eine intelligente Lastverteilung bietet der Mini Charger nicht. Dies ist nur relevant, wenn mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden sollen – in diesem Fall sollte das leistungshungrigste Gerät immer am äußeren USB-C-Anschluss angeschlossen werden. Die Ladeleistung selbst gibt keinen Anlass zur Kritik.
Insgesamt ist der Mini Charger eine sinnvolle Bereicherung des Marktes. Wer ein informatives Display zu schätzen weiß und mit den etwas fremd wirkenden Wechselsteckern leben kann, sollte ihn auf jeden Fall in Betracht ziehen.
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