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  "textContent": "#### Auf einen Blick\n\n### Unsere Wertung\n\n### Pro\n\n  * 6K-Auflösung\n  * Thunderbolt-5-Konnektivität mit 96 Watt Power Delivery\n  * Hardwarekalibrierung\n  * Thunderbolt-Daisy-Chain für Dual-6K-Set-up\n  * Integrierter KVM-Switch und Picture-by-Picture\n\n\n\n### Kontra\n\n  * Werksprofile ohne Kalibrierung nur durchschnittlich\n  * Luminanzhomogenität auf 32 Zoll spürbar\n  * Gehäuse aus Kunststoff\n  * Joystick auf der Rückseite schlecht erreichbar\n\n\n\n### Fazit\n\nDer LG Ultrafine evo 6K ist für kreative Mac-Profis eine ernst zu nehmende und deutlich günstigere Alternative zum Apple Pro Display XDR. Die Messwerte zeigen jedoch, dass das Potenzial des Monitors ohne Kalibrierung ungenutzt bleibt. Wer diesen Schritt jedoch nicht scheut, erhält einen professionellen Arbeitsmonitor, der Videofilmern, Fotografen und Content-Creatorn kaum einen Wunsch offenlässt.\n\nPrice When Reviewed\n\nThis value will show the geolocated pricing text for product undefined\n\nBest Pricing Today\n\n###  Aktuell bester Preis: LG Ultrafine evo 6K (32U990A-S)\n\nShop\n\nPreis\n\nBei Amazon ansehen\n\nPreisvergleich (über 24.000 Shops weltweit)\n\nProdukt\n\nPreis\n\nPreisvergleich von Backmarket\n\nWer mit 4K-Videomaterial oder hochauflösenden Fotos arbeitet, kennt das Problem: Entweder sieht man das Bild in voller Auflösung und hat dann keinen Platz mehr für Timeline, Werkzeuge und Panels oder man zoomt heraus und verliert den Überblick über feine Details.\n\nGenau hier setzt der LG Ultrafine evo 6K (32U990A-S) an. Dank seiner nativen 6K-Auflösung von 6.144 × 3.456 Pixeln lässt sich ein 4K-Video in einem Fenster in voller Auflösung darstellen, während daneben noch genügend Platz für den kompletten Schnittplatz bleibt. Für Fotografen bedeutet die Pixeldichte von 224 ppi, dass selbst feine Strukturen, Hauttöne und Schärfeverläufe so auf dem Monitor erscheinen, wie sie später im Druck aussehen sollen.\n\nUnd auch wer hauptsächlich mit Texten und Code arbeitet, profitiert davon. Bei dieser Auflösung wirken Schriften schlicht makellos. Hinzu kommt Thunderbolt 5 – einer der ersten Monitore überhaupt mit dieser Schnittstelle. Ein Kabel verbindet alles. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei rund 1.700 Euro, die unverbindliche Preisempfehlung bei 1.999 Euro – und damit immer noch knapp halb so viel wie das Pro Display XDR von Apple.\n\n**Die Specs: Auf dem Papier beeindruckend**\n\nDas 31,5 Zoll große Nano-IPS-Black-Panel mit 6K-Auflösung hat eine Pixeldichte von 224 ppi und bietet rund 156 Prozent mehr Bildpunkte als ein herkömmliches 4K-Display. Der Monitor ist ab Werk für macOS kalibriert und deckt laut LG 99,5 Prozent des Adobe-RGB-Farbraums sowie 98 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab.\n\nLG gibt das Kontrastverhältnis mit 2.000:1 an, was etwa doppelt so hoch ist wie bei Standard-IPS-Panels. Die typische Helligkeit beträgt 450 Candela pro Quadratmeter, die Spitzenhelligkeit im HDR-Betrieb 600 Candela pro Quadratmeter. Der Monitor ist VESA DisplayHDR 600 zertifiziert. Die Bildwiederholrate beträgt 60 Hertz bei einer Reaktionszeit von 5 Millisekunden.\n\nFür die Wandmontage ist eine VESA-100×100-Aufnahme vorhanden. Der Bildschirm besitzt ein externes Netzteil. Der angegebene Stromverbrauch liegt typischerweise bei 70 Kilowattstunden pro 1.000 Stunden, im Ruhemodus bei 0,5 Watt und im ausgeschalteten Zustand bei 0,3 Watt.\n\nDie Anschlussausstattung ist üppig: zwei Thunderbolt-5-Ports mit 96 Watt Power Delivery für Macbooks (80 Gigabit pro Sekunde bidirektional, unidirektional bis zu 120 Gigabit pro Sekunde), HDMI 2.1, DisplayPort 2.1, ein USB-C-Upstream-Anschluss sowie zwei USB-C-3.2-Gen-2-Downstream-Ports. Über Thunderbolt-Daisy-Chain lässt sich ein zweites 6K-Display anschließen. Außerdem sind ein KVM-Switch und ein Stereo-Lautsprecherpaar mit je 5 Watt Leistung integriert. Der ergonomische Standfuß erlaubt eine Höhenverstellung um 60 Millimeter sowie Neigung, Pivot und eine 90-Grad-Drehung ins Hochformat.\n\n  *   *   *   *   *   *   *   *   *\n\n\n**Apple-Optik zum LG-Preis**\n\nOptisch orientiert sich das Gehäuse klar am Apple-Ökosystem: Es hat eine mattsilberne Oberfläche, ist an vier Seiten nahezu rahmenlos und die silberfarbene Kante unterstreicht den schlanken Eindruck. Das fällt sofort positiv auf. Abstriche muss man jedoch beim Material hinnehmen, da das Gehäuse überwiegend aus Kunststoff gefertigt ist.\n\nDies ist dem Preis geschuldet und vermittelt nicht dasselbe Wertgefühl wie die Aluminiumgehäuse von Apples Studio Display oder Pro Display XDR. Die Abmessungen mit Standfuß betragen 718,4 × 582,3 × 198,2 Millimeter, das Gewicht beträgt 9,5 Kilogramm.\n\nWeniger gut gelungen ist die Bedienung: Der Joystick zum Aufrufen und Einstellen des Bildschirmmenüs befindet sich auf der Rückseite des Displays und muss blind ertastet werden. Bei einem Monitor dieser Preisklasse darf man eine komfortablere Lösung erwarten.\n\n**Was 224 Pixel pro Zoll im Alltag bedeuten**\n\nDer angegebene hohe Kontrast von 2.000:1 sorgt in der Praxis für kräftige Farben und ein tiefes Schwarz. Die hohe Pixeldichte von 224 ppi macht sich insbesondere bei Texten positiv bemerkbar.\n\nSchriften wirken gestochen scharf, ohne jeglichen Treppeneffekt. Bei der unter macOS verfügbaren skalierten Auflösung von 3.072 x 1.728 Pixeln arbeitet man entspannter und hat gleichzeitig mehr Arbeitsflächenkomfort. Im HiDPI-Modus wird eine hervorragend scharfe Darstellung erzielt. Diese Auflösung harmoniert ideal mit dem 6K-Panel.\n\nFür die Bild- und Videobearbeitung ist der große Farbraum entscheidend: Die angegebenen 99,5 Prozent Adobe RGB und 98 Prozent DCI-P3 sind beeindruckende Werte. Wir haben mit dem Datacolor Spyder Pro nachgemessen – die Ergebnisse folgen im nächsten Abschnitt.\n\nDie TÜV-Rheinland-Eye-Comfort-Zertifizierung kann sich im Alltag bemerkbar machen. Der Monitor reduziert Blaulicht und soll auch nach langen Arbeitszeiten ein augenschonendes Seherlebnis bieten. Das ist besonders bei langer Schreibarbeit von Vorteil. Wir haben das im Test als angenehm empfunden.\n\nDie integrierten Lautsprecher überraschen positiv. Für ein Display dieser Klasse leisten die beiden 5-Watt-Treiber erstaunlich viel: Stimmen werden klar und gut verständlich wiedergegeben, wodurch sich Videokonferenzen angenehmer gestalten. Wer allerdings Musik hören oder die Tonspur seiner Videos kontrollieren möchte, stößt schnell an die Grenzen des Systems – dafür sind externe Lautsprecher nötig.\n\nDer Thunderbolt-5-Betrieb am Mac funktioniert im Test tadellos. Ein Kabel verbindet Bildschirm, Datenübertragung und Stromversorgung des Macbooks, genau das, wofür Thunderbolt 5 auch gedacht ist. Für Nutzer aktueller Macs mit M4 Pro oder M4 Max passt dieser Monitor gut.\n\n  *   *\n\n\n**LG Calibration Studio (ehemals True Colour Pro)**\n\nLG Calibration Studio ist eine kostenlose Software zur Kalibrierung des Ultrafine evo 6K, die für macOS zum Download bereitsteht. Die Software ermöglicht eine hardwarebasierte Kalibrierung direkt im Monitor und nicht nur eine softwareseitige Profilanpassung im Betriebssystem. Das bedeutet, dass die kalibrierten Werte für Helligkeit, Farbtemperatur, Gamma und Farbraum im Monitor selbst gespeichert werden und beim Wechsel zwischen angeschlossenen Geräten erhalten bleiben.\n\nZur Kalibrierung wird ein externes Farbmessgerät (Colorimeter oder Spektrofotometer) benötigt. Unterstützt werden unter anderem der Datacolor Spyder, der X-Rite i1Display Pro und der Calibrite Display Pro HL. Nach dem Start führt die Software durch den Kalibrierungsprozess und zeigt ein übersichtliches Vorher-Nachher-Ergebnis der Delta-E-Abweichungen.\n\nDie Ergebnisprofile werden als benutzerdefinierte Farbprofile gespeichert. So können beispielsweise separate Profile für Fotoretusche oder Druckvorstufe (Adobe RGB) und Videoschnitt (DCI-P3) angelegt werden.\n\nFür unseren Test haben wir den neuen Datacolor Spyder Pro verwendet, der direkt von LG Calibration Studio erkannt wurde. Vor der Kalibrierung mussten wir jedoch ein Problem beheben: Mit unserem angeschlossenen Macbook wollte die Software nicht zusammenarbeiten.\n\nDer Grund dafür wurde nach einigen Schleifen mit dem Support und dem Einsatz verschiedener Kabel gefunden. LG Calibration Studio funktioniert nur mit Macbooks, wenn diese mit geschlossenem Display arbeiten.\n\nNachdem das Problem gelöst war, konnte der Monitor dank der verständlichen Nutzerführung kalibriert werden. Fotografen müssen bei der Kalibrierung aufpassen: AdobeRGB steht nicht als Ziel in der Auswahl zur Verfügung, hier muss „Nativ” gewählt werden. Die Kalibrierung hat mit rund 14 Minuten recht lange gedauert. Da dies allerdings nur alle paar Monate erforderlich ist, sollte das unerheblich sein.\n\nFür Nutzer, die auf korrekte Farben und Helligkeit angewiesen sind, ist die Hardware-Kalibrierung nach der hohen Auflösung das wichtigste Feature.\n\n**Die Qualitätsmessung**\n\nWir haben mit dem Datacolor Spyder Pro in den beiden Werksvoreinstellungen P3 und Adobe RGB sowie nach einer Kalibrierung auf den nativen Farbraum gemessen. Die Ergebnisse sind aufschlussreich und bestätigen eine klare Handlungsempfehlung.\n\n| **P3-Modus (Werk)**| **Adobe-RGB-Modus (Werk)**| **Nativ (kalibriert)**\n---|---|---|---\nFarbumfang| 94 % DCI-P3| 94 % Adobe RGB| 98 % Adobe RGB\nMax. Kontrast| 1.860:1| 1.730:1| 1.890:1\nFarbhomogenität (Delta E)| 0,0 – 3,7| 0,0 – 3,0| 0,0 – 2,6\nLuminanzhomogenität| 0 – 19 %| 0 – 19 %| 0 – 16 %\nFarbtreue Ø Delta E| 1,47| 1,96| 0,81\nFarbtreue max. Delta E| 6,73| 6,16| 4,52\n\nDie Messwerte enttäuschen in den Werksvoreinstellungen etwas. So werden im P3-Modus nur 94 Prozent des DCI-P3-Farbraums erreicht, obwohl LG 98 Prozent angibt. Die Farbtreue ist im P3-Modus mit einem mittleren Delta E von 1,47 noch in Ordnung, im Adobe-RGB-Modus mit 1,96 nur noch gut.\n\nDie Maximalwerte von 6,73 bzw. 6,16 zeigen, dass es einzelne Farben gibt, die spürbar abweichen. Die große Schwäche des Monitors liegt in der Homogenität: Eine Luminanzhomogenität von bis zu 19 Prozent bedeutet, dass die Helligkeit über die große Fläche des 32-Zoll-Monitors merklich schwankt. Das ist bei einem Display dieser Größe physikalisch nicht ungewöhnlich, sollte aber bekannt sein – insbesondere für die Bildbearbeitung, bei der gleichmäßige Helligkeit wichtiger ist als beim Videoschnitt.\n\nNach der Kalibrierung auf den nativen Farbraum ändert sich das Bild deutlich. Der Farbumfang steigt auf 98 Prozent Adobe RGB, der mittlere Delta-E-Wert sinkt auf sehr gute 0,81 und der Maximalwert auf 4,52.\n\nAuch die Farbhomogenität und der Kontrast verbessern sich spürbar. Einzig die Luminanzhomogenität bleibt mit 0 bis 16 Prozent eine konstruktionsbedingte Schwäche des großen Panels. Fazit: Der LG Ultrafine evo 6K muss vor dem professionellen Einsatz kalibriert werden, dann liefert er jedoch Werte, die seiner Preisklasse gerecht werden.\n\n  *   *   *\n\n\n**LG Dual Controller**\n\nDer „Dual Controller” ist eine kostenlose Software für macOS und Windows. Sie verwandelt den „Ultrafine evo 6K” in einen softwarebasierten KVM-Switch. Wer regelmäßig mit einem Mac und einem Windows-Rechner parallel arbeitet – etwa einem Macbook Pro am Thunderbolt-5-Eingang und einem Windows-PC am HDMI-Eingang –, kann mithilfe des „Dual Controllers” die Tastatur und Maus des Hauptrechners nahtlos auch für den zweiten Rechner nutzen.\n\nDie Umschaltung erfolgt per Software. Dazu müssen sich beide Rechner im selben lokalen Netzwerk befinden.\n\nIn Kombination mit der Picture-by-Picture-Funktion (PbP) des Monitors lassen sich beide Signalquellen gleichzeitig nebeneinander auf der 6K-Fläche darstellen und mit einer einzigen Tastatur-Maus-Kombination bedienen. Das erspart die Anschaffung teurer externer KVM-Hardware und ist eine praktische Lösung.\n\nWir empfehlen das Programm auch allen, die das Gefummel mit dem versteckten Joystick auf der Rückseite leid sind.\n\n**Empfehlung**\n\nDer LG Ultrafine evo 6K ist für kreative Mac-Profis eine gute Alternative zu den Apple-eigenen Displays – aber mit einem wichtigen Vorbehalt: Wer ihn ohne Kalibrierung verwendet, verschenkt einen Großteil seines Potenzials.\n\nDie Werksprofile liefern im P3- und AdobeRGB-Modus zwar solide, aber keine herausragenden Messwerte. Die Farbtreue ist akzeptabel bis gut, die Luminanzhomogenität mit bis zu 19 Prozent jedoch eine spürbare Schwäche – konstruktionsbedingt bei 32 Zoll, aber dennoch relevant, besonders für die Bildbearbeitung.\n\nNach einer Kalibrierung auf den nativen Farbraum sieht die Welt jedoch anders aus: 98 Prozent Adobe RGB, ein mittleres Delta E von 0,81 und ein Kontrast von 1890:1 sind Werte, die der Preisklasse gerecht werden und professionelle Ansprüche erfüllen.\n\nWer also ohnehin ein Colorimeter besitzt – und wer ernsthaft mit diesem Monitor arbeiten möchte, sollte eines haben –, bekommt nach der Kalibrierung ein Display, das seine Versprechen hält.\n\nDazu kommen die Stärken, die unabhängig von der Kalibrierung überzeugen: Die 6K-Auflösung mit 224 Pixeln pro Zoll ist für Videofilmer, Fotografen und Content Creator ein echter Mehrwert und Thunderbolt 5 macht den Monitor zum Einzelkabelhub für aktuelle Macbooks. Die integrierten Lautsprecher eignen sich für Videokonferenzen.\n\nEs gibt aber auch Punkte, die nicht ganz zum Anspruch passen. Das ist das Kunststoffgehäuse und der Joystick auf der Rückseite ist eine unnötige Alltagsärgerei.\n\nUnterm Strich ist der LG Ultrafine evo 6K für rund 1.700 Euro eine klare Empfehlung für professionelle Kreative im Apple-Ökosystem – vorausgesetzt, man ist bereit, ihn zu kalibrieren. Wer das nicht tut, kauft einen Monitor unter seinen Möglichkeiten.\n\nLG Ultrafine evo 6K bei Amazon ansehen\n\nLG",
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