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Zendure Solarflow 2400 Pro im Test: Batteriespeicher für jeden Haushalt

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] June 10, 2026
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Auf einen Blick

Unsere Wertung

Pro

  • Sehr hohe Eingangsleistung
  • Wechselrichter integriert
  • Modular erweiterbar auf bis zu 16,8 Kilowattstunden
  • Notstromsteckdose mit bis zu 2.400 Watt für Off-Grid-Betrieb
  • LAN-Anschluss für stabile kabelgebundene Verbindung
  • Umfangreiche Smart-Home-Integration (Home Assistant, Homey, MQTT)
  • 10 Jahre Garantie, IP65, integriertes Aerosol-Brandschutzsystem

Kontra

  • Proprietärer AC-Anschluss
  • Home-Assistant-Betrieb via MQTT deaktiviert die App-Steuerung

Fazit

Der Zendure Solarflow 2400 Pro ist eine ausgereifte und durchdachte Lösung für alle, die mehr aus ihrer Balkon-Solaranlage oder ihrem dynamischen Stromtarif herausholen möchten. Dank seines modularen Konzepts ist er eine langfristige Investition – bis hin zur vollwertigen Heimspeicherlösung. Um den vollen Nutzen auszuschöpfen, sollte allerdings ein Smart Meter eingeplant werden.

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Wer eine Balkonkraftwerk- oder Dach-PV-Anlage betreibt, kennt das Problem, dass tagsüber die Module oft mehr Strom produzieren, als im Haushalt gerade verbraucht wird, und dieser Überschuss ungenutzt im öffentlichen Netz landet.

Abends und nachts muss dann wieder teurer Strom zugekauft werden. Ein Batteriespeicher schließt diese Lücke, indem er überschüssige Energie zwischenspeichert und bei Bedarf wieder abgibt. Mit dem SolarFlow 2400 Pro geht Zendure noch einen Schritt weiter: Er bringt den Mikrowechselrichter gleich mit, ist modular erweiterbar und lässt sich in ein umfassendes Energiemanagementsystem einbinden.

Vollgepackt mit Technik

Der Solarflow 2400 Pro ist das neue Flaggschiff der überarbeiteten Zendure-Solarflow-Serie. Im Gegensatz zu früheren Modellen mit separater Kopfeinheit ist der bidirektionale 2.400-Watt-Wechselrichter nun zusammen mit einem 2,4-Kilowattstunden-Akku auf Basis von Lithiumeisenphosphat-Zellen fest im Gehäuse integriert.

Das kompakte, IP65-zertifizierte Gehäuse macht optisch einiges her. Wenn man es sich so ansieht, könnte man es fast auch in der Wohnung aufstellen, was gar nicht so abwegig ist.

Auf der Anschlussseite bietet das Gerät vier unabhängige MPPT-Tracker für zusammen bis zu 3.000 Watt Peak DC-Solarleistung (je 750 Watt pro Eingang, maximal 18 Ampere Eingangsstrom; der MPPT-Wirkungsgrad wird mit bis zu 99,9 Prozent angegeben).

Per AC-Kopplung über den Notstrom-Port lassen sich zusätzlich bis zu 1.800 Watt einspeisen, was einen kombinierten Gesamtsolareingang von bis zu 4.800 Watt ermöglicht. Die Standard-Einspeiseleistung ins Hausnetz liegt gesetzeskonform bei 800 Watt, mit professioneller Installation sind jedoch bis zu 2.400 Watt möglich.

Neu ist auch der RJ45-Anschluss für eine kabelgebundene LAN-Verbindung, was für alle praktisch ist, die im Keller oder an der Hauswand keine stabile WLAN-Verbindung haben.


Erweiterbar bis 16,8 Kilowattstunden

Die integrierte Basiskapazität von 2,4 Kilowattstunden kann durch das Aufstapeln zusätzlicher Akkumodule erweitert werden. Mit den neuen AB3000L-Einheiten (je 2,88 kWh, rund 600 Euro Aufpreis pro Modul) sind in der maximalen Ausbaustufe bis zu 16,8 kWh möglich.

Das reicht auch für anspruchsvollere Szenarien wie das Laden eines E-Autos oder den Betrieb einer Wärmepumpe. Ältere Zendure-Akkumodule bleiben kompatibel. Wer noch keine Solarmodule besitzt, kann diese als Bundle dazukaufen: Zwei Module sind für einen Aufpreis von rund 250 Euro erhältlich.

Sicherheit mit Zenguard

Alle Modelle der neuen Solarflow-Serie sind mit dem Zenguard-Batterieschutzsystem ausgestattet. Dieses arbeitet mit einer dualen BMS-Architektur: Ein lokales BMS überwacht Spannung, Stromstärke und Temperatur in Echtzeit, während eine Cloud-Ebene regelmäßige Zustandsanalysen und Fehlerprognosen ergänzt – ohne Zugriff auf persönliche Daten.

Zur aktiven Wartung gehören eine intelligente Tiefentladeschutzregelung, eine Selbstheizfunktion bei niedrigen Temperaturen und ein kombiniertes Nachladen über AC und PV. Als letzte Sicherheitsstufe ist ein Aerosol-Brandunterdrückungssystem integriert, das sich bei 170 °C automatisch aktiviert und den Vorfall ohne schädliche Rückstände bekämpfen soll. Zendure gibt eine Garantie von zehn Jahren und eine angestrebte Lebensdauer von 15 Jahren an.


Smarte Integration: Hems 2.0 und Zenki AI

Das System lässt sich über die Zendure-App per WLAN oder Bluetooth einbinden und unterstützt gängige Smart-Meter-Lösungen wie den Shelly 3EM oder den D0-Dongle von Zendure. Über das MQTT-Protokoll lässt es sich in Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant oder Homey Pro integrieren.

Auch die Anbindung von Wärmepumpen, EV-Ladegeräten und Wechselrichtern von Drittanbietern ist vorgesehen. Das konnten wir leider nicht ausprobieren. Bis zu sechs Geräte lassen sich gleichzeitig über Hems 2.0 verwalten.

Das KI-System Zenki 2.0 (verfügbar ab dem 30. Juni) soll Verbrauchsmuster, PV-Ertragsprognosen und Börsenstrompreise analysieren und das Laden und Entladen vollautomatisch optimieren. In Verbindung mit dem dynamischen Stromtarif Zenwave, der zunächst in Deutschland und schrittweise in weiteren europäischen Märkten eingeführt wird, soll das System laut Zendure jährliche Einsparungen von bis zu 2.121 Euro ermöglichen. Zenwave orientiert sich an den Echtzeitpreisen der europäischen Strombörse EEX und setzt auf 100-prozentigen zertifizierten Ökostrom. Alternativ lassen sich auch andere Anbieter von dynamischen Stromtarifen nutzen. Wie hoch die Einsparung in der Praxis wirklich ist, hängt jedoch auch stark vom eigenen Haushalt, der Nutzung und der Größe des Batteriespeichers ab.

Die neue Solarflow-Serie im Überblick

Neben dem 2400 Pro, der derzeit ab 1.099 Euro erhältlich ist, umfasst die neue Serie zwei weitere Modelle für unterschiedliche Einsatzszenarien.

Der Solarflow 2400 AC+ (ab 899 Euro) richtet sich an Besitzer einer bestehenden Dach-PV-Anlage. Das rein AC-gekoppelte System verfügt über keinen direkten DC-Eingang für Solarmodule, kann aber überschüssigen Solarstrom mit bis zu 2.400 Watt speichern und ist ebenfalls auf bis zu 16,8 Kilowattstunden erweiterbar.

Das Einstiegsmodell der Serie, der Solarflow 1600 AC+, ist ab 649 Euro erhältlich. Er hat eine bidirektionale AC-Leistung von 1.600 Watt und eine Basiskapazität von 1,92 Kilowattstunden, die auf 11,52 Kilowattstunden erweiterbar ist. Es empfiehlt sich für kleinere Haushalte mit bestehendem Mikrowechselrichter-Set-up. Bundles mit Smart Meter oder Solarmodulen sind ebenfalls verfügbar.

Einrichtung ganz easy

Die Inbetriebnahme des Solarflow 2400 Pro ist konsequent als Plug-and-Play-Lösung ausgelegt. Nach dem Einschalten per Taster findet die Zendure-App das Gerät in der Regel automatisch, wenn man mit dem iPhone danebensteht. Die Kopplung läuft wahlweise per WLAN oder Bluetooth.

Wer das System beispielsweise im Keller betreibt, wo kein stabiles WLAN verfügbar ist, kann dank des RJ45-Anschlusses auch per LAN-Kabel eine stabile Verbindung herstellen. Anschließend wählt man in der App das Land aus. In Deutschland wird die Einspeiseleistung damit gesetzeskonform auf 800 Watt begrenzt. Danach führt man gegebenenfalls ein Firmware-Update durch. Das war es im Wesentlichen – das System ist danach sofort betriebsbereit.

Ein wichtiger Praxishinweis beim Aufbau: Der AC-Anschluss des Solarflow 2400 Pro verwendet eine proprietäre Buchse, die weder dem Wieland- noch dem Betteri-Standard entspricht. Das passende Kabel sollte daher unbedingt gleich beim Kauf mitbestellt werden.

Wer bestehende Zendure-Akkumodule einer früheren Generation nachrüsten möchte, steckt die neue Einheit einfach auf den vorhandenen Batteriestapel. Alte AB2000-Module werden automatisch erkannt, synchronisiert und vom BMS des 2400 Pro übernommen, ohne dass ein manueller Eingriff nötig ist.

Für die Smart-Meter-Anbindung unterstützt das System eine ganze Reihe gängiger Lösungen: Zendure Smart Meter 3CT, Smart Meter D0/P1, Shelly Pro 3EM, Shelly 3EM und Everhome Ecotracker IR. Ist ein Smart Meter eingebunden, regelt das System die Einspeisung in Echtzeit wattgenau nach dem tatsächlichen Haushaltsverbrauch.

Die App und ihre Betriebsmodi

Die Zendure-App ist die Schaltzentrale des gesamten Systems und macht einen durchdachten Eindruck. Fast jede Einstellung lässt sich per Info-Symbol im Klartext erklären, wodurch die Hemmschwelle für Einsteiger spürbar sinkt. Die App zeigt Energieflüsse in Echtzeit an und bietet mehrere Betriebsmodi, die sich je nach Bedarf aktivieren und kombinieren lassen.

Solarpriorität : Der Speicher wird so weit wie möglich aus den PV-Modulen geladen, bevor Strom ins Netz geht.

Smart-Meter-Steuerung : Das System gleicht Einspeisung und Verbrauch automatisch ab und versucht, den Netzbezug bei null zu halten.

Zeitplan: Laden und Entladen lassen sich auf feste Zeitfenster festlegen, um etwa günstige Nachttarife zu nutzen. Dies ist auch ideal für diejenigen, die keinen Smart Meter nutzen können oder möchten.

Strompreis-Modus : In Verbindung mit einem dynamischen Tarif lädt das System automatisch dann aus dem Netz, wenn der Börsenstrompreis besonders niedrig oder negativ ist.

Zenki-KI : Der vollautomatische Modus ist ab dem 30. Juni verfügbar. Die KI analysiert Verbrauchsmuster, PV-Ertragsprognosen und aktuelle Strompreise und optimiert das Laden und Entladen, ohne dass weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Wer das System in Home Assistant einbinden möchte, muss in der App den MQTT-Zugriff aktivieren und dafür die App-Steuerung deaktivieren, da beides nicht gleichzeitig funktioniert. Homey Pro hingegen lässt sich parallel zur App betreiben.


Empfehlung

Der Zendure Solarflow 2400 Pro ist eine der ausgereiftesten Lösungen im Segment der Balkonkraftwerk-Speicher. Die App ist übersichtlich und intuitiv gestaltet. Wer tiefer ins System einsteigen möchte, findet die umfangreicheren Einstellungen sauber im Menü versteckt. So werden keine unnötigen Komplikationen im Alltag verursacht.

Als sinnvolles Zubehör empfiehlt sich der Zendure Smart Meter D0. Er wird per Plug-and-Play direkt an die optische D0-Schnittstelle des digitalen Stromzählers gesteckt – ganz ohne Elektriker und ohne Eingriff in den Sicherungskasten. Er kostet rund 100 Euro und überträgt die Verbrauchsdaten per WLAN in Echtzeit an die App. Dadurch kann das System den Netzbezug präzise auf null einregeln. Ein kleiner Tipp: Wer den Smart Meter direkt mitbestellt, spart rund 30 Euro.

Besonders stark ist das Konzept des modularen Mitwachsens. Wer heute mit 2,4 Kilowattstunden startet, kann den Speicher durch das Aufstapeln weiterer AB3000L-Module Schritt für Schritt auf bis zu 16,8 Kilowattstunden ausbauen. Und wer irgendwann feststellt, dass vier Solarpanele nicht mehr ausreichen, kann das System weiter ausbauen: Mehrere Solarflow-Einheiten lassen sich zu einem größeren Verbund zusammenschalten.

In Verbindung mit dem neuen Zendure Powerhub, einer zentralen Steuereinheit für die Solarflow-Serie, wächst das System sogar zur vollwertigen Heimspeicherlösung heran. Sie arbeitet ohne die sonst übliche 800-Watt-Begrenzung und spielt in der Leistungsklasse klassischer Installationen vom Solarteur. Muss allerdings vom Elektriker installiert werden.

Wer also heute mit einem überschaubaren Balkonkraftwerk-Set-up einsteigt, investiert mit dem Solarflow 2400 Pro in eine zukunftsfähige Plattform.

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