{
  "$type": "site.standard.document",
  "bskyPostRef": {
    "cid": "bafyreihaesmqqeaacpm73eedila5a2zha4uimgmsste5a6nyrhg63mgi34",
    "uri": "at://did:plc:6uy6dye3ds6ue6ntb4ve5fsy/app.bsky.feed.post/3mnvhif4h6zf2"
  },
  "coverImage": {
    "$type": "blob",
    "ref": {
      "$link": "bafkreierjrmuomivbnbddojxhkc65eqx56o5nnaqxixoriltnzls7dr7de"
    },
    "mimeType": "image/jpeg",
    "size": 286670
  },
  "path": "/article/3160664/europaische-kommission-antwortet-auf-apples-anschuldigungen-wegen-siri-sperre.html",
  "publishedAt": "2026-06-09T13:42:54.000Z",
  "site": "https://www.macwelt.de",
  "tags": [
    "iOS",
    "Ankündigung von Craig Federighi",
    "einige Gemini-Funktionen exklusiv für seine Pixel-10-Smartphones vorgestellt",
    "eine vorläufige Liste der notwendigen Schritte"
  ],
  "textContent": "Gestern Abend hat Apple seine jährliche Entwicklerkonferenz abgehalten und Apple Intelligence und Siri AI gezeigt. Am Ende der Keynote gab es eine ungewöhnliche Ankündigung von Craig Federighi: Siri AI wird für die Nutzer der Europäischen Union nicht verfügbar sein. Man habe die EU frühzeitig kontaktiert und die neuen Funktionen vorgestellt. Man habe sogar eine Lösung in Form eines „Trusted System Agents“, also Vertrauensagenten für die Dritt-Assistenten, was sicherstellen soll, dass Drittanbieter nicht an die Daten und Unterhaltungen des Nutzers gelangen.\n\nNeben der zusätzlichen Schicht zwischen dem System und den fremden virtuellen Assistenten hat Apple außerdem einen Entwicklungsplan von 18 Monaten vorgestellt, wie Siri AI doch noch auf iPhones in der EU kommen soll. Apple zufolge hat die Europäische Kommission jedoch alle Vorschläge abgelehnt.\n\nWir haben uns an die Pressestelle der Europäischen Kommission gewendet und um eine Stellungnahme zu der Situation um das kommende iOS 27 und Siri AI gebeten. Hier die Antwort eines Pressesprechers aus dem Bereich „Wettbewerb“ im (übersetzten) Wortlaut:\n\n  * Die Kommission stellt fest, dass Apple ein neues iOS mit KI-fähigen Funktionen veröffentlicht hat, das auf KI-Basismodellen und Cloud-Diensten von Google basiert.\n  * Der DMA verbietet Apple nicht, neue Produkte und Dienste in der EU einzuführen. Der DMA verpflichtet als Gatekeeper eingestufte Unternehmen jedoch dazu, neue Produkte und Dienste gesetzeskonform einzuführen. Die Entscheidung, ob Apple seine Produkte und Dienste einführt, liegt bei Apple selbst.\n  * Gemäß den DMA-Regeln sind Gatekeeper wie Apple verpflichtet, Dritten den gleichen Zugang zu Funktionen zu gewähren wie ihren eigenen Produkten. Denn beim DMA geht es genau darum: den Nutzern die Wahl zu geben, das Produkt so zu verwenden, wie es ihren Bedürfnissen am besten entspricht.\n  * Die Kommission steht in regelmäßigem Kontakt mit Apple zu dieser Angelegenheit. Apple hat keine Vorschläge für DMA-konforme Interoperabilitätslösungen entwickelt.\n  * Ein zentrales Ziel des DMA ist es, sicherzustellen, dass Gatekeeper ihren Status in den bereits etablierten Bereichen – wie etwa Betriebssysteme – nicht dazu nutzen können, eigene KI-Dienste zu bevorzugen. Es ist nicht ihre Sache zu entscheiden, wer in den Bereichen zum Fortschritt beitragen darf oder welche KI-Tools EU-Bürgerinnen und -Bürger nutzen dürfen.\n  * Wir werden weiterhin mit Apple klären, wie europäischen Nutzern eine sichere und gesetzeskonforme Lösung bereitgestellt werden kann, die den Wettbewerb in diesem aufkommenden Bereich fördert – zum Vorteil nicht nur von Unternehmen, sondern auch der EU-Bürgerinnen und -Bürger.\n\n\n\nHier ist noch eine erweiterte Stellungnahme aus der heutigen Pressekonferenz in Brüssel vom EU-Pressesprecher Thomas Regnier:\n\nWie sich die Lage für Siri AI in der EU entwickelt, bleibt abzuwarten. Derweil hat Apple in der gleichen Keynote in einem Nebensatz erwähnt, dass Siri AI auch in China wegen regulatorischer Bedenken nicht verfügbar sein wird; es gibt aber keine vergleichbare Pressemitteilung wie im Fall der EU.\n\nDie EU-Kommission befindet sich außerdem in der Entscheidungsfindung bezüglich Gemini auf Android. Google hat eine andere Methode gewählt und einige Gemini-Funktionen exklusiv für seine Pixel-10-Smartphones vorgestellt. Bislang steht eine vorläufige Liste der notwendigen Schritte fest, die Google unternehmen muss, damit Gemini auch in der EU verfügbar sein wird. Die endgültige Entscheidung soll am 27. Juli 2026 fallen.",
  "title": "Europäische Kommission antwortet auf Apples Anschuldigungen wegen Siri-Sperre"
}