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"publishedAt": "2026-06-08T21:24:06.000Z",
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"iOS",
"einer separaten Pressemitteilung",
"Gerne implementiert Apple die verlangten Änderungen nur für Accounts in der EU"
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"textContent": "Apple musste bei der heutigen Keynote kein neues Drehbuch für die Auftritte schreiben, sondern das alte von vor zwei Jahren hervorkramen, den Staub kurz abschütteln und weitermachen, wo das Unternehmen 2024 aufgehört hatte. Denn das, was heute gezeigt wurde, hat Apple schon 2024 angerissen. Doch damals war das System gar nicht fertig, was zu Verzögerungen über Verzögerungen führte. Heute hat Cupertino das geliefert, was 2024 versprochen wurde, und noch eine Schippe draufgelegt. Es gibt aber den ein oder anderen Haken.\n\n## Siri AI: Natürliche Konversationen, breiter Kontext\n\nWer öfter mit ChatGPT oder Claude zu tun hat, weiß, dass die Chat-Bots entweder gerne mal fehlende Informationen für eine Aufgabe entweder dazudenken oder vom Nutzer verlangen, ein ausgiebiges Exposé zu liefern, sodass sich die Rollen des Öfteren umkehren. Der Nutzer wird zu einem Praktikanten, der die notwendigen Dateien überall zusammensucht, der Bot zum Boss.\n\nMit der tiefen Integration von Siri ins System eines iPhones, iPads oder Macs sind diese Dienstgänge nicht mehr notwendig. Zum einen setzt Siri AI auf Spotlight und dessen semantischen Index, den die integrierte Suche wohl auf jedem Gerät im Hintergrund erstellt. Diese Grundlage hilft, die notwendigen Dateien, Unterhaltungen, Fotos oder Mails sofort zu finden und in die Konversation zwischen Siri und dem Nutzer zu integrieren. Keine Dienstbotengänge in die Tiefen des Systems mehr notwendig.\n\n## Ich sehe das, was du auch siehst\n\nAnders als im bekannten Kinderspiel, muss Siri nicht raten, was der Nutzer auf dem Bildschirm sieht. Die eingebaute Visual Intelligence kann nicht nur in Fotos Motive und Personen suchen. Über das iPhone-Objektiv können die Anwender die aktuelle Umgebung mit Siri erkunden. Diese wird Informationen zu den erkannten Objekten liefern. Bei der Vorstellung von Apple Intelligence mit der iPhone-Kamera klang es beinahe so, als müsste sich Apple auf die Zunge beißen, um keine smarten Brillen zu erwähnen.\n\nDie große Frage bleibt, ob Siri auch in den externen Apps genauso leicht Inhalte erkennen kann wie in den nativen Apple-Apps. Auf dem iPad und Mac gibt es als Abkürzung die Screenshot-Funktion, die direkt mit Siri und Apple Intelligence verbunden ist. Ob und wie das auf dem iPhone funktionieren kann, werden wir erst mit der Beta von iOS 27 erfahren.\n\n## Apple bricht mit seinen eigenen Prinzipien\n\nEs stimmt zwar nicht, dass Apple keine schlauen Funktionen bei seiner Foto-App implementiert hat. Schließlich konnte man in der Fotomediathek nach unterschiedlichen Motiven auch vor zehn Jahren relativ gut suchen. Auch die smarten Erinnerungen aus der Fotomediathek zeigen, dass dahinter etwas mehr als simple Algorithmen stecken. Doch bislang stellte sich Apple auf die Position, Fotos sollten die Realität abbilden; mit den KI-Tools darf man keine Deep-Fakes erstellen und so neue Realität schaffen.\n\nMit den neuen Fotobearbeitungs-Tools in iOS 27 sind einige dieser Einschränkungen gefallen. Die Foto-App liefert bei der Bearbeitung die generative Hintergrundfüllung, wie dies die Dritt-Apps schon lange können. Auch kann man mit Image Playgrounds lebensechte Bilder mit realen Personen erstellen. Der nachträgliche Perspektivwechsel eines Fotos fügt sich hier nur noch logisch ein: Die meisten iPhones nehmen auch räumliche Informationen bei den Fotos auf, die Vorlage für einen solchen Perspektivwechsel ist schon vorhanden.\n\n## Die Frage mit der EU\n\nDass Apple seine Probleme mit den Behörden auf die WWDC-Bühne holt, ist neu. Doch Craig Federighi hat schon vorgewarnt – Apple Intelligence und Siri AI kommen etwas später mit einer ganzen Reihe der unterstützten Sprachen, darunter auch Deutsch. Doch sämtliche Funktionen von Siri AI werden in der EU zunächst nicht zur Verfügung stehen. Apple erklärt in einer separaten Pressemitteilung, man habe der EU einen Plan für die Apple-Intelligence-Implementierung in iOS 27 (und iPadOS 27, macOS 27, visionOS 27) vorgelegt.\n\nNach der Auffassung der EU muss Apple jedem anderen KI-Anbieter den gleichen Zugang zu den privaten Daten des Nutzers zu gewährleisten, damit iOS 27 mit Apple Intelligence DMA-konform sind. Apple hat eine zusätzliche Schnittstelle entwickelt, die es erlauben würde, dass die virtuellen Assistenten auf die gleichen Daten des Geräts zugreifen können wie Siri AI. Nach Aussage Apples hat die EU diese Maßnahmen abgelehnt.\n\nWir haben bei der zuständigen Presseabteilung der EU-Kommission um einen Kommentar nachgefragt. Sobald die Stellungnahme vorliegt, werden wir den Artikel entsprechend aktualisieren.\n\n## Fazit\n\nApple hat sein Versprechen der besseren Siri gelöst. Die digitale Assistenz mit kontextuellem Verständnis ist endlich Realität geworden und wird im Herbst auf unzählige iPhones, iPads und Macs gelangen. Die Nutzer in der EU müssen sich gedulden. Apple ist nach Eigendarstellung ein Opfer der Überregulierung, doch auch Cupertino ist dabei kein Unschuldslamm. Gerne implementiert Apple die verlangten Änderungen nur für Accounts in der EU, sodass für die Entwickler gar keinen Sinn ergibt, diese zu implementieren.",
"title": "WWDC 2024.2: Siri AI kommt mit Einschränkungen"
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