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"publishedAt": "2026-06-08T20:09:39.000Z",
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"Apple Watch",
"“Apple wird am Montag alle enttäuschen”"
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"textContent": "Die Vorhersage vom Freitag war richtig: “Apple wird am Montag alle enttäuschen”. Doch Apple-Watch-Träger und -Entwickler sind nach der heutigen WWDC-Keynote mehr als nur ein wenig enttäuscht. Denn Apple hat seine Smartwatch, nun ja, vergessen. Okay, es gab vereinzelt Hinweise auf die neuen Health-Funktionen wie die Nachverfolgung der Prämenopause, aber die Apple Watch war auf der Keynote lediglich für wenige Sekunden zu sehen!\n\n## Apple Intelligence – der größte Star\n\nDer größte Star der Keynote war freilich Apple Intelligence und die aktualisierte Siri. Das war absehbar und für Apple verständlich: Endlich hat Cupertino das geliefert, was sie vor zwei Jahren nur gezeigt haben und immer wieder verschieben mussten. Im Herbst können die Nutzer mit Siri auf neue Art und Weise sprechen und ihre Konversationen i einer App sammeln. Die smarte Assistentin wird auch die Daten aus anderen Apps beziehen können und den breiten Kontext der Anfrage verstehen, sodass der Nutzer nicht genervt die Augen drehen und die Konversation vorzeitig abbrechen muss. Ein paar Wermutstropfen gibt es auch dabei, etwa das Unvermögen, Siri AI in die EU zu bringen, doch die Apple Watch fehlte in diesem Konzept auf der WWDC-Bühne fast komplett.\n\n## Einschränkungen der Hardware\n\nIn den vergangenen Jahren wurde klar, dass Apple bei der künstlichen Intelligenz einen etwas anderen Weg einschlägt als die Konkurrenz und stärker auf die Modelle setzt, die ausschließlich oder zumindest zum größten Teil auf dem Gerät lokal laufen können. Das Konzept hat für Apple gewichtige Vorteile: Mit mehr als zwei Milliarden aktiven Geräten muss man nicht gewaltige Mengen an Daten zwischen dem Endgerät und dem Server hin- und herschieben. Der Nachteil: Nur ab einer bestimmten Grenze an dem gemeinsamen Speicher und einer bestimmten Chip-Generation ist Apple Intelligence überhaupt möglich. Bei den Macs liegt diese Grenze bei 8 GB RAM.\n\nDie Apple Watch kann in dieses Konzept gar nicht passen. Der maximale RAM bei der Apple Watch Series 11 und Ultra 3 liegt bei 2 GB. Auch den Prozessor schränkt Apple auf zwei Effektivitätskerne ein. Die Neural Engine ist auf vier Kerne beschränkt, auf dem iPhone und auf den meisten Macs ist der Co-Prozessor für maschinelles Lernen mit 16 Kernen bestückt.\n\n## Was Apple für die Apple Watch auf der WWDC dennoch ankündigte\n\nWäre die Apple Watch eine Schauspielerin in einer der Apple-TV-Serien, würde ihre Rolle in der heutigen WWDC-Keynote zu einer Komparsin herabgestuft: Zwar lieferte sie bei den Dreharbeiten ab, ob sie im Film zu sehen ist, hängt vom Final Cut der Produktion ab. Gegenüber Freunden und Verwandten muss sie ihre Anwesenheit mit einem Screenshot beweisen.\n\nApple hat tatsächlich am Rande der Veranstaltung seine Smartwatch erwähnt. Zumindest kam sie immer wieder in der Grafik zum Gespann zwischen Apple Intelligence und Siri 2.0 vor. Doch greifbare Veränderungen gibt es nur wenige: Apple bringt eine neue App-Ansicht auf die Apple Watch, die fünf derzeit relevante Apps prominent darstellt. Eine Art von smartem Stapel, etwas erweitert.\n\nDer Workout Buddy, ein intelligenter Trainings-Assistent, der die aktuellen Trainings-Daten mit den vorherigen Trends vergleicht und smarte Tipps gibt, sendete zudem einige Lebenszeichen. Workout Buddy gibt es nun auf Spanisch und auch ohne Verbindung mit dem iPhone. Eine Siri-Konversation lässt sich vom Handgelenk starten, doch die meiste Arbeit erledigt das iPhone in der Nähe.\n\nDie “Wo ist?” App ist auf der Apple Watch geringfügig überarbeitet worden und vereint die Ansichten für Personen, Geräte und Objekte.\n\n## Was Apple für die Apple Watch ankündigen sollte\n\nMit so viel Apple Intelligence und dem kontextuellen Wissen drängt sich ein riesiger Bereich auf, der von den besseren Auswertungen und proaktiven Tipps profitieren wird – die Health-App. Es gibt schon lange Gerüchte, dass Apple etwas Ähnliches wie Workout Buddy, aber für die allgemeine Gesundheit bringt und einen interaktiven Coach für den Nutzer geben kann. Dies wäre eine perfekte Erweiterung der Apple Intelligence und wie für die Apple Watch gemacht. Denn selbst wenn die Auswertung auf dem iPhone passiert, kommen die meisten Daten von der Apple Watch. Die Ergebnisse dieser Auswertungen können sowohl das iPhone als auch im kleineren Format die Apple Watch präsentieren.\n\n## watchOS-Kahlschlag\n\nDie größte Überraschung ist wohl die Kompatibilitätsliste des watchOS 27. Während iOS 27 alle Geräte unterstützt, die mit iOS 26 kompatibel sind, kann man die mit watchOS 27 kompatiblen Geräte an den Fingern einer Hand aufzählen: Apple Watch SE 3, Series 10 und 11, Apple Watch Ultra 2 und 3. Die Apple Watch Ultra 2 ist ebenfalls angezählt – sie ist das einzige Gerät in der Liste, das noch auf dem SiP S9 läuft. Wahrscheinlich kappt Apple die Unterstützung nächstes Jahr.\n\n## Zu schwach für Apple Intelligence, aber zu wichtig\n\nMit der aktuellen WWDC zeigt Apple, wohin die Reise mit Apple Intelligence geht. Im Idealfall sollen die KI-Modelle auf dem Gerät laufen, ganz ohne Server Dritter oder gar eine Internetverbindung. Bei iPhones, iPads und Macs hat der Hersteller diese Zukunft schon 2017 vorbereitet: Das erste iPhone mit Neural Engine war das iPhone X. Bei den Geräten, die nicht mithalten können, schwingt Apple den Rotstift. Der heutige Kahlschlag bei den kompatiblen Modellen zeigt, dass Apple eine KI-Lösung für die Apple Watch im Ärmel hat. Doch die wird deutlich mehr Ressourcen benötigen, als die relativ aktuellen Watches sie anbieten können.",
"title": "WWDC: Apple hat die Apple Watch vergessen"
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