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"textContent": "Sichern Sie Ihre Dateien in der iCloud? Dann haben wir schlechte Nachrichten für Sie: Apples iCloud ist – genau wie vergleichbare Dienste – kein Backup-Service! Apples iCloud war und ist seit jeher ein Synchronisationsdienst, wie schon seine Vorgänger MobileMe und .Mac. Und das kann wirklich gefährlich sein.\n\nDateien, Fotos und Videos, die in der iCloud landen, liegen zunächst zweimal vor, das stimmt. Es gibt sie einmal auf dem Rechner, einmal in der Cloud. Allerdings nur kurz, nämlich bis der Mac beschließt, Speicherplatz zu sparen. Dann ist die iCloud-Version plötzlich die einzige Version der Datei. Und wenn Sie die löschen? Tja: Dann ist sie mit dem nächsten Leeren des Papierkorbs weg.\n\nPerfiderweise sichern auch Time Machine und andere Backup-Lösungen wie Backblaze oder Smart Backup die Cloud-Dateien nicht, wenn die lokale Kopie fehlt: Wird die Cloud-Version gelöscht, ist die Datei (oder das Foto!) endgültig im Datennirwana. Genau deshalb ist es so sinnvoll, eine iCloud-Backup-Strategie zu entwerfen.\n\n## Lösung 1: iCloud-Fotos und iCloud-Dateien mit Time Machine sichern\n\nDoch was tun, um dem vorzubeugen? Die wohl einfachste Methode liegt darin, alle Dateien immer auch lokal auf dem Mac vorzuhalten. Dann werden die automatisch mitgesichert, wenn ein TimeMachine-Backup (oder ein anderes Backup-Tool) läuft: die Fotos-Mediathek genau wie alle iCloud-Dateien.\n\n\n\n\n\nNur, wenn die “Speicheroptimierung” aus ist, behält der Mac die Dateien lokal für Time Machine und andere Backup-Tools vor…\n\nDafür müssen Sie nur zwei Schalter in macOS umlegen:\n\n * Einmal in den Systemeinstellungen unter „iCloud -> Drive“, wo Sie den Schalter „Mac-Speicher optimieren“ deaktivieren.\n * Und in den Einstellungen der Fotos-App, wo Sie unter „iCloud“ den Punkt „Originale auf diesen Mac laden“ setzen.\n\n\n\nDer Nachteil dieser Lösung liegt auf der Hand: Apples teure Speicher-Upgrades! Wer das 2-TB-iCloud-Abo hat und gut ausnutzt, muss mit dieser Variante einen Mac mit mindestens zwei Terabyte SSD-Speicher haben – und das ist teuer, denn iCloud braucht die interne SSD für den Datenaustausch.\n\n\n\n\n\n… das gilt natürlich auch für die Fotos-App!\n\n## Lösung 2: Wichtige Dateien immer lokal lassen\n\nWer nicht so viel Speicher am Mac zur Verfügung hat oder ihn anderweitig braucht, kann die Spar-Version dieser Vorgehensweise nutzen. Das klappt allerdings nur bei Dateien und Ordnern, nicht bei Apple Fotos: Teilen Sie Ihr iCloud-Drive in wichtige und unwichtige Dateien. Dateien, die Sie auf keinen Fall verlieren dürfen, sind wichtig. Und Zeug, das einfach nur in der iCloud abgelegt wird – etwa Downloads, Screenshots oder Installer – kann notfalls neu geladen oder erstellt werden.\n\nNavigieren Sie im Finder auf iCloud und klicken Sie Ordner mit wichtigen Dateien (oder die wichtigen Dateien selbst) mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Laden und behalten“. Auf diese Weise hält macOS automatisch lokale Kopien der iCloud-Dateien vor, die dann zyklusmäßig auch über eine Backup-Lösung wie Time Machine gesichert werden.\n\n\n\n\n\nAuf Macs mit genug Speicher sollten Sie zumindest die wichtigsten Cloud-Dateien “Laden und behalten”. So werden sie von Time Machine berücksichtigt.\n\n## Lösung 3: Alles bisweilen von Apple herunterladen\n\nWenn Sie einfach gelegentlich den Datenstand Ihrer iCloud sichern möchten, geht es sogar noch einfacher: Laden Sie einfach alle Dateien sporadisch von Apple herunter und legen Sie diesen Datenstand auf einem großen externen Laufwerk, einer anderen Cloud oder einer NAS ab. Dank der DSGVO muss Apple – wie alle Online-Dienste – diese Funktion anbieten. Und die beinhaltet alles, was in der Cloud liegt.\n\nÖffnen Sie dazu Apples Datenschutz-Website, loggen Sie sich dort ein und wählen Sie „Kopie deiner Daten anfordern“. Anschließend können Sie wählen, welche Daten Sie herunterladen wollen. Wählen Sie hier „Dateien und Dokumente auf iCloud Drive“, „iCloud Fotos“ und gegebenenfalls andere Daten, die Sie ebenfalls archivieren wollen. Nach einem Klick auf „Weiter“ können Sie außerdem eine Dateigröße für den Download wählen: Apple erstellt anschließend ZIP-Dateien in dieser Größe zum Herunterladen.\n\n\n\n\n\nApple erlaubt den händischen Download aller iCloud-Daten. Das ist allerdings sehr aufwändig.\n\nWichtig: Es kann bis zu sieben Tage dauern, bis die Daten zum Download verfügbar sind, Apple schickt dann eine E-Mail auf das iCloud-Konto. Je nach Umfang der iCloud und der Segmentierungsgröße entstehen dabei enorm viele Dateien. Eine richtige Backup-Strategie ist das also nicht, obwohl Apple diese Vorgehensweise sogar empfiehlt.\n\n## Lösung 4: Carbon Copy Cloner verwenden\n\nAlle bisherigen Lösungen sind leider in der Praxis recht aufwendig. Wenn Sie einfach ein turnusmäßiges iCloud-Backup wünschen, müssen Sie zu einer Drittanbieter-Software greifen. Hier gibt es derzeit zwei Lösungen, die ein komfortables iCloud-Backup am Mac erlauben. Etabliert ist das altbekannte Carbon Copy Cloner (44,55 Euro Einmalkauf): Das kann im Rahmen eines Backups auch Dateien beliebiger Clouds, inklusive der iCloud, herunterladen. Dazu erstellt Carbon Copy Cloner automatisch eine lokale Kopie auf der internen Festplatte, kopiert diese auf das Backup-Medium und löscht die lokale Kopie anschließend wieder. Das hat den großen Vorteil, dass nicht viel Mac-Speicher benötigt wird.\n\nDie Investition in Carbon Copy Cloner kann sich lohnen. Als praktische und deutlich flexiblere Time-Machine-Alternative ist das Programm seit Langem bewährt und erlaubt zum Beispiel auch Backups von Netzwerk-Medien von SMB- oder WebDAV-Freigaben, was bei Time Machine nicht möglich ist. Backups sind nicht proprietär, können also auch ohne die App geöffnet werden. Allerdings kann Carbon Copy Cloner keine iCloud-Fotos sichern.\n\n\n\n\n\nCarbon Copy Cloner kann Dateien aus iCloud und anderen Cloud-Diensten auf externe Laufwerke sichern.\n\n# Lösung 5: Parachute Backup einsetzen\n\nGenau hier kommt das zweite Tool ins Spiel: Parachute Backup (14,99 Euro Einmalkauf) sichert genau wie Carbon Copy Cloner Dateien aus der Cloud, indem es sie nur für das Backup kurz herunterlädt und die lokale Kopie anschließend wieder löscht.\n\nZusätzlich kann es aber auch Fotos und Videos, die ausschließlich in der iCloud gelagert werden, sowie lokale Dateien oder Dateien aus anderen Cloud-Diensten oder Netzwerk-Freigaben automatisch sichern. Auch die Backups von Parachute sind nicht proprietär.\n\n\n\n\n\nIst die iCloud voll, dauert es. Doch Parachute-Backup hilft zuverlässig beim Backup der iCloud-Daten.\n\nParachute Backup ist zwar relativ neu und erst seit 2025 verfügbar. Es hat zwar bereits viel Lob erhalten und wird aktiv entwickelt. Allerdings ist es noch fraglich, ob die Entwickler bei dem relativ günstigen Preis der App bleiben und ob die App sich wie CCC dauerhaft als Backup-App etablieren kann. Wünschenswert wäre es, denn derzeit ist die App die einzige echte iCloud-Backup-Lösung für den Mac. Übrigens: Das Tool gibt es auch für iPhone und iPad.\n\n## Fazit: Das Backup von iCloud-Dateien ist lästig – muss aber sein\n\nAuch, wenn es lästig erscheint, es ist essenziell, zu verstehen, dass Kopien in der iCloud kein echtes Backup sind. Die wenigsten Macs verfügen über genug internen Speicher, um alle Dateien und vor allem die oft riesige Foto-Mediathek ständig lokal vorzuhalten. Dadurch fallen sie durch das Time-Machine-Raster. Umso wichtiger ist es daher, gelegentlich alle ausschließlich in der iCloud gelagerten Dateien, Fotos und Videos auf einer externen Festplatte abzulegen. Nur so können Sie Datenverlust effektiv verhindern.",
"title": "Datenverlust vermeiden: So sichern Sie iCloud-Dateien und iCloud-Fotos korrekt"
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