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Apple wird am Montag alle enttäuschen – wegen zu hoher Erwartungen

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] June 5, 2026
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Na, sind Sie auch schon im WWDC-Fieber und haben sich das schicke Hintergrundbild mit dem Logo der diesjährigen Apple-Entwicklerkonferenz auf den Mac geladen? WWDC – weit wichtiger als die WM, die am Donnerstag kommender Woche in Mexiko-Stadt beginnt, wenn nicht ewig weit nordwestlich davon in Cupertino Apple-Ingenieure und die ausgewählten Entwickler vor Ort ihre Sachen schon wieder zusammenpacken.

Anpfiff ist am Montag, den 8. Juni, um 10 Uhr Ortszeit im Silicon Valley, also um 19 Uhr MESZ. Wobei das vorproduzierte Video nicht mit einem kräftigen Atemstoß in eine Trillerpfeife beginnen wird, sondern mit Lounge-Musik, einem animierten WWDC-Logo, das nach einer virtuellen Kamerafahrt über den Apple Park zu etwas schmissigerer Musik in einen humorvoll gemeinten Kurzfilm mit Apples wichtigsten Protagonisten mündet. Hoffentlich ist das in diesem Jahr nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht.

Aber ich will nicht schon jetzt schlechte Stimmung verbreiten, denn die kommt am Montagabend von ganz allein. Schuld daran sind die hohen Erwartungen, die nicht nur wir vor solchen Events auch noch kräftig schüren. Wir dürfen aber nicht vergessen: Bei der WWDC handelt es sich nicht um eine Produkt-Show, sondern um eine Entwicklermesse, die sich vor allem um Software dreht. Zwar hat Apple in der Vergangenheit immer wieder mal spektakuläre (iMac Pro, Mac Pro, Vision Pro) oder nützliche (Macbook Air M2) Hardware vorgestellt, das ist aber eher die Ausnahme.

In diesem Jahr kommt noch erschwerend hinzu, dass Apple seine Software nicht schon wieder neu zu erfinden versucht, wie es etwa letztes Jahr mit der neuen Nomenklatur und dem Liquid-Glass-Design passiert ist. Im Gegenteil: Das Finetuning, das wir erwarten dürfen, ist essenziell. Die neuen Funktionen von iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und anderen werden überschaubar sein.

Das gilt natürlich nicht für Apple Intelligence und die neue Siri. Wobei: Was Apple vor zwei Jahren versprochen hatte, sollte jetzt endlich wahr werden. Hier lauert mit Sicherheit die größte Gefahr für nachhaltige Enttäuschung, wenn Softwarechef Craig Federighi und der designierte neue CEO John Ternus den Veröffentlichungstermin der neuen Siri mit „later this year“ ansetzen. Dafür hätte man dann zwei Stunden eines hoffentlich lauen Sommerabends vor der Glotze verbracht, anstatt im freundlichen Abendlicht auf Terrasse oder Balkon ein gutes Buch zu lesen? Ich kann mir die Kommentare der Enttäuschten schon jetzt vorstellen – und auch die der KI-Skeptiker.

Vielleicht sollte man seine Erwartungen einfach zurückschrauben. Das können wir auch einigen Anhängern des DFB-Teams empfehlen, die fest davon ausgehen, dass die Nagelsmänner diesmal wirklich ein großes Turnier gewinnen.

Apple wird am Montagabend zeigen, dass es seinen Job gemacht und offensichtliche Ungereimtheiten beseitigt und Lücken geschlossen hat. Vorrunde endlich mal wieder überstanden, gewissermaßen, der Rest kann dann nur noch erfreuen.

Wir von der Macwelt werden das Spiel am Montag live kommentieren und im Nachgang ausführlich einordnen. Das dürfen Sie von uns erwarten und wir werden wie immer alles dafür tun, Sie nicht zu enttäuschen.

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