Neue Siri als Beta zur WWDC 2026 – mit einzigartigen Privatsphäre-Einstellungen
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May 18, 2026
Zwei Jahre nach der ursprünglichen Ankündigung einer überarbeiteten Siri soll die neue Sprachassistenz nun endlich kommen: Zunächst in einer Beta-Version pünktlich zur WWDC 2026 Anfang Juni, berichtet Mark Gurman von Bloomberg.
Mit deutlicher Verspätung und sogar einer verlorenen Klage in den USA gehört die neue Siri nicht gerade zu den Glanzleistungen der letzten Jahre, doch Apple muss endlich liefern. Die erste Beta soll demnach pünktlich zur WWDC 2026 erscheinen. Die neue Siri soll, wie zuvor berichtet, hauptsächlich auf Google Gemini basieren, statt auf eigenen Modellen.
Da Vieles über Systeme eines Drittanbieters laufen wird – in diesem Fall Google –, sind noch Fragen zur konkreten Gewährleistung von Datenschutz offen, denn als Unternehmen, das seine Reputation darauf aufgebaut hat, sollte man nichts dem Zufall überlassen.
Einen Ansatz kennen wir bereits von der aktuellen Implementierung von Apple Intelligence: Mit iOS 26 hat Apple zur Unterstützung von Siri ChatGPT integriert, das bei Bedarf aufgerufen werden kann. Anfragen an ChatGPT werden jedoch so gut es geht mithilfe von Private Cloud Compute verschleiert, indem sie vorher über Apple-Server verschickt und anonymisiert werden. Je nachdem, wie Gemini in Apple Intelligence bzw. Siri eingebunden wird – denkbar wäre etwa Google-Code in separaten, für Apple reservierten Rechenzentren –, könnte es ähnlich aussehen.
Da Siri sich in iOS 27 endlich in einen Chatbot verwandeln soll, steht außerdem noch die Frage der Datenspeicherung im Raum. Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini speichern Konversationen über längere Zeiträume – in der Regel sogar unendlich lang. Das hilft einerseits, aus Ihren bisherigen Anfragen zu lernen und sich darauf beziehen zu können, andererseits werden eben teils riesige Datensätze über Sie gespeichert.
Apple will Gurman zufolge einen anderen Ansatz verfolgen und sich einerseits an Messages orientieren, wo Sie einstellen können, ob Sie Nachrichten 30 Tage, ein Jahr oder unbegrenzt speichern möchten, und andererseits soll es Einschränkungen geben, welche Art von Daten überhaupt gespeichert werden.
Wenn Apple es richtig anstellt, könnte das Unternehmen mit diesem Ansatz durchaus erfolgreich sein – sofern er die Funktionalität nicht beeinträchtigt.
Die WWDC 2026 beginnt am 8. Juni mit der Keynote, auf der die wesentlichen Neuerungen in den nächsten Versionen von Apples Betriebssystemen, also iOS 27, macOS 27, iPadOS 27, watchOS 27 und tvOS 27, vorgestellt werden.
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