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"publishedAt": "2026-05-15T10:00:00.000Z",
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"Macbook Neo",
"„Magic Pointer“",
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"textContent": "Google scheut sich nicht, mit ausgefallenen Konzepten zu experimentieren. Das Unternehmen ist dafür bekannt, jedes Jahr Dutzende von Produkten auf den Markt zu bringen und wieder einzustellen; sein virtueller Friedhof beherbergt mittlerweile mehr als 300 davon. Diese Woche startete der neueste öffentliche Beta-Test: ein KI-gestütztes Chromebook mit dem Namen „Googlebook“.\n\nGooglebooks – nicht zu verwechseln mit Google Books, dem E-Book-Shop von Alphabet – sind eine neue Reihe von Premium-Laptops, deren Herzstück die Gemini Intelligence bildet. Die Geräte, die im Herbst auf den Markt kommen sollen, besitzen fünf herausragende Funktionen, von denen sich Google erhofft, dass sie einen neuen Standard im Bereich von Computern setzen werden. Das gesamte Konzept wirkt wie eine Reaktion auf die Bedrohung durch Apples Macbook Neo und aktualisiert die Chromebook-Marke mit moderner Architektur und neuen Funktionen.\n\nEin genauerer Blick auf Googles Ankündigung und Marketingmaterialien zeigt jedoch, dass die neue Marke unter einer Identitätskrise leidet. Dem Googlebook fehlt offenbar eine klare Ausrichtung oder ein klarer Zweck, und es besteht die Gefahr, dass es die jahrzehntelange Gerätefragmentierung, unter der Android leidet, weiter verschärft. Bei Chromebooks wussten die Kunden, was sie bekamen, doch beim Googlebook ist das nicht wirklich der Fall.\n\nAnstatt Nutzer davon abzuhalten, zu Apple zu wechseln, macht Google die Entscheidung für den Kauf eines Macbook Neo einfacher denn je.\n\n## Verzwickte Softwaresituation\n\nWie beim Chromebook ist auch beim Googlebook die Software das wichtigste Verkaufsargument. Auf dem Laptop läuft eine verbesserte Variante von ChromeOS mit nativen KI-Integrationen. Das herausragende Feature ist laut Google „Magic Pointer“, mit dem Gemini gezielt Fragen beantworten und Aufgaben ausführen kann. Wenn Sie also beispielsweise ein Datum in einer E-Mail markieren, können Sie direkt einen entsprechenden Termin in der Kalender-App hinzufügen. Sie könnten auch mit der Maus über mehrere Bilder fahren und Gemini ein Mashup erstellen lassen oder über eine Reihe von Zahlen fahren, um sofort ein Diagramm zu erstellen.\n\nGoogles neuer Magic Pointer ist eine ausgefeilte Version dessen, was Mac-Nutzer bereits tun können.\n\nGoogle\n\nDas Ganze ist sehr raffiniert, aber „Magic Pointer“ ist kein wirklich originelles Konzept. macOS ermöglicht es Nutzern schon seit Langem, Kalenderereignisse sofort zu erstellen, indem sie in Text und Bildern erkannte Daten auswählen. Und mit Apple Intelligence können Sie bereits über die native ChatGPT-Integration (und bald auch über die neue Siri) nach Elementen auf dem Bildschirm fragen. Was das Zusammenfügen von Bildern mithilfe von KI angeht, benötigen die meisten Desktop-Nutzer ein solches Tool nicht im Alltag, und diejenigen, die es benötigen, könnten die gewünschten Bilder einfach auf ChatGPT oder Gemini hochladen und diese auffordern, die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen.\n\nAbgesehen von der KI ist das Betriebssystem des Googlebooks im Wesentlichen eine KI-optimierte Version von ChromeOS. Als solches leidet es unter denselben wesentlichen Einschränkungen wie Chromebooks, darunter die begrenzte Auswahl an professionellen Desktop-Tools, und schreckt gleichzeitig Nutzer ab, die eine reduzierte, schlanke Benutzeroberfläche benötigen. Es ist nicht das umfassende Desktop-Betriebssystem, das Sie mit einem Macbook Neo erhalten.\n\nEs ist auch erwähnenswert, dass das Googlebook eine aktive Internetverbindung benötigt, damit die KI-Funktionen funktionieren. Dies lässt vermuten, dass der Magic Pointer durch ein einfaches Betriebssystem-Update problemlos in bestehende Chromebook-Modelle hätte integriert werden können. Die neue Marke scheint keine nennenswerten Hardware-Upgrades zu bieten, die diese Exklusivität rechtfertigen würden. Es wirkt fast so, als würde Google verzweifelt nach neuen Wegen suchen, um das Schlagwort „KI“ seinen Produkten aufzuzwingen.\n\n## KI-generierte Widgets\n\nDas zweite Highlight des Googlebooks sind benutzerdefinierte Widgets mithilfe von KI. Sie könnten Gemini beispielsweise bitten, ein Widget für Ihren bevorstehenden Urlaub zu erstellen, das persönliche Daten wie relevante Buchungen, Fotos, einen Countdown-Timer und so weiter zusammenfasst.\n\nDas Macbook Neo unterstützt bereits Desktop-Widgets, sodass Nutzer kleine Datenhäppchen aus ihren Lieblings-Apps hinzufügen können. Und Nutzer können benutzerdefinierte Widgets erstellen, die verschiedene Elemente mithilfe von Apps von Drittanbietern integrieren. Auch wenn macOS-Widgets vielleicht nicht so intuitiv oder personalisiert sind wie die Anfrage an einen KI-Chatbot, sind sie doch effektiv. Außerdem: Wie oft ändert man schon sein Desktop-Layout und erstellt oder fügt neue Widgets hinzu?\n\nSie können auf Ihren Googlebooks auf Ihre Android-Apps zugreifen – genau wie iPhone-Nutzer dies mit dem Macbook Neo tun können (zumindest außerhalb von Europa).\n\nGoogle\n\n## Eingeschränkte Smartphone-Spiegelung\n\nApropos Software: Googlebooks unterstützen auch Android-Smartphones in der Nähe. Macbook-Neo-Nutzer – zumindest diejenigen außerhalb der EU, denn hier ist die Funktion immer noch nicht verfügbar – sind wahrscheinlich mit iPhone Mirroring vertraut, Apples Version dieser Funktion. Befindet sich ein iPhone in der Nähe, können Sie ganz einfach auf eine Live-Ansicht Ihrer Benachrichtigungen, Live-Aktivitäten, Apps und Widgets zugreifen – direkt auf dem Bildschirm Ihres Macs.\n\nBasierend auf Googles Demo dürfte die Umsetzung der Smartphone-Spiegelung bei Googlebooks eingeschränkter sein. Zwar wird die Weiterleitung von Benachrichtigungen unterstützt, doch können Nutzer offenbar keine virtuelle Ansicht ihres Smartphones starten und damit interagieren. Stattdessen beschränkt sich die Funktion darauf, darauf installierte Apps zu öffnen. Es handelt sich eher um eine App-Spiegelung als um eine Smartphone-Spiegelung, und Nutzer haben weniger Kontrolle darüber, was sie über ihren Laptop auf ihrem Smartphone ausführen können.\n\n## Drahtloser Dateizugriff\n\nDer drahtlose Dateizugriff ist ein weiterer Vorteil vom Googlebook. Mit dieser Funktion können Sie die lokalen Dateien Ihres Android-Smartphones sofort von Ihrem Laptop aus durchsuchen. Das ist zwar praktisch, doch Apple bietet bereits eine komfortable Dateisynchronisierung und -freigabe sowie eine Reihe von Continuity-Tools auf iOS und macOS an.\n\nViele Apple-Nutzer speichern alle ihre iPhone-Dateien in iCloud, wodurch diese sowie alle vorgenommenen Änderungen standardmäßig jederzeit auf ihren Macs verfügbar sind (und umgekehrt). Für größere lokale Dateien ist Airdrop ein zuverlässiges Tool, das Bluetooth und Wi-Fi Direct für eine schnelle Datenübertragung nutzt. Sie können zudem Text und Bilder zwischen iOS und macOS kopieren und einfügen oder Dateien per Drag & Drop zwischen einem iPad und einem Mac verschieben. Wenn Sie sich für ein Macbook Neo entscheiden, entgeht Ihnen hier nicht wirklich viel.\n\nGoogle setzt mit Googlebooks auf drahtlose Dateifreigabe.\n\nGoogle\n\n## Premium-Branding\n\nDas letzte Highlight des Googlebooks ist seine hochwertige Verarbeitung, was wahrscheinlich bedeutet, dass es teurer sein wird als das Standard-Chromebook. Selbst wenn es genauso gut aussieht und sich genauso gut anfühlt wie ein Macbook Neo, ist es zweifelhaft, dass Googlebooks preislich mit Apples Laptop mithalten können.\n\nDas ist Googles Hauptvorteil gegenüber dem Neo. Viele Kunden nehmen die Einschränkungen der Chromebooks aufgrund ihrer Erschwinglichkeit in Kauf. Den Googlebooks zu Premium-Geräten zu machen und gleichzeitig das eingeschränkte Betriebssystem beizubehalten, rechtfertigt die erhöhten Kosten nicht.\n\nUnd angesichts der Tatsache, dass das Macbook Neo bereits alles kann, was ein Googlebook kann, und das für nur 699 Euro (bzw. 599 US-Dollar für Studierende), lenkt Google Kunden wahrscheinlich eher zum Neo, als sie davon abzubringen.\n\n**Aktuell bester Preis: Macbook Neo**\n\nShop\n\nPreis\n\n$599\n\nJetzt ansehen\n\nBei Amazon ansehen\n\nPreisvergleich (über 24.000 Shops weltweit)\n\nProdukt\n\nPreis\n\nPreisvergleich von Backmarket",
"title": "Google hat die beste Werbung fürs Macbook Neo gemacht"
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