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Ugreen NASync DXP4800 Pro und DXP6800 Pro im Test – NAS-Konkurrenz für Synology und QNAP

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] May 13, 2026
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Auf einen Blick

Unsere Wertung

Pro

  • Starke CPU
  • Ausgezeichnete Datentransferraten
  • Zwei M.2 NVMe Steckplätze
  • Sehr leise
  • Geringer Stromverbrauch

Kontra

  • Kein Thunderbolt 4

Fazit

Das DXP4800 Pro ist eine uneingeschränkte Empfehlung für kleine Arbeitsgruppen, Medienschaffende und Heimanwender mit etwas mehr Leistungsbedarf. Es arbeitet leise genug für den Arbeitsplatz, verbraucht überraschend wenig Strom und bietet im Apple-Umfeld als Datei-, Backup- und Medienserver alles, was man benötigt. Wer bereit ist, mit einer noch wachsenden Software-Plattform zu leben, bekommt hier außergewöhnlich viel Hardware für sein Geld.

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Ugreen

UGREEN NASync DXP6800 Pro

Pro

  • Starke CPU
  • Ausgezeichnete Datentransferraten
  • Zwei M.2 NVMe Steckplätze
  • Zwei Thunderbolt 4
  • SD 4.0 Speicherkartenleser

Kontra

  • Laut
  • RAID5 Erzeugen dauert lange

Aktuell bester Preis:

Der DXP6800 Pro richtet sich an professionelle Anwender, die mehr Laufwerksschächte, Thunderbolt 4 und volle Erweiterbarkeit per PCIe benötigen – und einen eigenen Raum für das NAS haben, denn leise ist er nicht. Wer diese Voraussetzungen mitbringt, bekommt ein leistungsstarkes System, das Docker-Anwendungen, virtuelle Maschinen und hohe Datendurchsätze souverän meistert und den Vergleich mit deutlich teureren Konkurrenten nicht scheuen muss.

Ugreen ist vielen Apple-Nutzern vor allem als Hersteller von Ladegeräten, Docking-Stationen und Kabeln bekannt. Seit 2024 wagt sich die Marke jedoch in ein völlig neues Terrain: Mit der NASync-Serie tritt Ugreen in direkte Konkurrenz zu etablierten NAS-Anbietern wie Synology und QNAP.

Die Geräte, die als Kickstarter-Kampagne gestartet sind, sind inzwischen regulär im Handel erhältlich. Wir haben uns die beiden Topmodelle der aktuellen Pro-Linie, den vierschachtigen DXP4800 Pro und den sechsschachtigen DXP6800 Pro, genauer angeschaut.

Erster Eindruck

Allein der kleinere DXP4800 Pro bringt sechs Kilogramm auf die Waage und macht damit von Anfang an klar, dass Ugreen bei den Materialien nicht gespart hat. Das Metallgehäuse wirkt robust und professionell, die Verarbeitung hinterlässt auf Anhieb einen soliden Eindruck.

Der DXP4800 Pro überrascht mit einem besonders kompakten Gehäuse mit nur 17,8 Zentimeter Breite und bietet dennoch zwei M.2-NVMe-SSD-Steckplätze sowie eine üppige Anschlussausstattung, zu der ein 10-Gigabit-Ethernet-Port, ein 2,5-Gigabit-Ethernet-Port, ein frontseitiger USB-C-3.2-Gen2-Anschluss und ein USB-A-3.2-Gen1-Anschluss sowie ein rückseitiger USB-A-3.2-Gen2-Anschluss und zwei USB-2.0-Anschlüsse, ein SD3.0-Kartenleser und ein HDMI-Ausgang gehören.

Da im kompakten Inneren kein Platz mehr für ein Netzteil blieb, setzt Ugreen beim DXP4800 Pro auf ein externes Netzteil – ein üblicher Kompromiss in dieser Formfaktorklasse.

Beim DXP6800 Pro sieht die Sache anders aus: Das mit 25,8 Zentimetern deutlich breitere Gehäuse – mit 6,4 Kilogramm nochmals etwas schwerer – bietet genug Raum für ein internes Netzteil und gleich zwei 120-Millimeter-Lüfter. Die Anschlussausstattung entspricht weitgehend der des kleineren Modells, allerdings gibt es zwei wichtige Ergänzungen.

Zum einen stehen zwei 10-Gigabit-Ethernet-Ports statt eines einzigen zur Verfügung und zum anderen sind die beiden USB-C-Anschlüsse an der Front Thunderbolt-4-kompatibel.


Einrichtung ganz Easy

Der Einbau der Laufwerke ist bei beiden NAS schnell erledigt. Die Schächte für 3,5-Zoll-Festplatten sind werkzeuglos ausgelegt. Träger auseinanderziehen, Laufwerk einlegen, einrasten – fertig. Der Mechanismus funktioniert zuverlässig und fühlt sich trotz Kunststoffverarbeitung hochwertig an.

Wer jedoch 2,5-Zoll-Laufwerke auf den Trägern oder NVMe-SSDs in den M.2-Slots verbauen möchte, kommt nicht ohne Schraubenzieher aus. Die M.2-Slots beider Geräte sind als PCIe-4.0-x4-Schnittstelle ausgelegt und infolgedessen für schnelle SSDs geeignet. Wärmeleitpads für die NVMe-Laufwerke sind im Lieferumfang enthalten.

Nach dem Einbau der Laufwerke übernimmt Ugos Pro, das hauseigene Betriebssystem von Ugreen. Die Ersteinrichtung gelingt über die Desktop-App oder den Webbrowser, der das NAS automatisch im Netzwerk findet. Die Oberfläche erinnert an ein schlankes Desktop-OS mit Icons, App-Übersicht und Einstellungsmenüs.

Das Anlegen von Speicherpools und Laufwerken ist übersichtlich gelöst und direkte Links zum Handbuch und zu Online-Hilfen sind jederzeit abrufbar. Die umfangreiche Dokumentation ist für Einsteiger ohne NAS-Erfahrung aber nicht immer auf Anhieb verständlich.

RAID und Speicherverwaltung

Die RAID-Konfiguration ist klar strukturiert und gut zugänglich. Unterstützt werden die Modi JBOD, Basic sowie RAID 0, 1, 5, 6 und 10. Damit ist die Bandbreite von einfachem Zusammenschluss bis zu ausfallsicheren Verbünden mit Parität abgedeckt. Der Aufbau eines RAID-Verbunds kann je nach RAID-Modus und Laufwerksgröße mehrere Stunden dauern.

Dies ist jedoch keine Ugreen-spezifische Eigenheit, sondern dem Prozess geschuldet. Hot-Swap wird unterstützt. Ein defektes Laufwerk lässt sich im laufenden Betrieb austauschen. Der Rebuild wird dann im Speichermanager angestoßen. Auch der Austausch gegen größere Laufwerke oder die Erweiterung eines bestehenden Verbunds funktioniert, abhängig vom RAID-Modus, ohne Einschränkungen.


Apps, Funktionen und Sicherheit

Für eine noch junge Plattform ist der Funktionsumfang von Ugos Pro hervorragend. Neben der Benutzer- und Rechteverwaltung unterstützt das System gängige Dateidienste von SMB über NFS bis WebDAV, einschließlich eines Time-Machine-Servers für Mac-Nutzer.

Am DXP6800 Pro lassen sich die beiden 10-Gigabit-Ethernet-Ports per Link Aggregation bündeln, um die Bandbreite zu steigern. Alternativ kann der zweite Port als Netzwerkbrücke für einen direkt angeschlossenen Mac konfiguriert werden.

Beim Thema Sicherheit sind die wichtigsten Schutzmechanismen vorhanden. Firewall, DoS-Schutz und Zwei-Faktor-Authentifizierung gehören ebenso zum Lieferumfang wie ein Virenscanner im App-Center. Das App-Center selbst wächst kontinuierlich, hinkt aber noch hinter Synologys DSM oder QNAPs QTS her. Von Docker über Cloud-Drive-Anbindungen und virtuelle Maschinen bis zu Medienservern sind bereits viele praktische Apps verfügbar und vieles weitere ist in Entwicklung.

Besonders interessant ist die Möglichkeit des Remote-Zugriffs: Neben dem klassischen DDNS bietet Ugreen mit UgreenLink einen eigenen Dienst, über den sich das NAS bequem aus dem Internet erreichen lässt, ohne dass komplizierte Portfreigaben am Router erforderlich sind. Überdies können einzelne Ordner oder Fotoalben gezielt für andere freigegeben werden. Dies ist unkompliziert umgesetzt und macht das Ugreen-NAS zur vollwertigen privaten Cloud.

Medienserver und Multimedia-Apps

Ugos Pro verfügt über einen integrierten DLNA-Server, mit dem sich Medien im Heimnetzwerk streamen lassen. Im App-Center stehen darüber hinaus spezialisierte Anwendungen für Filme, Musik und Fotos bereit: „Theater” übernimmt die Verwaltung von Filmen und Fernsehserien und lässt sich über die iOS-Ugreen-App oder direkt per HDMI-Ausgang auf einem Bildschirm nutzen.

Für Musik steht eine eigene Verwaltungs-App bereit. Wer den populären Open-Source-Medienserver Jellyfin nutzen möchte, kann diesen ebenfalls über das App-Center installieren. Wer lieber Plex nutzen möchte, kann diesen über Docker einrichten, ebenso wie die Fotoverwaltung Immich.

Fotos App

Hervorzuheben ist insbesondere die hauseigene Fotos-App. Ihre übersichtliche Oberfläche ist auf das Wesentliche reduziert, ohne dass dabei auf Funktionen verzichtet werden muss. Eine KI-gestützte Erkennung sortiert Aufnahmen automatisch nach Personen, Orten und Objekten. Bedingte Alben lassen sich anhand von Metadaten wie Datum, Kamera oder Stichwort anlegen.

Wer sein Smartphone-Fotoarchiv sichern möchte, kann dies bequem im Hintergrund über die Ugreen-NAS-App erledigen – dieselbe App, über die sich auch alle anderen Apps, Einstellungen und Dateien auf dem NAS verwalten lassen. Ordner und Fotoalben können gezielt mit Freunden und Familie geteilt werden, ohne dass diese ein eigenes Konto benötigen.

Backup-Server

Mac-Nutzer können die Ugreen NAS unkompliziert und zuverlässig als Time-Machine-Ziel einrichten. Das Foto-Backup vom iPhone oder iPad läuft automatisch im Hintergrund über die Ugreen-NAS-App, sobald das Gerät im Heimnetzwerk eingebucht ist.

Ansonsten lassen sich Ordner zwischen Mac und NAS synchronisieren, was sich beispielsweise für Projektordner eignet, die stets auf beiden Seiten aktuell gehalten werden sollen. Wer mehrere Ugreen-NAS im Einsatz hat, kann auch diese direkt miteinander synchronisieren.

In unserem Test haben wir diese Funktion genutzt, um einen Mac Studio M4 Max und ein Macbook Air M3 miteinander zu synchronisieren. Dabei dient das NAS als gemeinsamer Mittelpunkt, über den beide Rechner stets auf denselben Datenstand zugreifen. Das funktioniert im Alltag reibungslos und ohne weiteres Zutun.

Performance

Wir haben die Übertragungsraten mit Helios Lantest über das 10-Gigabit-Ethernet-Interface gemessen und dabei zwei Laufwerke jeweils im RAID-0-Verbund betrieben. Dies ergibt die bestmögliche Datentransferrate und eignet sich gut zum Vergleich der reinen Hardware-Leistung beider Systeme.

Der DXP4800 Pro erreicht mit Festplatten 538 MB/s beim Lesen und 320 MB/s beim Schreiben. Mit einer SSD steigen die Werte deutlich auf 808 MB/s beim Lesen und 439 MB/s beim Schreiben.

Damit nähert er sich der theoretischen Grenze des 10-Gigabit-Ethernet-Interfaces von rund 1.250 MB/s spürbar an. Der DXP6800 Pro erreicht beim Lesen mit Festplatten 453 MB/s und beim Schreiben 328 MB/s. Mit der eingebauten Seagate Firecuda SSD steigen die Werte deutlich auf 828 MB/s beim Lesen und 561 MB/s beim Schreiben.

CPU-Auslastung und Temperatur

Beim Datentransfer steigt die CPU-Auslastung des DXP4800 Pro um rund 22 Prozent, während der DXP6800 Pro mit seinem Intel-Core-i5-1235U-Prozessor nur etwa 15 Prozent zulegt – der stärkere Prozessor arbeitet also hier effizienter. Die CPU-Temperaturen blieben in beiden Fällen auch im Dauertest stabil: Der DXP4800 Pro erreichte 46 Grad Celsius, der DXP6800 Pro 40 Grad Celsius. Dies sind unkritische Werte, die zeigen, dass die Kühlung gut ausgelegt ist.

Energieverbrauch

Wir haben den Energieverbrauch mit einem Eve-Energy-Smartplug gemessen. Der DXP4800 Pro bewegt sich im Betrieb mit vier Festplatten und einer SSD zwischen 24 Watt im Leerlauf und 46 Watt unter Last. Über mehrere Tage gemessen, ergibt sich ein Verbrauch zwischen 3,98 Wh und 7,62 Wh. Zum Vergleich: Ein Synology DS923+ liegt im selben Test zwischen 6,77 und 8,47 Wh.

Der DXP6800 Pro liegt im selben Test zwischen 5,68 Wh und 7,9 Wh. Zum Vergleich der Ugreen iDX6011 Pro zwischen 5,13 Wh und 6,80 Wh. Man erkennt, dass Ugreen trotz der leistungsstarken Prozessoren den Energieverbrauch perfekt im Griff hat.

Empfehlung

Ugreen überzeugt mit einem hilfreichen Einrichtungsassistenten sowie einer guten Grundausstattung an Apps und Funktionen. Wer ein NAS im Apple-Umfeld als Datei- und Backup-Server nutzen möchte, findet hier alles Nötige: Die macOS- und iOS-App ist übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen, die Mac-Synchronisierung ist unkompliziert einzurichten und das iOS-Foto-Backup läuft zuverlässig im Hintergrund.

Allerdings fehlen in der Fotos-App noch IPTC-Metadaten wie Sternebewertungen und Stichworte, was für professionelle Fotografen ein spürbarer Nachteil ist. Die Entwickler arbeiten jedoch bereits daran.

Die Laufwerkskonfiguration ist unkompliziert und Änderungen am Speicher werden zur Sicherheit immer per Passwort bestätigt. Was die Lautstärke betrifft, arbeitet der DXP4800 Pro sehr leise und kann problemlos am Arbeitsplatz stehen. Der DXP6800 Pro ist selbst im leisen Lüftermodus noch merklich lauter und sollte in einem separaten Raum stehen, wobei die eingesetzten Festplatten ebenfalls eine Rolle spielen.

Den DXP4800 Pro empfehlen wir uneingeschränkt für kleine Arbeitsgruppen, Medienschaffende und Heimanwender mit etwas mehr Leistungsbedarf. Der DXP6800 Pro richtet sich an professionelle Anwender, die mehr Schächte und einen eigenen Raum für das NAS haben. Genügend Leistung für die meisten Aufgaben – inklusive anspruchsvoller Docker-Anwendungen – bieten beide und tragen den Zusatz „Pro” damit zu Recht.

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Technische Daten im Überblick

Merkmal| DXP4800 Pro| DXP6800 Pro CPU| Intel Core i3-1315U (6-Kern, bis 4,5 GHz)| Intel Core i5-1235U (10-Kern, bis 4,4 GHz) RAM (serienmäßig)| 8 Gigabyte DDR5-5600| 8 Gigabyte DDR5-4800 RAM (maximal)| 96 Gigabyte| 64 Gigabyte System-SSD| 128 Gigabyte (intern)| 128 Gigabyte (intern) SATA-Einschübe| 4| 6 M.2-NVMe-Slots| 2× (PCIe 4.0 x4)| 2× (PCIe 4.0 x4) PCIe-Erweiterungsslot| –| 1× PCIe 4.0 x4 Netzwerk| 1× 10 GbE, 1× 2,5 GbE| 2× 10 GbE Thunderbolt 4| –| 2× (vorne) USB (vorne)| USB-C 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s), USB-A 3.2 Gen1 (5 Gbit/s)| USB-A 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) USB (hinten)| USB-A 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s), 2x USB-A 2.0| USB-A 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s), 2× USB-A 2.0 SD-Kartenleser| SD 3.0| SD 4.0 HDMI| 1× HDMI 2.0 (4K)| 1× HDMI 2.0 (8K) RAID| JBOD, Basic, RAID 0/1/5/6/10| JBOD, Basic, RAID 0/1/5/6/10 Max. Kapazität| 136 Terabyte| 208 Terabyte Betriebssystem| UGOS Pro| UGOS Pro Preis (UVP)| ca. 700 Euro| ca. 1.030 Euro

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