{
"$type": "site.standard.document",
"bskyPostRef": {
"cid": "bafyreibb2czsmwk4nqr4m2oqshhlbnovqhbiub5kcz35sy7ldzm5bnz6ey",
"uri": "at://did:plc:6uy6dye3ds6ue6ntb4ve5fsy/app.bsky.feed.post/3mkqd2y672dz2"
},
"coverImage": {
"$type": "blob",
"ref": {
"$link": "bafkreigclt7p5etaeiphulslxpy75eex3ghprtzjjsqc3cewn2pz2ssyti"
},
"mimeType": "image/jpeg",
"size": 2429913
},
"path": "/article/3118888/mac-mini-neo-konzept-zukunft-oder-wunschdenken.html",
"publishedAt": "2026-04-30T13:45:00.000Z",
"site": "https://www.macwelt.de",
"tags": [
"Mac Mini",
"unserem Test",
"iPhone 16 Pro",
"einem Mac Mini",
"nämlich noch 2026 erscheinen",
"Jetzt ansehen",
"Bei Amazon ansehen",
"ist das Macbook Neo nicht ideal",
"laut Tests von Andrew Tsai",
"Das aktuelle Modell"
],
"textContent": "Bei unserem Test des Macbook Neo hat mich überrascht, wie schnell und leistungsfähig sich der günstige Rechner im Alltag anfühlt. Zwar arbeitet im Inneren „nur“ der Chip eines iPhone 16 Pro, und ein aktuelles Macbook Air ist deutlich flotter – für typische Office- und Heimaufgaben reicht die Performance jedoch völlig aus.\n\nDer für das iPhone entwickelte Chip A18 Pro kann in dem neuen Macbook nämlich erstmals zeigen, welche Leistung wirklich in ihm steckt. Wäre er aber auch in einem Mac Mini denkbar? Die These tauchte in den Medien schon kurz nach Erscheinen des Macbook Neo auf und wurde sicher auch von Apple selbst erwogen.\n\nWas hätte Apple davon? Ein Mac Mini Neo – oder Mac Neo – könnte ein toller Einstiegsrechner für Schüler, Studierende und Homeoffice-Nutzer werden, primär könnte Apple den neuen Mac zu einem konkurrenzlosen Preis anbieten.\n\nDie für das iPhone in Massen produzierten A18-Chips sind schon durch den knappen Arbeitsspeicher deutlich günstiger als jeder M5- oder M4-Chip sein kann, und Apple könnte so ganz neue Nutzergruppen erreichen.\n\nSchon dieses Jahr wäre eine gute Gelegenheit für einen günstigen Desktop: Eine neue Generation des Mac Mini soll nämlich noch 2026 erscheinen. Apple könnte das Modell nutzen, um die übrigen Macs indirekt teurer zu machen – ähnlich wie beim Macbook Air.\n\nWas vielen nicht aufgefallen ist: Apple hat das neue Einstiegsmodell Macbook Neo auch genutzt, um seine Macbook-Air-Modelle höher zu positionieren. Die Preise für das Macbook Air M5 beginnen zwar wie beim M4 bei 1199 Euro, allerdings hatte Apple bisher das Vorjahresmodell als günstiges Einstiegsmodell im Angebot behalten. Der Einstieg in die Welt des Macbook Air ist dadurch deutlich teurer geworden.\n\nGenau das gleiche Prinzip könnte für die Markteinführung der kommenden Mac Mini M5 gelten: Ein Mac Neo als Apples neues Einstiegsmodell mit A18 Pro, dafür gibt es den Mac Mini M5 nur noch zu höheren Preisen.\n\n**Die besten Angebote für das Macbook Neo**\n\nShop\n\nPreis\n\n$599\n\nJetzt ansehen\n\nBei Amazon ansehen\n\nPreisvergleich (über 24.000 Shops weltweit)\n\nProdukt\n\nPreis\n\nPreisvergleich von Backmarket\n\nAktuell ist der Mac Mini M4 für 699 Euro der günstigste Mac, das kommende Preismodell könnte aber so aussehen: einen Mac Mini Neo für 599 Euro, dafür den günstigsten Mac Mini M5 erst ab 799 Euro.\n\nDas ist aber nur eine Spekulation. Was nämlich dagegen spricht: Der A18 Pro macht in einem Notebook eine deutlich bessere Figur als in einem Mac Mini. Ein Mac Mini Neo hätte zwar einige Stärken, aber auch viele Schwächen, die das Konzept recht unwahrscheinlich machen.\n\n## Stärken eines Mac Mini Neo\n\nDer A18 Pro, den Apple erstmals im iPhone 16 Pro eingesetzt hat, zählt weiterhin zu den schnellsten Smartphone-CPUs. Seine größte Stärke liegt in der Single-Core-Leistung – hier übertrifft er sogar den älteren M1-Chip.\n\nGerade im (Büro-)Alltag ist genau diese Single-Core-Performance entscheidend dafür, wie schnell und reaktionsfreudig sich ein Rechner anfühlt. Je leistungsstärker ein einzelner Kern ist, desto zügiger öffnen sich Apps oder laden Webseiten im Browser.\n\nDie Mehrkernleistung spielt in solchen Szenarien eine untergeordnete Rolle. Sie wird erst dann relevant, wenn Anwendungen mehrere Kerne effizient nutzen können – etwa bei Video- oder Fotobearbeitung.\n\nEugen Wegmann\n\nArbeiten Sie aber vor allem mit Office-Programmen und Safari, ist ein A18 Pro auch bei einem Desktop-Rechner ausreichend – und in diesen Bereichen sogar schneller und leistungsfähiger als ein alter M1- oder M2-Chip.\n\nAuch die sogenannte Neural Engine des A18 Pro ist erstklassig. Dabei handelt es sich um einen speziellen Chip, der für alltägliche KI-Aufgaben wie Bildanalyse und auch Apple Intelligence optimiert ist.\n\n## Schwächen eines Mac Mini Neo\n\nDer A18 Pro hat allerdings gegenüber einem M5 oder M4 auch viele Schwachpunkte, die gerade bei einem Desktop-Rechner relevant sind.\n\nEin Desktop-Rechner wird oft nicht nur für Büroanwendungen benutzt. Viele schaffen sich einen Desktop-Rechner ja gerade dazu an, um auf einem großen Bildschirm Videos zu schneiden, Fotos zu optimieren oder andere aufwendige Berechnungen durchzuführen.\n\nHier zählen auch zwei weitere Stärken einer Mobil-CPU wenig – der niedrige Stromverbrauch und die mäßige Erhitzung. Das ist bei einem Macbook mit integriertem Akku großartig, bei einem Mac Mini mit Lüfter ist weniger Effizienz als hohe Leistung erwünscht.\n\nEin Mac Neo könnte aus technischen Gründen zudem kaum mehr Schnittstellen als ein Macbook Neo haben. Eine oft bemängelte Schwachstelle des Macbook Neo ist aber gerade die niedrige Anzahl an Schnittstellen. Bei der Entwicklung des A18 Pro war offenbar nur eine einzige USB-Schnittstelle vorgesehen, mehr braucht ein iPhone schließlich nicht.\n\nLeider bietet nur einer der Ports zumindest USB-3.2-Geschwindigkeit (knapp 1000 MB/s). In dieser Preisklasse wäre eigentlich mindestens Thunderbolt 4 zu erwarten gewesen. Gerade bei einem Desktop-System wirkt die knappe Auswahl an langsamen Schnittstellen besonders einschränkend – schließlich möchte man hier neben Maus und Tastatur oft auch Displays, Drucker oder weitere USB-Geräte dauerhaft anschließen. Auch eine Ethernet-Schnittstelle fehlt.\n\nEs gibt noch weitere Schwächen. So ist nicht zuletzt die Performance, mit der Komponenten wie RAM und SSD angebunden sind, deutlich schwächer als bei den aktuellen M-Chips.\n\nBegrenzte Display-Unterstützung ist eine weitere Schwäche des Macbook Neo – und würde auch einen Mac Neo betreffen. So kann das Macbook Neo nur einen externen Monitor mit maximal 4K ansteuern, vermutlich wäre auch ein Mac Mini Neo auf 4K-Displays beschränkt. Apples eigene 5K-Displays werden folglich nicht unterstützt, was etwas seltsam auf Kunden wirken würde.\n\nEin weiterer Nachteil für viele jüngere Nutzer ist die mäßige Tauglichkeit für Spiele. Grund dafür sind nicht nur eine schwache Grafikkarte, sondern auch ein knapp bemessener Arbeitsspeicher, den sich Grafikkarte und CPU teilen müssen.\n\nFür Zocker ist das Macbook Neo nicht ideal, viele Titel wie „Assasins´s Creed Shadow“ starten mangels Grafikspeicher gar nicht erst. Probleme verursachen mangels RAM auch Spiele, die Sie per Rosetta oder Crossover nutzen müssen.\n\nBesser sieht es laut Tests von Andrew Tsai aber mit Spielen aus, die nativ für den Mac portiert wurden, wie Control, Resident Evil 2 Remake oder Cyberpunk 2077. Diese Spiele laufen aber nur brauchbar, wenn Sie niedrige Auflösungen wie 540p nutzen und mit MetalFX hochskalieren – Sie müssen also bei der Bildqualität sehr kompromissbereit sein.\n\nApple\n\nInsgesamt wäre ein Mac Mini Neo also auch kein guter Rechner für Gaming (was manche Schulen und Eltern allerdings vielleicht sogar positiv sehen würden).\n\n## Alternative: Apple TV?\n\nNebenbei gibt es bereits einen kleinen viereckigen Apple-Rechner, der seit Jahren auf einer iPhone-CPU basiert – das aktuelle Apple TV. Das aktuelle Modell nutzt ja den gleichen A15-Chip wie das iPhone 14.\n\nAls Desktop-Mac ist ein Rechner mit iPhone-CPU vielleicht nicht ideal, gut möglich, dass Apples kommende Versionen des Apple TV stärker aufwerten werden und wir bei diesem Produkt noch mehr erwarten können.\n\nApple hatte etwa schon versucht, mehr Gaming-Funktionen zu integrieren, vielleicht gibt es hier einige neue Ansätze.\n\n## Fazit\n\nEin Mac Neo ist nach meiner Einschätzung durchaus denkbar, könnte Apple doch dadurch sehr elegant neue Nutzergruppen erschließen und den Mac Mini höher positionieren.\n\nAllerdings ist dies bisher reine Spekulation und die Chancen auf ein solches Modell sind sehr begrenzt. In einem Desktop-Rechner ist der A18 Pro einfach weit weniger sinnvoll, als in einem Macbook. Vor allem die begrenzte Unterstützung von Schnittstellen und externen Displays ist ein Problem, und der Rechner würde sich nur für sehr wenige Nutzer wirklich eignen.",
"title": "Mac Mini Neo: Genialer Plan oder Schnapsidee?"
}