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Test: Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt 5 Docking – Ports ohne Kompromisse

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] April 29, 2026
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Auf einen Blick

Unsere Wertung

Pro

  • Gute Anordnung der Anschlüsse
  • Guter Formfaktor für Schreibtisch
  • Schnelle NVMe-SSD
  • Viele Anschlüsse
  • Leises Kühlsystem
  • Schneller Speicherkartenleser

Kontra

  • Hoher Preis

Fazit

Das Ugreen Maxidok überzeugt mit einer durchdachten Anschlussausstattung, ausgezeichneten Übertragungsraten und einem leisen Kühlsystem. Die sinnvolle Aufteilung der Ports auf Vorder- und Rückseite erleichtert den Alltag am Schreibtisch spürbar. Der vollwertige M.2-NVMe-Anschluss hebt das Maxidok ist ein großes Plus, rechtfertigt aber auch den Preis von 459,99 Euro (UVP). Wer bereit ist, diesen zu zahlen, bekommt eine gut ausgestattete Dockingstation ohne nennenswerte Schwächen – sieht man vom schwachen Abschneiden einiger USB-C3.2-SSDs von Lexar und Kingston ab.

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Das Maxidok scheint seinem Namen alle Ehre zu machen – zumindest was die Verpackung angeht. Das Auspacken ist beinahe ein Apple-Erlebnis: So schön pellt sich das Maxidok aus seiner Umverpackung. Und dann ist es wie Weihnachten, wenn sich eine rund 23 × 22 × 13 Zentimeter große Schatulle herausschält.

Schön eingebettet liegt dann das Maxidok, in Transparentpapier verpackt, vor einem. Das Transparentpapier hat einen weiteren Zweck: Aufgedruckt findet sich eine übersichtliche Darstellung aller Anschlüsse.

Ugreen

Maxi durch und durch

Laptops werden immer kompakter, und das geht meist auf Kosten der Anschlüsse. Wer professionell mit großen Datenmengen, mehreren Displays oder externen Speicherlösungen arbeitet, stößt dabei schnell an Grenzen. Ugreen adressiert das mit der Maxidok-Reihe – einer neuen Thunderbolt-5-Dockingstation-Familie, die als Nachfolger der Revodok-Serie positioniert ist.

Das hier getestete Modell, die Ugreen Maxidok 17-in-1 Thunderbolt-5-Docking-Station , bietet 17 Ports für Daten, Monitor, Netzwerk, Speicher und Laden. Die Anschlussliste umfasst zwei Thunderbolt-5-Ports sowie einen Displayport-2.1-Ausgang für den Monitor, drei USB-A-3.2-Ports und drei USB-C-3.2-Ports mit jeweils 10 Gigabit pro Sekunde, einen SD/TF-4.0-Kartenleser mit bis zu 312 Megabyte pro Sekunde, einen 2,5-Gigabit-Ethernet-Port sowie drei kombinierte 3,5-Millimeter-Audiobuchsen für Ein- und Ausgang. Über den integrierten M.2-NVMe-Slot lässt sich zusätzlich eine SSD mit bis zu 8 Terabyte einbauen, die über die Thunderbolt-5-Anbindung mit bis zu 80 Gigabit pro Sekunde angebunden ist.

Bei der Datenübertragung unterstützt das Dock über Thunderbolt 5 bis zu 120 Gigabit pro Sekunde in eine Richtung und 80 Gigabit pro Sekunde bidirektional.

Die Stromversorgung übernimmt ein mitgeliefertes 240-Watt-GaN-Netzteil. Per Upstream-Charging stehen dem angeschlossenen Laptop bis zu 140 Watt zur Verfügung. Die beiden Thunderbolt-5-Ports liefern jeweils bis zu 15 Watt an angeschlossene Geräte, die zwei USB-C-Ports teilen sich gemeinsam 60 Watt. Eine integrierte Schutzschaltung soll Laptop und angeschlossenes Zubehör vor Spannungsspitzen absichern.

Zur Wärmeabfuhr setzt Ugreen auf eine Kombination aus aktiver und passiver Kühlung. Laut Hersteller soll das Dock auch unter Dauerlast über längere Zeit thermisch stabil bleiben.

Beim Monitoranschluss unterstützt das Dock unter macOS entweder einen einzelnen Ausgang mit 8K bei 60 Hertz oder zwei unabhängige Monitore mit je 6K bei 60 Hertz. Das Maxidock ist Thunderbolt-5-zertifiziert.

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 459,99 Euro, im Handel ist es meist weit günstiger.


Der Praxis-Check

Thunderbolt 5 ist eine feine Sache: viele Anschlüsse, hohe Geschwindigkeit und die Möglichkeit, auch schnellen Speicher zu nutzen.

Zunächst haben wir uns angesehen, wie schnell eine interne NVMe-SSD im Maxidok ist. Leider macht Ugreen keine Angaben zum M.2-PCIe-Anschluss. Wir haben daher als Testlaufwerk eine Seagate Firecuda 530 mit 2 TB der schnellen Gen4x4-Klasse eingesetzt. Gemessen haben wir wie immer im 4K-Test mit dem AJA System Test Lite.

Am Mac Studio M4 Max erreichten wir starke Werte von 6.076 MB/s beim Schreiben und 6.314 MB/s beim Lesen – für eine Dockingstation, die die Gesamtbandbreite schließlich auf mehrere Anschlüsse aufteilen muss, sind das beeindruckende Ergebnisse. Zum Vergleich: Am Macbook Air M3 mit seinem Thunderbolt-4-Anschluss waren es 3.122 MB/s beim Schreiben und 3.323 MB/s beim Lesen – ebenfalls mehr als ordentliche Werte.

Ein wichtiger Faktor bei NVMe-SSDs ist die Temperatur. Das Kühlsystem des Maxidok hielt die SSD gemäß der Messung mit Drivedx stabil zwischen 32 und 40 Grad Celsius. Der aktive Lüfter ist dabei angenehm leise und im normalen Betrieb kaum wahrnehmbar.

Auf dem Schreibtisch eines Medienschaffenden kommen schnell viele Geräte zusammen. Mikrofon, Aktivlautsprecher, ein Elgato Stream Deck +, die Time-Machine-Backup-Festplatte oder schnelle Thunderbolt-5-Speicher wie die OWC Envoy Ultra– und Lacie Rugged SSD Pro 5-SSDs finden an den rückseitigen Anschlüssen Platz und sorgen so für einen aufgeräumten Arbeitsplatz. Auch der schnelle 2,5-Gigabit-Ethernet-Port sitzt dort.

Die vorderen Anschlüsse bleiben somit frei für iPhone, iPad und Co., die dort nicht nur schnell Daten übertragen, sondern gleichzeitig geladen werden können. Auch mobile USB-SSDs wie die von Lacie Rugged Mini SSD stöpselt man bequem von vorn ein.

Entsprechend haben wir externe Laufwerke an beiden Seiten gemessen. An den rückseitigen Thunderbolt-5-Ports erreichte die Lacie Rugged SSD Pro 5 4.523 MB/s beim Schreiben und 5.761 MB/s beim Lesen. Die Lacie Rugged SSD4 mit USB4 kam hinten auf 3.165 MB/s beim Schreiben und 3.728 MB/s beim Lesen. An den vorderen Anschlüssen maßen wir beim USB-C-Stick Seagate Ultra Compact SSD 864 MB/s beim Schreiben und 663 MB/s beim Lesen. Die Lacie Rugged SSD4 erreichte dort 886 MB/s beim Schreiben und 759 MB/s beim Lesen.

Mit den USB-C-SSDs von Lexar und Kingston gab es Probleme: Hier bewegten sich die Werte lediglich im Bereich zwischen 5 und 10 GB/s – deutlich unter dem, was diese Laufwerke an anderen Docks leisten. Den Grund konnten wir im Laufe des Tests nicht feststellen.

Empfehlung

Im Praxiseinsatz hat uns am Maxidok einiges gut gefallen: der Ein-/Ausschalter auf der Vorderseite, der schnelle SD-4.0/UHS-II-Kartenleser, der praktische Kopfhöreranschluss vorn und die sinnvolle Verteilung der Ports auf Vorder- und Rückseite. Statt des Displayport-2.1-Ausgangs hätten wir persönlich einen HDMI-Anschluss bevorzugt, für den Betrieb eines Monitors macht das in der Praxis aber keinen Unterschied. Das mitgelieferte Thunderbolt-5-Kabel ist 90 Zentimeter lang und reicht für die meisten Schreibtisch-Set-ups aus.

Negativ aufgefallen ist uns das schwache Abschneiden von Lexar- und Kingston-USB-C3.2-SSDs – hier sollte Ugreen noch nachbessern.

Ugreen hat insgesamt eine durchdachte Ausstattung mit sinnvoller Anschlussanordnung in ein gefälliges Gehäuse gepackt. Der Preis von 459,99 Euro spielt in der Premiumliga, was sich damit rechtfertigt, dass das Maxidok keinen eingeschränkten M.2-NVMe-Anschluss, sondern einen vollwertigen mit voller Bandbreite verbaut. Die eingebaute NVMe-SSD ist damit in puncto Geschwindigkeit als gleichwertig zur internen Mac-SSD anzusehen.

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