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    "iOS, iPhone",
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  "textContent": "Das iPhone Fold kommt, das scheint immer sicherer zu sein. Der Name iPhone Ultra, der seit wenigen Wochen kursiert, klingt realistisch, jedenfalls realistischer als die Idee, dem Gerät einen gänzlich neuen Namen zu geben.\n\nEs wird weiter ein iPhone sein und kein iPad und schon gleich gar nichts dazwischen. Dennoch: Im zugeklappten Zustand wird es wie ein etwas dickeres, aber traditionelles iPhone aussehen und in der Hand liegen, im aufgeklappten Zustand geht es mehr in die Richtung iPad Mini. Das stellt insbesondere die Entwickler des Betriebssystems vor Probleme, die sie wohl nicht damit lösen, indem sowohl iOS als auch iPadOS auf dem Gerät laufen, je nachdem, in welchem Zustand es ist.\n\nWas passiert, wenn man etwa einen Anruf auf dem geschlossenen Fold/Ultra annimmt, und es während des Telefonats aufklappt, um auf einem größeren Bildschirm etwas zu recherchieren oder das übersandte Foto genauer zu betrachten, wird uns Apple in aller Ausführlichkeit bei der Vorstellung des neuen High-End-iPhones zeigen, die wir für den September erwarten.\n\nAuf iOS kommen mit Sicherheit wesentliche Neuerungen zu, dann wäre es aber an der Zeit, Relikte aus früheren Jahren aus dem System zu entfernen, um die Kundschaft nicht noch mehr zu verwirren, als sie ohnehin schon ist.\n\nWir haben uns überlegt, was in iOS 27 überflüssig wird und warum, und wie Apple das Betriebssystem für iPhone, iPhone Air, iPhone Pro und iPhone Fold/Ultra besser machen kann.\n\n## 1. Der Home-Screen ist zu starr: Raster flexibilisieren\n\nNutzer von Android-Geräten haben iPhone-Anwendern immer wieder mal vorgehalten, dass sie ihre Smartphones weit besser konfigurieren können. Insbesondere der Home-Bildschirm war beim iPhone von Anfang an sehr starr gewesen. In den vergangenen Jahren hat Apple immerhin ein wenig mehr Flexibilität gebracht: App-Icons lassen sich einfärben oder bestimmte Bereiche auf den Home-Screens frei von Symbolen gestalten. Apps kann man in Ordner einsortieren oder sie ganz vom Home-Screen entfernen, ohne sie zu löschen. Und auf dem letzten Homescreen findet sich die vom System automatisch generierte und sortierte App-Mediathek samt Suchfunktion.\n\nDas ist aber nur ein Anfang: Nach wie vor ist das App-Raster starr und im Gegensatz zum iPad kennen die Home-Screens nur die vertikale (Porträt-)Ausrichtung. Mit einem aufklappbaren iPhone wird sich das ändern müssen, nicht nur auf dem größeren, inneren Bildschirm. Zugegeben: Das ginge, wenn überhaupt, nur auf einem großen Bildschirm wie dem des iPhone 17 Pro.\n\nNicht schön, aber selten: Auf dem Mac kann man Symbole überall auf dem Schreibtisch ablegen. Aber das ist auch viel Platz.\n\nMacwelt\n\nWas beim iPad san sich schon seit dessen Anfängen ein Thema ist: Warum ist auch hier der Platz für App-Symbole so begrenzt, dass reichlich Freiraum bleibt? Ginge das nicht ein wenig komprimierter? Das könnte passieren und würde womöglich Sinn ergeben.\n\nApple wird sich aber nicht grundsätzlich vom App-Raster verabschieden. Wenig Sinn ergibt, App-Symbole wie die von Dateien aller Art auf dem Schreibtisch des Mac an beliebige Stellen zu schieben. Ein Home-Screen eines Smartphones oder eines Tablets ist kein Schreibtisch und wird auch keiner werden.\n\n## 2. Mehrfache Kontrollen: Was Siri übernehmen könnte\n\nAuf neueren iPhones (denen ohne Home-Taste) gibt es drei Wischgesten, die von oben nach unten gehen und zu drei verschiedenen Ergebnissen führen. Aus der Mitte des Bildschirms nach unten öffnet die Suche und Siri-App-Vorschläge, von oben in der Mitte nach unten gewischt, kommt man in die Mitteilungszentrale, und von rechts oben (neben Notch oder Dynamic Island) nach unten zieht man den Finger, um das Kontrollzentrum zu öffnen.\n\nDas verwirrt nicht wenige Leute und Apple sollte eine oder gar zwei Gesten ersatzlos streichen – und die dahinterliegenden Funktionen vereinen. Das Kontrollzentrum, das mit iOS 18 ein mehrseitiges Layout bekommen hat, würde sich für eine Erweiterung anbieten. Schließlich ist es sinnvoll, es sich so einzurichten, dass man vor lauter Bäumen auch noch den Wald sieht, weniger ist mehr. Aber eine eigene Seite, auf der man die Benachrichtigungen findet, und keine zwei verschiedenen Wischgesten, um an das eine oder das andere zu gelangen, das könnte auf dem iPhone funktionieren. Auf dem iPad und dem ausgeklappten Fold ist im Querformat mehr Platz für Bedienelemente. Wie beim Mac könnten dann Kontrollzentrum und Mitteilungszentrale rechts oben nebeneinander in einer Menüleiste erreichbar sein.\n\nWomöglich ließe sich am ehesten noch auf die Geste verzichten, die Suche und App-Vorschläge aufruft. Könnte man auch in der App-Mediathek belassen, die ist aber hinter dem letzten Home-Screen angeordnet, wenig intuitiv. Und links vom eigentlichen Home-Screen, bei den Widgets? Warum dort nicht die Suche hinpacken, als unverrückbares Standardelement? Schon hätte man nur noch eine Wischgeste von oben nach unten, um ein erweitertes und gut konfigurierbares Kontrollzentrum zu erhalten.\n\nAber wozu braucht man überhaupt noch ein Kontrollzentrum, wenn die systemeigene Intelligenz endlich mal so schlau ist, wie sie sein sollte?Siri, öffne mal Airdrop für zehn Minuten. Siri, mach den Bildschirm heller, aber den Ton leiser. Siri, welche Musik läuft denn da? Siri, scanne mir mal den QR-Code hier. Siri, öffne meine liebste Fußball-App, das Spiel fängt gleich an. Krux an der Sache: Das kann Apple erst so anbieten, wenn Siri endlich auf dem versprochenen neuen Niveau angekommen ist, vor iOS 27.5 wagen wir kaum, darauf zu hoffen.\n\nUnd, was besonders ins Gewicht fällt: Will man das? Mit Siri in der Öffentlichkeit reden oder am Tisch des Sonntagskaffees? Zumal Gehörlose damit gar nichts anfangen könnten und sich das alte Kontrollzentrum erst einmal über die Bedienungshilfen zurückholen müsste. Absurd!\n\n## 3. Weg frei für echtes Multitasking\n\nEin Prinzip scheint für Apple nicht verhandelbar zu sein: Auf dem iPhone läuft immer nur eine App. Gut, es gibt Ausnahmen, einige Arten von Apps dürfen auch im Hintergrund laufen, etwa Musikwiedergabe oder Navigation. Aber dass zwei Apps nicht gleichzeitig auf dem iPhone nutzbar sind – das wird sich mit iOS 27 für das iPhone Ultra ändern müssen. Auf dem iPad geht es schon länger mit Split View oder seit iPadOS 26 mit dem neuen Fenstermanagement, das ähnlich dem des Mac ist. Auf dem iPad ist die nutzbare Bildschirmfläche größer, aber eben auch auf dem iPhone Fold/Ultra. Was würde aber dagegen sprechen, auf einem größeren iPhone zwei Apps nebeneinander zu verwenden? Genau: Nichts.\n\nDamit könnte aber einhergehen, dass sich Apple von einem anderen strengen Prinzip verabschiedet, dem Sandboxing von Apps. Das dient zwar der Sicherheit, wenn keine App eine andere steuern kann, schränkt die Benutzbarkeit aber auch ein, wenn man Informationen nur schwer teilen kann. Eingeschränkt ist es zwar möglich, Apps können einige ihrer Funktionen anderen Anwendungen zur Verfügung stellen, ein echtes Multitasking ist das nicht.\n\nZudem wäre es eine Erleichterung, könnte man Dateien nicht nur mit einer App öffnen, sondern wie auf dem Mac zwar eine Standardanwendung pro Dateityp definieren, aber ansonsten selbst bestimmen, mit welcher Anwendung man welche Datei öffnet, bearbeitet und speichert. Das einst sehr sinnvolle Prinzip „Es gibt immer nur eine App“ sollte spätestens mit dem iPhone Fold/Ultra ausgedient haben.\n\n## 4. Widgets weniger redundant\n\nWidgets sind redundant.\n\nMacwelt\n\nWidgets können den iPhone-Bildschirm unübersichtlicher machen, wenn man es mit ihrer Platzierung auf dem Home-Screen übertreibt – links davon sind sie meist besser aufgehoben. Oft sind Widgets auch redundant: Sinnvoll sind sie vorwiegend, wenn sie anzeigen, was eine der Apps im Hintergrund gerade erledigt. Aber dafür gibt es die Live-Aktivitäten, die immer mehr Anwendungen anbieten.\n\nÜber einige Widgets kann man auch schnell in Apps etwas erledigen, wenn man auf die tippt. Sinnvoller sind Komplikationen auf der Apple Watch, mit einem schnellen Blick hat man etwa den Stand der Dinge beim Schließen der Ringe im Blick oder aus welcher Richtung der Wind weht und wie stark.\n\nInsbesondere auf den kleineren iPhone-Home-Screens könnten Apps über dynamische Symbole wichtige Informationen ausgeben, mehr als nur die Anzahl der ungelesenen Apps oder Nachrichten. Eine Wetter-App könnte die Temperatur vor Ort anzeigen, die Fitness-App den Stand der Ringe und die Uhr den Timer herunterzählen oder die nächste Weckzeit markieren.\n\n## 5. Der Home-Button wirkt nach\n\nWie stolz war Steve Jobs doch bei der Vorstellung des iPhone, dass es nur einen einzigen Knopf benötigte! Gut, die Tasten an der Seite für Lautstärkeregelung, Ein/Aus und Mute (oder Ausrichtungssperre) hat er dabei geflissentlich verschwiegen, aber die sind und waren ohnehin nur Beiwerk. Der Home-Button übernahm aber mit der Zeit immer mehr Funktionen, vom bloßen Zurückgehen auf den Home-Screen über die Touch-ID oder den Mehrfachklick, der die Multitasking-Ansicht öffnete oder Bedienungshilfen einschaltete.\n\nDer Home-Button verschwindet aber seit fast zehn Jahren nach und nach aus dem iPhone-Universum, das im Frühjahr 2025 vom iPhone 16e verdrängte iPhone SE 3 war das letzte mit der multifunktionalen Taste.\n\nDeren Funktionen sind anderweitig zu finden. iPads mit Touch-ID haben diese beispielsweise im Ein/Aus-Schalter integriert, die Aktionstaste (seit dem iPhone 15 Pro) lässt sich mit etlichen Funktionen belegen, die früher mit dem einzigen iPhone-Knopf ausgelöst werden konnten, seit der 16er-Generation hat das iPhone auch noch eine dedizierte Kamerataste an der Seite.\n\nUnd der Wechsel zwischen Apps in der Multitasking-Ansicht? Geht über eine wenig interaktive Wischgeste von unten nach oben. Vielleicht, weil die Home-Taste auch unten war? Weg mit dem Unsinn – eine der besten Bedienungshilfen überhaupt ist die Möglichkeit, mit einem doppelten Tipp auf die Rückseite in die Multitasking-Ansicht zu wechseln und mit einem dreifachen ins Kontrollzentrum. Das sollte zum Standard werden.\n\nUnd überhaupt: Die Tasten an der Seite gewinnen an Wichtigkeit, sie könnten auch an Funktionalität gewinnen. Warum kann die Aktionstaste nur eine Aktion auslösen und nicht mit langem oder Doppeldruck weitere? Oder warum sollte die Kamerasteuerung nur für Kamera-Apps sein? Auch die Lauter/Leiser-Tasten könnten noch andere Funktionen übernehmen, solange keine Tonwiedergabe läuft etwa durch geöffnete Apps schalten. Das ist wohl vor allem eine Frage der Software und insbesondere Apples Willen, alte Zöpfe abzuschneiden.\n\n## Fazit: Altes muss weichen, um Neues zu ermöglichen\n\nApple war schon immer gut darin, alte Schnittstellen zu entfernen oder Software einzustellen. Man denke etwa an Firewire oder die Kopfhörerbuchse. Mit dem iPhone Fold/Ultra hat Apple die Chance, im iPhone-Betriebssystem ordentlich aufzuräumen, was nicht nur dem neuartigen Gerät zugutekommen wird, sondern fast allen iPhones, die derzeit in Betrieb sind und die iOS 27 und höher ausführen können. Auf der WWDC im Juni wird Apple hoffentlich einiges davon zeigen, wenngleich speziell die mit dem faltbaren iPhone zusammenhängenden Neuerungen noch bis September vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben dürften.",
  "title": "iOS 27 kommt für iPhone und iPhone Fold: Von diesen Altlasten sollte sich Apple trennen"
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