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  "publishedAt": "2026-04-23T13:45:00.000Z",
  "site": "https://www.macwelt.de",
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    "iPhone",
    "Wie Macwelt berichtete",
    "Erklärung für passgenaue Werbung",
    "Frequenzillusion, auch als Baader-Meinhof-Effekt",
    "Manche Apps verkaufen gesammelte Nutzerdaten an Werbetreibende oder Datenhändler",
    "Diese iPhone-Apps sollen Sie nicht mehr benutzen, sonst werden Ihre Daten kompromittiert",
    "Das ist eine praktische Funktion, die Apple bereits seit iOS 14.5 anbietet"
  ],
  "textContent": "Das Phänomen ist Ihnen bestimmt auch schon begegnet: Sie sprechen mit jemandem über ein Produkt, eine Reise oder ein Restaurant, und kurz darauf erscheint genau dafür Werbung auf dem iPhone. Beispielsweise auf Youtube, Instagram oder in ihrem Facebook-Feed. Da fragt man sich natürlich zu Recht: Kann das iPhone Gespräche mithören? Die Antwort gibt es hier.\n\n## Apple unter Verdacht: Hört das iPhone wirklich mit?\n\nDer Verdacht, dass das iPhone heimlich mithört und darauf basierend personalisierte Werbung ausspielt, beschäftigt iPhone-Nutzer auf der ganzen Welt und wird in Foren, sozialen Netzwerken und im Bekanntenkreis immer wieder diskutiert. Mal ist es Werbung für ein Restaurant, über das man gestern gesprochen hat, ein anderes Mal ist es ein bestimmtes Event oder Produkt.\n\nTatsächlich ist der Vorwurf so gravierend, dass Apple bereits vor Gericht damit konfrontiert wurde. In einem Sammelklageverfahren, das bereits 2019 eingereicht wurde, warfen zahlreiche Apple-Nutzer in den USA dem Unternehmen vor, Siri heimlich zu aktivieren und Gespräche aufzuzeichnen (ohne das Aktivierungswort “Hey Siri”).\n\nWie Macwelt berichtete, einigte sich Apple Anfang 2025 auf einen Vergleich über 95 Millionen Dollar, um den Rechtsstreit beizulegen, räumte dabei jedoch kein Fehlverhalten ein. Auch offiziell betont Apple stets, dass das iPhone Gespräche nicht für Werbezwecke abhört und Siri-Anfragen anonymisiert verarbeitet werden.\n\n## Was Ihr iPhone wirklich über Sie weiß\n\nEs gibt keinen Beweis für die Behauptung, iPhones würden aktiv mithören, eher im Gegenteil. Technisch wäre das ohnehin kaum umsetzbar: Eine permanent aktive Mikrofonaufzeichnung würde enorme Rechenleistung erfordern und den Akku in kürzester Zeit leersaugen. Das würde Ihnen sofort auffallen. Die Erklärung für passgenaue Werbung liegt daher ganz woanders, nämlich in der Verknüpfung enormer Datenmengen, die Apps und Werbetreibende über Sie sammeln.\n\n**Ihre Standortdaten** verraten zum Beispiel nicht nur, wo Sie gerade sind, sondern auch, welche Geschäfte, Restaurants oder Arztpraxen Sie regelmäßig besuchen. War Ihr iPhone in der Nähe eines Autohauses, eines Reisebüros oder einer Klinik, kann das als Interesse gewertet und für Werbezwecke genutzt werden. Sie müssen jedoch aktiv Ihre Standortdaten für bestimmte Apps freigegeben und unter Umständen auch das App Tracking freigegeben haben. Beides können Sie jedoch ablehnen, auch nachträglich.\n\n**Auch Ihre****Suchanfragen****im****Browser** sind enorm aufschlussreich: Was Sie googeln, welche Websites Sie besuchen und wie lange Sie auf bestimmten Seiten verweilen, fließt direkt in Werbeprofile ein. Das gilt auch für die **App-Nutzung**. Wenn Sie sich eine Fitness-App herunterladen und diese regelmäßig öffnen, sollten Sie sich nicht wundern, wenn Ihnen plötzlich Werbung für Proteinshakes oder Sportartikel angezeigt wird.\n\nApple sammelt Ihre Nutzerdaten aus Apps und Browserverläufen, um Ihnen passende Werbung zu Ihrem Lifestyle und Ihren Interessen auszuspielen.\n\nblackzheep / shutterstock.com\n\n**Ihre Kontakte und das soziale Umfeld** können ebenfalls indirekt Einfluss auf die Werbung haben, die Sie sehen. Werbenetzwerke ordnen Nutzer anhand verschiedener Signale Gruppen zu – etwa durch ähnliche Interessen, genutzte Geräte, Standorte oder auch gemeinsame Internetverbindungen, etwa im WLAN Ihres Hauses oder des Cafés, in dem Sie sich treffen.\n\nDadurch kann es vorkommen, dass Ihnen Werbung für Produkte angezeigt wird, nach denen nicht Sie selbst gesucht haben, sondern Personen in Ihrem Umfeld – und die etwa mit Ihnen über ihre Urlaubspläne oder kommende Einkäufe gesprochen haben.\n\nDiese Effekte entstehen durch Datenauswertung und statistische Zuordnung – nicht dadurch, dass Ihr iPhone Gespräche mithört. Aus Nutzungsdaten lassen sich detaillierte Werbeprofile erstellen, Ihr iPhone muss Sie dafür nicht abhören.\n\nHinzu kommt ein psychologischer Effekt, den viele außer Acht lassen: die Frequenzillusion, auch als Baader-Meinhof-Effekt bekannt**.** Dahinter steckt die Beobachtung, dass wir Dinge, über die wir gerade gesprochen oder nachgedacht haben, plötzlich verstärkt wahrnehmen. Bekanntes Beispiel: Sie denken an ein bestimmtes weißes Auto und sehen auf einmal überall weiße Autos. Und auch eine Werbung für Flüge nach Japan gab es vermutlich schon letzte Woche, mir ist sie nur nicht aufgefallen. Was also wie ein unheimlicher Zufall wirkt, ist in vielen Fällen schlicht ein Trick unserer Wahrnehmung.\n\nÜbrigens: Falls Sie die Werbung von Apple weniger personalisiert haben möchten, können Sie das unter **Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Apple-Werbung** abstellen. Die Anzeigen werden dadurch zwar nicht weniger, aber zumindest werden sie nicht mehr auf Basis Ihrer Nutzungsdaten ausgespielt.\n\nUnter “Datenschutz & Sicherheit” können Sie personalisierte Werbung von Apple deaktivieren.\n\nMacwelt\n\n## Können Drittanbieter-Apps heimlich mithören?\n\nApps von Drittanbietern unterliegen zwar den Richtlinien des App Store, haben aber oft weitreichende Interessen an Ihren Daten. Besonders bekannt sind natürlich große Social-Media-Apps wie Instagram, Tiktok oder Youtube, die sich über Werbung finanzieren und möglichst viel über ihre Nutzer wissen wollen. Doch auch kleine, unscheinbare Apps können mehr Daten sammeln als nötig.\n\nBeispiel: Eine einfache Taschenlampen-App hat keinen nachvollziehbaren Grund, auf Ihr Mikrofon oder Ihren Standort zuzugreifen. Und eine simple Wetter-App braucht keinen Zugriff auf Ihre Kontakte. Falls doch, sollten Sie hellhörig werden, denn die Gründe für solche Berechtigungsanforderungen sind nicht immer harmlos: Manche Apps verkaufen gesammelte Nutzerdaten an Werbetreibende oder Datenhändler, andere nutzen sie, um detaillierte Nutzerprofile zu erstellen. In seltenen Fällen steckt hinter übermäßigen Berechtigungsanfragen auch Schadsoftware, die es gezielt auf sensible Daten abgesehen hat.\n\nLesen Sie auch: Diese iPhone-Apps sollen Sie nicht mehr benutzen, sonst werden Ihre Daten kompromittiert\n\n**Orangefarbener Punkt: So erkennen Sie, ob das Mikrofon aktiv ist**\n\niOS bietet eine einfache Möglichkeit, zu prüfen, ob eine App gerade das Mikrofon nutzt: Ist es aktiv, erscheint oben rechts im Display ein orangefarbener Punkt. Ein grüner Punkt signalisiert, dass die Kamera genutzt wird. Sehen Sie diesen Hinweis, während Sie eine App nutzen, die dafür keinen offensichtlichen Grund hat (etwa eine Einkaufs- oder News-App), sollten Sie den Mikrofonzugriff für diese App umgehend überprüfen.\n\nEinen vollständigen Überblick über alle erteilten Berechtigungen finden Sie unter **Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit**. Dort sehen Sie für jede Kategorie, etwa Mikrofon, Standort oder Kontakte, welche Apps Zugriff haben. Gehen Sie diese Liste regelmäßig durch und widerrufen Sie erteilte Zugriffe, wo nicht unbedingt nötig.\n\nPrüfen Sie regelmäßig, welche Berechtigungen Ihre Apps haben und ob diese auch wirklich gerechtfertigt sind.\n\nMacwelt\n\nGanz oben unter Datenschutz & Sicherheit finden Sie zudem den Punkt “Tracking”. Das ist eine praktische Funktion, die Apple bereits seit iOS 14.5 anbietet und die vielen Nutzern bis heute unbekannt ist. Hier können Sie verhindern, dass Apps überhaupt erst anfragen dürfen, Ihre Aktivitäten in anderen Apps und auf Websites zu erfassen.\n\nWenn Sie diese Option deaktivieren, werden alle Tracking-Anfragen von Apps automatisch abgelehnt.\n\nMacwelt",
  "title": "Gruselig: Warum wirbt mein iPhone genau für die Produkte, über die ich gerade sprach?"
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