So beliebt ist das iPhone 16e bei deutschen Behörden
iPhone 16e und 17e ersetzen die SE-Modelle früherer Jahre. Apple setzt hier auf eine gemischte Strategie: Während bei Hardware die Endnutzer einige Kompromisse hinnehmen müssen, ist die Zukunft der erschwinglichen Smartphones zunächst gesichert. Mit der Benennung iPhone 16e, iPhone 17e suggeriert der Hersteller, dass wahrscheinlich jedes Jahr neue Modelle erscheinen sollen.
Wie einige Datenerhebungen zeigen, lassen die Endnutzer das Einsteiger-iPhone eher links liegen. Dafür gibt es einige Gründe. Der Hauptgrund soll das Kamerasystem sein, das nur aus einem Objektiv besteht. Denn eine gute Kamera zählt beim Smartphone zu den wichtigsten Kaufargumenten. Was wir bei unseren Tests des iPhones 16e bemängelt haben und was das iPhone 17e behoben hat, war das fehlende Magsafe-Modul fürs drahtlose Laden. Dieses hat Apple beim neuesten Modell nachgeliefert.
Verbreitung des iPhone 16e in Prozent unter allen iPhone-16-Modellen
Ookla
Doch es gibt eine Gruppe von Nutzern, bei denen das iPhone 16e wohl besonders beliebt ist: deutsche Behörden und andere öffentliche Institutionen, die bei den Anschaffungen vor allem auf den Preis achten müssen. Vor wenigen Wochen haben wir über die Berliner Polizei geschrieben, die einen großen Auftrag zum iPhone-Leasing herausgegeben hat. Die Behörde wollte explizit iPhone-16e- und iPhone-15-Modelle an die Beamten verteilen.
Beim Ausschreibungsportal der EU haben wir nach ähnlichen Vergaben im vergangenen halben Jahr gesucht. Beim Suchbegriff “iPhone” haben wir elf solcher Ausschreibungen von unterschiedlichen öffentlichen Institutionen aus Deutschland gefunden. Fünf davon, also fast die Hälfte, erwähnen iPhone 16e explizit als gesuchtes Smartphone. Dabei wollen nicht nur die Berliner Polizei, sondern auch die Stadt Solingen, die Berliner Wasserbetriebe und die IKK Südwest demnächst auf das iPhone 16e umsteigen oder sind schon jetzt umgestiegen.
Doch der größte Abnehmer für Apples Einsteiger-iPhone ist wohl die Bundesagentur für Arbeit. Die Behörde suchte 2025 nach einem Lieferanten, der in einem Drei-Jahres-Vertrag eine Flotte von Hardware zusammen mit den dazugehörigen Dienstleistungen zur Verfügung stellt. Dazu gehörten 3.900 iPhone 16e als Mindestabnahmemenge. Als Grund für diesen Großeinkauf gab die Bundesagentur für Arbeit den planmäßigen Austausch der iPhones SE an, die davor bei der Agentur im Einsatz waren.
Die Auswahl des Vorgängers deutet auf die unterliegenden Gründe für die Auswahl der iPhone-Modelle hin: Die Bundesagentur für Arbeit hat das iPhone SE damals als kostengünstiges iPhone eingekauft, der logische Nachfolger kann nur das iPhone 16e sein. Unsere Vermutungen bestätigt ein Pressesprecher der Behörde:
Zum Ausschreibungszeitpunkt erfüllten ausschließlich iOS-basierte Geräte die Sicherheitsrichtlinien [des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik] und das Modell iPhone 16e war zu dem Zeitpunkt das wirtschaftlichste iPhone-Modell, das die Mindestanforderungen erfüllte.
Aktuell bester Preis: Apple iPhone 16e
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