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"textContent": "Als vor einigen Jahren mit Trade Republic und Scalable die ersten sogenannten Neo-Broker für das iPhone erschienen, wurden sie von Privatanlegern begeistert aufgenommen. Endlich schienen die Zeiten hoher Sparplan-Gebühren und hoher Provisionen vorbei zu sein!\n\nVor allem am Neo-Broker Trade Republic gab es in den letzten beiden Jahren aber vermehrt Kritik. Nutzerkommentare im App Store aus der jüngsten Zeit sind so negativ, dass ich sie schon aus rechtlichen Gründen lieber nicht zitiere. Die App hat zwar im App Store eine gute Bewertung von 4,6, die Häufung an 1-Stern-Bewertungen ist vor allem bei aktuellen Rezensionen doch bemerkenswert.\n\nImmer wieder beschweren sich Kunden über einen schwer erreichbaren Support, Verzögerungen bei Depotüberträgen oder Steuerkorrekturen. Auch die Stiftung Warentest kritisierte die Betreuung der Kunden, und am 17. März gab es wieder einmal viele Störungen beim Zugriff auf die App.\n\nDie Verbraucherzentrale Baden-Württemberg verklagte Trade Republic im Februar 2025 wegen unklarer Angaben zu Zinsen und Einlagensicherung. Die Verbraucherzentrale Hamburg bereits 2022.\n\nWofür Trade Republic nichts kann: Zuletzt gab es außerdem viele Betrugsversuche über Whatsapp. Scammer versuchten Kunden von Trade Republic zur Überweisung von Geldern zu verleiten.\n\nAuch ich bin seit 2020 Nutzer der Neobank aus Berlin-Mitte und frage mich öfter, ob man diesen Anbieter noch weiterempfehlen kann. Ich bin da mittlerweile doch sehr im Zweifel: Auf der positiven Seite sind die vielen Funktionen und Angebote zu verbuchen:\n\nEs gibt etwa ein mit zwei Prozent jährlich verzinstes Tagesgeldkonto, eine kostenlose Debitkarte (Apple Pay wird unterstützt), und Sie können sehr günstig Sparpläne anlegen und verwalten. Sogar Krypto und Anleihen werden geboten. Angesichts der niedrigen Gebühren sind mäßiger Support und lange Reaktionszeiten obendrein keine Überraschung.\n\nAuf der negativen Seite: Der Support ist wirklich nur schlecht erreichbar und die App ist eine der unzuverlässigsten Banking-Apps, die ich je benutzt habe. Für eine tiefere Bewertung der Trading-Funktion oder Seriosität der Angebote fehlt mir die Expertise, eine Bewertung der Banking-App traue ich mir aber durchaus zu.\n\nIch habe nämlich den Eindruck, der größte Anteil der Nutzerbeschwerden an einer sehr ambitionierten, aber viel zu unausgereiften iOS-App liegt. Diese App ist ohne Übertreibung eine der frustrierendsten Banking-Apps, die ich in den letzten Jahren verwendet habe.\n\nDie App hat einige Stabilitätsprobleme.\n\nTrade Republic\n\n## Anmeldeprobleme\n\nViel Ärger wird durch den Support verursacht. Das zeigt sich bei einem Problem mit der Anmeldung, was bei Trade Republic öfter vorkommt – wie Nutzerrezensionen zeigen.\n\nWie bei einem günstigen Anbieter zu erwarten, ist der Support in diesem Fall aber nur schwer erreichbar. Trade Republic hat sich nämlich entschlossen, Support nur über einen in die App integrierten Chat zu bieten. Das ist natürlich nicht ideal, wenn der Nutzer den Support wegen Anmeldeproblemen in der App kontaktieren will – und sich im App Store oder über X beschwert.\n\nNur für den Notfall, etwa das Sperren der Karte oder des Kontos, gibt es eine Hotline, die Sie unter +49 322 13232813 erreichen. Es gibt auch eine Service-E-Mail-Adresse (service@traderepublic.com), hier sollen Antworten aber sehr lange dauern.\n\nEs gibt eine Webversion des Accounts, auch hier können Sie sich aber erst nach einer Bestätigung über die App anmelden – ist die App aber ausgefallen, können Sie sich auch nicht über die Webseite anmelden.\n\n**Die besten Angebote für das Macbook Neo**\n\nShop\n\nPreis\n\n$599\n\nJetzt ansehen\n\nBei Amazon ansehen\n\nPreisvergleich (über 24.000 Shops weltweit)\n\nProdukt\n\nPreis\n\nPreisvergleich von Backmarket\n\n## Wie sieht es beim Banking selbst aus?\n\nBei der Bewertung muss man nach meiner Meinung zwischen der Bank Trade Republic und der App von Trade Republic unterscheiden. Als Bank schlägt sich Trade Republic deutlich besser, hat aber kleinere Schwächen. Kaufen und verkaufen Sie aber nur weitverbreitete ETFs und Aktien, sind diese jedoch kaum von Belang.\n\nKauf und Verkauf von Wertpapieren erfolgen in der Regel nur über eine einzige Börse, aktuell L&S Exchange. Konkurrenten wie ING bieten dagegen weitaus mehr Handelsplätze. Das kann zum Problem werden, etwa wenn eine Krise beginnt und eine abstürzende Aktie plötzlich nicht mehr verkauft werden kann.\n\nAllgemein scheint das Handelssystem Probleme bei hoher Last zu haben. Darüber gibt es zahlreiche Beschwerden von Nutzern. Mittlerweile nutzt das Unternehmen aber weitere Börsen wie Tradegate als sogenannte Fallback-Lösung.\n\nTrade Republic wurde außerdem oft vorgeworfen, einen ungünstigen Spread zu bieten (Unterschied zwischen Kauf und Verkauf).\n\nBei manchen Aufträgen wie einem Depotübertrag soll Trade Republic ebenfalls eher langsam arbeiten. Über Probleme berichteten Kunden auch bei anderen Vorgängen, so gab es etwa bei einem Aktiensplit der Aktie von Nvidia Probleme mit der Berechnung der Abgeltungssteuer. Diese Probleme werden nach meiner Erfahrung aber nach kurzer Zeit behoben, vor allem der mäßige Support wird hier allerdings zum Ärgernis.\n\nWas ebenfalls kritisiert wurde: Nutzt man das Tagesgeldkonto, sind die Anlagen nur teilweise durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt – ein Teil kann in Geldmarktfonds investiert sein.\n\n## Unzuverlässige Anzeige der Kontodaten und andere Kleinigkeiten\n\nAuch ich habe bereits einige seltsame Erfahrungen gemacht. So ist sogar die Anzeige der Kontodaten immer wieder ein Problem geworden, was wohl vor allem an der App beziehungsweise den Serveranwendungen liegt. Die ersten Jahre bot Trade Republic eine funktionale, aber recht simple Banking-App. Diese wurde aber 2023 von einer moderneren, aber unzuverlässigeren App ersetzt, mit der ich immer wieder kleinere Probleme hatte.\n\nEs wurde sogar noch schlimmer statt besser: Vor einigen Jahren wollte Trade Republic außerdem sein Angebot stark ausweiten und hat zahlreiche neue Funktionen eingeführt – etwa den Kauf von Anleihen und Angeboten aus dem Bereich Private Equity.\n\nDie App hat gelegentlich Darstellungsprobleme, so sollten hier alle Konten zu sehen sein.\n\nStephan Wiesend\n\nDabei wurde auch das Depot in vier verschiedene Bereiche aufgeteilt: Brokerage, Private Markets, Zinsprodukte und Crypto Wallet. Der Gesamtwert des Depots wird automatisch zusammengezählt und erscheint unter „Gesamt“.\n\nBegleitet wird die Einführung neuer Funktionen übrigens mit etwas merkwürdigen Werbeaktionen von Influencern, die in der App die neuen Funktionen vorstellten.\n\nZu meiner nicht geringen Irritation wurde diese Zusammenrechnung aber offenbar fehlerhaft umgesetzt und führte kurzzeitig zu Rechenfehlern. So schien etwa mehrmals in meinem Depot plötzlich ein Drittel des Vermögens zu fehlen! Das war ein offensichtlicher Darstellungsfehler und ließ sich durch einen Neustart der App beheben. Eine gewisse Irritation hinterlässt dies aber doch. Für eine Banking-App ist dies doch eher ungewöhnlich.\n\nIm Folgenden kam es noch öfter zu Darstellungsproblemen, so fehlten manchmal die Beträge in einem der vier Bereiche. Kürzlich war in der Darstellung der Konten manchmal einfach nichts zu sehen. Auch ein Einfrieren der App kann gelegentlich vorkommen, was immer wieder den Neustart der App nötig macht.\n\nIch bin nicht allein: Auch andere Nutzer berichten von Problemen mit der App, die offensichtlich noch nicht ganz ausgereift ist.\n\n## Fazit\n\nKann ich Trade Republic also empfehlen? Nach meiner Einschätzung ist Trade Republic kein unseriöses Unternehmen. Die Gebühren sind niedrig und die Einlagen wohl so sicher wie bei anderen Banken. Ein ETF-Sparplan kann hier günstig und recht komfortabel gepflegt werden. Handeln Sie aber intensiv mit Aktien und Wertpapieren, gibt es wohl bessere Anbieter.\n\nDie App wurde aber nach meinem Eindruck voreilig mit neuen Funktionen überladen, ohne diese ausreichend zu testen oder ein wirklich belastbares System bieten zu können. Empfehlen kann man den günstigen Neo-Broker zwar schon, bei der Nutzung der App muss man aber immer wieder ein paar Kröten schlucken.\n\nVor allem im Vergleich zum ähnlich günstigen Broker Scalable fällt dies auf. Dieser hat sich bei der Einführung neuer Funktionen für einen konservativeren Weg entschieden. Hier ist die App seit Jahren unverändert und erhielt nur sparsam neue Funktionen – und ich konnte auch nie ähnliche Probleme wie bei Trade Republic beobachten.",
"title": "Neo-Banker Trade Republic – stimmt da was nicht?"
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