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  "textContent": "Am 1. April ist Apple 50 Jahre alt geworden – keine schlechte Leistung für ein kleines Start-up, das in der Garage von Steve Jobs’ Familie gegründet wurde. Das Unternehmen hat die Welt seitdem mehrfach verändert, doch gerade in den Jahren 1996 bis 2005 kamen einige seiner größten Innovationen heraus.\n\nDieses Jahrzehnt war vielleicht eine der fruchtbarsten Phasen in der Geschichte von Apple. Es war Zeuge der Entstehung eines ikonischen Produkts nach dem anderen und des Aufblühens der kreativen Partnerschaft zwischen Steve Jobs und Jony Ive. Einige der besten Geräte, die Apple je hergestellt hat, kamen in diesen zehn Jahren auf den Markt und veränderten nicht nur das Gesicht von Apple, sondern der gesamten Technologiebranche.\n\nHier blicken wir auf Apples größte Erfolge von 1996 bis 2005 zurück und bewerten die bedeutendsten Geräte. Begleiten Sie uns auf eine Reise in die Vergangenheit.\n\n## März 1997: Twentieth Anniversary Macintosh\n\nSix Colors\n\nAnfang 1997 war für Apple eine Zeit vorsichtiger Hoffnung. Obwohl das Unternehmen einen Großteil der 1990er Jahre in der Krise verbracht hatte, schloss es im Februar 1997 einen Vertrag zum Kauf von NeXT, Inc. ab und holte Steve Jobs als Interim-CEO zurück. Wie auf Kommando brachte Apple einen Monat später den Twentieth Anniversary Macintosh (TAM) auf den Markt, ein Produkt, das Apples Geschichte feiern und die technologischen Fähigkeiten seiner Schöpfer demonstrieren sollte.\n\nFür die damalige Zeit ungewöhnlich, verfügte er über ein LC-Display, vertikal angeordnete Komponenten, um nur eine geringe Stellfläche in Anspruch zu nehmen, und ein abnehmbares Trackpad. Er meldete sich sogar mit einem einzigartigen Startton. Wenn man bedenkt, dass die meisten PCs jener Zeit mit massiven CRT-Bildschirmen und rechteckigen Tower-Gehäusen ausgestattet waren, war der TAM ein bemerkenswert kompaktes Produkt und seiner Zeit um Jahre voraus.\n\nDennoch konnte dies seinen Misserfolg nicht verhindern, und sein hoher Preis von 7.499 US-Dollar sowie seine wenig überzeugenden technischen Daten machten ihn bei der Öffentlichkeit kaum beliebt. Doch als Demonstration der Meisterleistungen, zu denen Apple fähig war, legte er den Grundstein für spätere Produkte, vom iMac bis zum Magic Trackpad.\n\n## August 1998: iMac G3\n\nApple\n\nEin Jahr nach dem TAM kam der iMac G3 auf den Markt, und die beiden Computer hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während der TAM eine professionelle High-End-Technologiedemonstration war, richtete sich der iMac G3 an die breite Masse – mit einem ebenso atemberaubenden Design und einer unglaublichen Benutzerfreundlichkeit. Man muss kein Apple-Historiker sein, um zu wissen, welches der beiden Geräte ein stärkeres Vermächtnis hinterlassen hat.\n\nTatsächlich lag der Erfolg des iMac G3 in seinem Bestreben, all das zu sein, was seine Konkurrenten nicht waren. Seine farbenfrohen Töne machten ihn freundlich und zugänglich, eine Tatsache, die durch den integrierten Griff und die durchsichtigen Seitenwände unterstrichen wurde, die die Funktionsweise des Computers entmystifizierten. In einer Welt langweiliger beigefarbener Kisten hätte der iMac G3 nicht außergewöhnlicher sein können.\n\nTrotz etwas gemischter Kritiken aufgrund des fehlenden Diskettenlaufwerks und der begrenzten Anschlussmöglichkeiten außer USB war der iMac G3 ein riesiger kommerzieller Erfolg. Ein Jahr später kam das iBook mit einem Griff und einer ähnlichen Farbpalette auf den Markt, und plötzlich war Apple wieder ganz groß im Geschäft.\n\nDie Konkurrenz versuchte, das Design des iMac schamlos zu kopieren, was zu Steve Jobs’ berühmtem Ausspruch führte, dass die Konkurrenz nicht verstanden habe, dass „Design bedeutet, wie es funktioniert“, und nicht, wie es aussieht. Und wie man so schön sagt: Nachahmung ist die aufrichtigste Form der Schmeichelei.\n\n## September 2000: Mac OS X\n\nApple\n\nIm Jahr 2000 hatte Apple mit dem klassischen Mac-OS einen kritischen Punkt erreicht. Seit den 1990er Jahren hatte das Unternehmen versucht, sein Mac-Betriebssystem zu überarbeiten, jedoch mit wenig Erfolg, und die Einführung eines modernen Betriebssystems war der entscheidende nächste Schritt. Nachdem eine Einigung über den Kauf von Jean-Louis Gassées Be Inc. und dem dazugehörigen BeOS gescheitert war, wandte sich Apple an NeXT, holte Steve Jobs zurück ins Unternehmen und nutzte NeXTSTEP als Grundlage für das neu gestaltete Betriebssystem des Mac.\n\nDas Ergebnis war Mac-OS X, dessen öffentliche Beta-Version im September 2000 erschien. Es war eine radikale Abkehr von allem, was zuvor existierte, mit einem Fokus auf glasig-blauen Bildlaufleisten und Oberflächen im gebürsteten Metall-Look. Die bunte Oberfläche nannte Apple Aqua, und Jobs sagte, dass „eines der Designziele darin bestand, dass man es beim Anblick am liebsten ablecken wollte“ – und seine bonbonfarbenen Töne trugen zweifellos dazu bei, dass es sich von der Masse abhob.\n\nAls Steve Jobs Mac-OS X mit Aqua auf der Macworld 2000 vorstellte, sorgten mehrere Aspekte für staunendes Raunen im Publikum. Bei der Vorstellung des Docks aktivierte Jobs dessen Vergrößerungsfunktion, und das Überfahren von Dock-Elementen mit der Maus, um sie zu vergrößern, löste verblüfften Jubel und Applaus aus. Und das ist vielleicht ein Beweis für die Qualität von Mac-OS X: Es war so gut gestaltet, dass selbst einfache Elemente wie die Dock-Vergrößerung absolut revolutionär wirkten – so sehr, dass sie bis heute verwendet werden.\n\n## November 2001: iPod\n\nApple\n\nApple ist nicht immer der Erste in einer bestimmten Produktkategorie und zieht es oft vor, die Konkurrenz zu analysieren, bevor es etwas auf den Markt bringt, das alles andere in den Schatten stellt. Das war beim iPod der Fall. Apple untersuchte den MP3-Player-Markt, lehnte alles ab, was es sah, und entschied, dass es das viel besser machen könnte.\n\nUnd das tat es auch. Der 399-Dollar-iPod definierte die Erwartungen an einen MP3-Player neu, mit attraktivem Design, gepaart mit dem legendären Steuerrad, das das Durchstöbern umfangreicher Musikbibliotheken zu einem absoluten Vergnügen machte. Er war zudem viel kleiner als vergleichbare Player mit einer 1,8-Zoll-Festplatte, verfügte über eine hervorragende Akkulaufzeit und übertrug Songs dank seines Firewire-Anschlusses im Vergleich zu USB unglaublich schnell. Und natürlich konnte er bekanntlich viel mehr Songs speichern als jedes andere Gerät auf dem Markt – “1.000 in Ihrer Tasche”, um genau zu sein.\n\nWie so oft bei Apple-Produkten veränderte der iPod die Landschaft der Musikindustrie für immer. In Kombination mit dem iTunes Music Store, der etwa 18 Monate später folgte, hatten Apple-Fans eine eigene Möglichkeit, digitale Musik zu genießen, die die Konkurrenz schlichtweg aus dem Feld schlug.\n\n## Januar 2002: iMac G4\n\nChristopher Phin\n\nDer iMac G3 war für Apple ein derart großer Erfolg gewesen, dass er das Gesicht der Computerbranche verändert hatte. Wie sollte man daran anknüpfen? Das war die Aufgabe des iMac G4.\n\nAls Jony Ive durch den Garten von Steve Jobs spazierte, entdeckte er eine große Sonnenblume, die sich in die Beete schmiegte. Es war dieses Bild, das das Design des legendären iMac G4 inspirierte, mit seinem schwenkbaren Monitor, der sich nach Belieben bewegen ließ, als wäre er eine Sonnenblume, die nach den Sonnenstrahlen sucht.\n\nAls der iMac G4 im Jahr 2002 auf den Markt kam, hatte sich die Technologie gegenüber dem iMac G3 weiterentwickelt, und große CRT-Bildschirme waren keine Hardware-Notwendigkeit mehr. Stattdessen verwendete Apple ein Flachbildschirm-Panel und verkleinerte die internen Komponenten auf ein winziges Gehäuse. Dies ermöglichte es, jedem Aspekt seiner eigenen Natur treu zu bleiben – etwas, das Jobs wichtig war – und schuf ein einzigartiges Design, das sich von konventionellen Prinzipien löste und eine große Wirkung erzielte.\n\n## Januar 2003: iLife\n\nApple\n\nAls sich Software wie der Musikmanager iTunes zu etablieren begann und andere Apple-Apps wie iMovie und iPhoto an Beliebtheit gewannen, beschloss Apple, dass es an der Zeit war, ein Softwarepaket zu entwickeln, das den Anforderungen des sich entwickelnden digitalen Lebensstils der Nutzer gerecht wurde. Dieses Paket nahm als iLife Gestalt an, dessen erste Version im Januar 2003 erschien.\n\nDie zu iLife gehörenden Apps – iPhoto, iMovie, iDVD und iTunes – wurden mit der Einführung von iLife nicht nur aktualisiert, sondern auch so gestaltet, dass sie nahtlos zusammenarbeiteten. So konnten Sie Musik aus Ihrer iTunes-Mediathek oder Filmmaterial aus iMovie auswählen, um Ihre Urlaubsfotos in iPhoto zu untermalen, ohne zwischen den Apps wechseln zu müssen. Dies war ein hervorragendes Beispiel für das Apple-Ökosystem in Aktion, das vollständig für das digitale Zeitalter aktualisiert worden war.\n\n## April 2003: iTunes Music Store\n\nApple\n\nWährend der iPod immer beliebter wurde, erregte Napster, der Pionier des Peer-to-Peer-Musiktauschs, bei Führungskräften der Musikindustrie große Besorgnis. Steve Jobs glaubte, die Lösung gefunden zu haben: die Verwaltung der digitalen Musikbibliothek so einfach und erschwinglich zu gestalten, dass Piraterie überflüssig würde. Um dies zu verwirklichen, eröffnete Apple im Frühjahr 2003 den iTunes Music Store – und veränderte damit die gesamte Musikindustrie.\n\nIndem iTunes den Nutzern ermöglichte, einzelne Titel zu kaufen, verlagerte sich der Schwerpunkt weg von teuren Alben hin zu Singles – ein Schritt, den Musiker in den Jahren seitdem zunehmend begrüßt haben. In Verbindung mit dem iPod bot Apple den Menschen ein eng integriertes System sowohl zur Verwaltung als auch zur Wiedergabe all ihrer Lieblingstitel. Noch im selben Jahr kam es auch für Windows auf den Markt, in Deutschland dann erst im Frühjahr 2004. Einfach so hatte Apple die Piraterie besiegt und ein neues Modell geschaffen, mit dem Nutzer ihre Musik kaufen und genießen konnten.\n\n## Februar 2004: iPod Mini\n\nFoundry\n\nObwohl der ursprüngliche iPod ein durchschlagender Erfolg war, suchte Apple nach einer Möglichkeit, mit einem günstigeren, kleineren Player mehr Menschen zu erreichen. Das Ergebnis dieser Überlegungen war der iPod Mini. Zu einer Zeit, als klobige Smartphones gerade erst populär wurden, bedeutete ein kleinerer MP3-Player, dass Ihre Geräte weniger Platz in der Tasche einnahmen. Und der iPod Mini erfüllte diese Anforderung brillant: Er wog nur 102 Gramm – fast die Hälfte des Gewichts des ersten iPods von 185 Gramm.\n\nDoch es ging um mehr als nur die schlanke Bauweise. Der iPod Mini kam auch mit einem berührungsempfindlichen Click Wheel – eine Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Rad des iPod – sowie verschiedene farbige Modelle, die dem ikonischen weißen Modell einen Hauch von Spaß und Verspieltheit verliehen. Und das Beste daran? Er kostete nur 249 US-Dollar.\n\n## Januar 2005: Mac Mini\n\nApple\n\nHeute ist der Mac Mini nicht nur einer der besten kleinen Computer, die man für Geld kaufen kann – dank seiner kompakten Bauweise und seines fantastischen Preis-Leistungs-Verhältnisses ist er einer der besten verfügbaren Macs. Und das heutige Modell sieht dem Original, das im Januar 2005 auf den Markt kam, immer noch sehr ähnlich, wenngleich es in der M-Ära noch kleiner werden konnte.\n\nEingebettet in ein Polycarbonatgehäuse und ausgestattet mit einem PowerPC-G4-Chip sowie einer Reihe von Laptop-Komponenten verkörperte der Mac Mini eines von Steve Jobs’ offen gesagt weniger eingängigen Konzepten: BYODKM, oder „bring your own display, keyboard and mouse“ (bringen Sie Ihren eigenen Bildschirm, Ihre eigene Tastatur und Ihre eigene Maus mit). Dies trug dazu bei, die Kosten für die Nutzer niedrig zu halten, und hatte den Nebeneffekt, dass er für Windows-Umsteiger attraktiv wurde, die wahrscheinlich bereits über eigene Peripheriegeräte verfügten.\n\nUnd mit einem Einführungspreis von 499 US-Dollar war der Mac Mini ein echtes Schnäppchen. 2006 wurde er mit der Einführung des ersten Intel-Mac-Mini noch besser, doch selbst mit einem PowerPC-Chip im Inneren bot die erste Version etwas Besonderes, dessen Konzept bis heute eine Erfolgsformel ist.\n\n## Januar 2005: iPod Shuffle\n\nFoundry\n\nDer Erfolg des ursprünglichen iPod und des iPod Mini brachte im Laufe der Jahre mehrere iPod-Varianten hervor – iPod Nano, iPod Video, iPod U2 Edition, iPod Classic –, doch keine war experimenteller als der iPod Shuffle.\n\nSteve Jobs präsentierte das Gerät als reine Umsetzung der Nutzerwünsche: Der Shuffle-Modus war die beliebteste Art, wie die Leute ihre Musik auf dem iPod abspielten – warum also nicht einen iPod entwickeln, der das Element der musikalischen Überraschung einbezog? Das Ergebnis war ein Gerät ohne Display, mit einfachsten Wiedergabesteuerungen und dazu gedacht, am Körper getragen zu werden.\n\nMan konnte Titel nacheinander oder in zufälliger Reihenfolge abspielen oder die AutoFill-Funktion in iTunes nutzen, um eine beliebige Auswahl von Songs aus der Bibliothek auf den Player zu laden – damit wurde das Shuffle-Konzept wirklich voll ausgeschöpft. Es war wie Musik-Streaming, noch bevor Musik-Streaming überhaupt ein Begriff war.\n\n_Dies ist Teil drei einer fünfteiligen Serie, die 50 Jahre Apple-Produktveröffentlichungen beleuchtet. Holen Sie nach, was Sie verpasst haben (_1976–1985;_ 1986–1995)._",
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