iPhone Fold kommt: 5 Fehler des iPhone Air, die Apple vermeiden muss
Das elegante iPhone Air war von Anfang an ein echter Verkaufsflop und schon im Oktober musste Apple die Notbremse ziehen. Die Produktionsaufträge wurden angesichts der mäßigen Verkäufe drastisch gekürzt.
Auch Marktforscher bestätigten schnell, dass eigentlich kaum jemand Interesse am neuen iPhone-Modell zeigte – ein seltener Misserfolg, wie er Apple nur selten passiert. Mittlerweile ist der Neupreis im Fachhandel auf knapp 900 Euro gefallen – ein fast schon nach Verramschen tönender Nachlass von 25 Prozent.
Selbst bei konsumfreudigen Münchnern ist ein Air überraschend selten zu sehen, und bei Ebay erhält man es bei einer Auktion schon für unter 700 Euro!
Apple entgeht aber genau genommen kein Umsatz – iPhone 17 und das neue iPhone 17 Pro brechen Verkaufsrekorde.
Ein Warnsignal ist der mangelnde Erfolg des Air aber schon. Offensichtlich hat Cupertino sich bei diesem neuen iPhone verschätzt – wie auch beim selten verkauften iPhone Plus und noch seltener gekauften Vision Pro. Noch in diesem Jahr wird Apple aber mit dem iPhone Fold sein nächstes Sondermodell vorstellen, von dem viel erwartet wird.
Hoffen wir, eine Pleite wie mit dem Air wird sich nicht wiederholen. Eine erneute Fehleinschätzung beim iPhone Fold könnte Apples Ruf nun wirklich beschädigen.
Es ist zwar schön, dass Apple mit günstigen Geräten wie iPhone 17e und Macbook Neo Erfolge verzeichnet. Apple kann seinen Ruf als hochpreisige IT-Ikone aber nur mit wirklich neuen und innovativen Produkten erhalten! iPhone 17e und Neo beeindrucken zwar – aber doch eher durch ihren günstigen Preis als durch technische Innovation.
In unserem Test erhielt das Air eine gute Bewertung, ich war aber von Anfang an skeptisch – sind doch Apple-Fans weit rationaler, als mancher meint. Rein technisch ist das Air zwar ein erstklassiges Smartphone, es bietet aber für einen hohen Aufpreis weniger Nutzwert als das iPhone 17.
Foundry
Manchmal ist der Preis einfach zu hoch
War der Grund einfach der Preis? Das iPhone 17 kam für 949 Euro in den Handel, das iPhone Air für 1199 Euro. In Deutschland ist natürlich ein Preis von 1199 Euro weit ungünstiger als der US-Preis von 999 US-Dollar. So wurde die „magische“ Grenze von 1000 Euro übersprungen.
Das kann aber nicht der einzige Grund gewesen sein, brach doch zeitgleich das noch teurere Pro Max in China und den USA Verkaufsrekorde.
Es ist wohl so: Ein iPhone darf teuer sein, es muss dafür aber auch etwas bieten – und ein Mehrwert gegenüber dem iPhone 17 war für viele Käufer nicht erkennbar. Mit nur einer Kamera, mäßiger Akkulaufzeit und ungewisser Haltbarkeit gab es sogar arge Minuspunkte.
Auch der Preisverfall auf 900 Euro hat die Attraktivität nicht gesteigert – es verkauft sich noch immer schlecht.
Dieser Anspruch wird aber auch für das iPhone Fold gelten – es darf teuer sein, muss jedoch dafür auch viel bieten. Absurde Preise sind auch für Apple-Enthusiasten inakzeptabel – wie die Vision Pro gerade zeigte.
Ein faltbares Display ist großartig, aber keinen Aufpreis von über tausend Euro wert. Ich denke, ein Preis von mehr als 2.500 Euro wird nicht akzeptiert.
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Nur weil es eine technische Meisterleistung ist, muss es nicht sinnvoll sein
Das iPhone Air ist aus Sicht von Ingenieuren eine Meisterleistung. Viel Aufwand wurde betrieben, um ein beeindruckend dünnes Gehäuse zu ermöglichen. Wozu aber? Eigentlich hat wohl kaum ein Kunde ein derart dünnes Gehäuse verlangt. Stecken Sie das teure Air in ein Gehäuse, ist es außerdem plötzlich gar nicht mehr so dünn.
Hier zeigt Apple eine seltsame Sturheit: Schon seit Jahren versucht Apple, eine neue iPhone-Linie zwischen dem Standard- und den Pro-Modellen zu positionieren, und setzt dabei bisher auf die Größe.
Apple hat jetzt nacheinander drei Größen-Varianten eines Standard-iPhones durchexerziert: Mit dem iPhone mini ein besonders handliches Modell, mit dem iPhone Plus ein großes Modell und mit dem iPhone Air ein besonders flaches Modell. Und keines der Modelle war beim Kunden wirklich erfolgreich.
Vielleicht sind Kundenumfragen schuld? Ich kann mir gut vorstellen, wie iPhone-Nutzer in Umfragen angeben, dass sie gerne ein iPhone mit „größerem Bildschirm“, „kleineren Abmessungen“ oder auch „ein flacheres Gehäuse“ wollen. Trotzdem kaufen die gleichen Nutzer beim Erscheinen des iPhone 12 Mini dann doch lieber ein großes und schweres iPhone 12 und beim Erscheinen des flachen iPhone Air doch ein iPhone 17.
Auch beim Fold wird sich erst noch zeigen, ob die Kunden wirklich ein großes klappbares Display haben wollen. Das ist zwar ein geniales Konzept und verdient höchsten Respekt für diese technische Leistung. Die Frage bleibt, wie wichtig dies für die Kunden sein wird.
Auch die Vision Pro ist schließlich eine echte Meisterleistung der Ingenieurskunst und der Softwareentwicklung – aber das allein reicht eben nicht immer aus.
Vertrauen in Apple ist wichtig
Viele Käufer reagierten auf das Konzept des Air mit viel Misstrauen – was verständlich ist. Das iPhone Air wäre schließlich nicht das erste Gerät mit tollem Design, das viele technische Nachteile hat. Manch Kunde hat sich vermutlich die Frage gestellt: „Wenn ein dünnes Gehäuse keine Probleme verursacht, warum macht Apple nicht einfach das iPhone 17 dünner?“. Es hat sich schon oft bewährt, lieber die Version 1.1 abzuwarten.
Daraus lassen sich nach meiner Meinung für das iPhone Fold unschwer Lehren ziehen:
Apple muss die Kunden unbedingt überzeugen, dass das iPhone Fold robust und ausgereift ist. Auch ein glühender Apple-Fan hat keine Lust, zum Beta-Tester zu werden. Apple hat zwar viele großartige Produkte herausgebracht, aber zuletzt auch echte Flops.
Software darf nicht unterschätzt werden
Nach meiner Meinung wird noch unterschätzt, wie wichtig die Umsetzung auf der iOS-Seite sein wird. Beim Air war dies kein Thema, beim Fold wird dies aber entscheidend sein.
Es kann nicht sein, dass das Display einfach nur mehr Bildschirmgröße bietet, das System muss dies auch perfekt ausnutzen können – etwa mit einem Sondermodus oder coolen Systemfunktionen. Auch die faltbaren Smartphones der Android-Welt leiden an schlecht angepassten Apps und Systemen – die oft eine sinnvolle Nutzung des großen Bildschirms verhindern.
Hier sollte Apple schon einige „Killer-Argumente“ für den breiten iPhone-Bildschirm bringen.
Der stärkste Konkurrent ist das iPhone Pro
Das eigentliche Problem liegt woanders: Schon beim iPhone Air zeigte sich, dass das gleichzeitig erhältliche iPhone 17 zum stärksten Konkurrenten werden kann – schlicht, weil es für viele Nutzer die attraktivere Wahl war. Ein ähnliches Szenario dürfte sich im Herbst wiederholen, denn die meisten iPhone-Nutzer entscheiden sich am Ende für genau ein neues Modell.
Wenngleich das iPhone Fold technisch überzeugt, tritt es gegen einen etablierten Maßstab an: das iPhone 18 Pro Max. Dessen Stärken wird das Fold mindestens erreichen, wenn nicht übertreffen müssen. Ein großes Display allein reicht dabei kaum als Differenzierungsmerkmal, denn auch ein Pro-Max-Modell bietet bereits sehr viel Bildschirmfläche.
Entscheidend ist letztlich nicht, was technisch möglich ist, sondern was im Alltag echten Mehrwert bringt. Genau daran werden Nutzer das iPhone Fold messen. Welche konkreten Vorteile Apple hier liefern kann, bleibt daher die spannendste Frage.
Discussion in the ATmosphere