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  "textContent": "Dann kamen Kameras dazu. Danach kam ein Garagentoröffner. Alle Geräte von Eve, Nanoleaf und Meross haben einfach funktioniert. Später kamen noch Eve-Heizkörperthermostate dazu.\n\n## Mein Traum vom smarten Heim\n\nAuch das hat erst einmal alles super geklappt. Parallel dazu gab es noch das alte Homematic-System, sodass nicht alles in Homekit erledigt werden musste, zum Beispiel die Rollladensteuerung. Hier waren auch kompliziertere Steuerungen in Verbindung mit Türkontakten möglich, die es in Homekit nicht gab. Daher war das für mich kein Problem.\n\nMit der Zeit wuchsen jedoch die Ansprüche. So kam Philips Hue dazu. Hier sind mehr Leuchtmittel erhältlich und eine zeit- sowie helligkeitsabhängige Steuerung ist viel einfacher zu realisieren.\n\nAußerdem gibt es einen richtig guten Bewegungsmelder, den man dafür nutzen kann, sowie superschöne, kleine Taster, die man ganz unauffällig in der Küche positionieren kann.\n\nFoundry / Apple + Matter\n\n## Neuer Standard verspricht eine Verbesserung\n\nDann kam Matter und versprach, endlich auch den inzwischen hinzugekommenen Staubsaugerroboter zu integrieren. Der Traum war eine bessere, umfassendere Steuerung. Doch so ganz funktioniert dieser Traum weiterhin nicht.\n\nUm das Maximum aus Homekit herauszuholen, hilft nur die Eve-App. Sie bietet mehr Möglichkeiten als die Home-App von Apple, ist aber nicht so leicht verständlich. Mit Matter sollte eigentlich eine Überarbeitung von Homekit erfolgen, um mehr Steuerungsmöglichkeiten zu bieten.\n\nIm Haushalt kamen weitere Roboter für Boden, Fenster und Rasen dazu. Allerdings schwand die Hoffnung, dass Matter die ultimative Lösung sein würde.\n\nThomas Bergbold\n\nNeue Matter-Geräte kamen nur spärlich auf den Markt, dafür immer mehr Inseln und Brücken – von A wie Aqara bis S wie Switchbot. Der Frust der Nutzer nahm zu, auch meiner. Siri war daran nicht ganz unschuldig, ebenso wie die sich häufenden Probleme.\n\nIn meinem Haus hatte ich noch nicht vollständig auf Homekit gesetzt und war froh, Homematic und Hue zu haben. Doch dann wollte ich Türschlossantriebe wie Nuki mit Alarmanlage, Licht, Rollläden und Staubsaugerrobotern zu einer Aktion vereinen. Von einer Bastellösung zur nächsten nahm der Frust zu und es traten immer mehr Probleme auf.\n\nGrundsätzlich hatte aber noch alles funktioniert. Doch dann kam der Februar 2026, in dem sich ein Gerät nach dem anderen von Homekit verabschiedete. Zunächst waren die Lampen und der Präsenzmelder im Kinderzimmer von Meross betroffen, dann die Lampen von Nanoleaf im Büro. Am Ende waren 72 Geräte nicht mehr erreichbar.\n\n„Jetzt ist Schluss“, sagte ich mir. Der Frust über die mangelnden Möglichkeiten der Steuerungsabläufe durch die nicht mehr erreichbaren Geräte hatte sich noch verstärkt und es war einfach zu viel geworden. Eine Lösung musste her.\n\nZum Glück konnte ich mit Siri noch Nuki und die Hue-Lampen in einer Aktion steuern, sonst wäre der Haussegen schiefgehangen, und das wollte ich auf keinen Fall riskieren. Die Rollläden waren im Winter nicht so wichtig, da sie zur Not auch noch über den Homematic-Taster an der Wand bedient werden konnten.\n\n## Neuanfang mit Home Assistant\n\nUgreen\n\nDa ich aber zufälligerweise gerade ein Ugreen NAS DH4300 Plus mit integrierter Home-Assistant-Funktion hier hatte, kam mir die Idee, ein neues System ohne Homekit aufzusetzen. Home Assistant kann auf eine große, freie Entwicklergemeinde zählen und findet auch in der Industrie immer mehr Anhänger.\n\nSogar Zendure hat seine Balkonsolaranlagen und Batteriespeicher offiziell in Home Assistant integriert. Siri wird also nur noch zum Auslösen von Aktionen gebraucht. Endlich könnte auch ein iPad im Flur an der Wand als Dashboard dienen. Von den besseren Steuerungsmöglichkeiten ganz abgesehen.\n\nAlso ging es los. Man beschäftigt sich mit Home Assistant – und das kann ich schon einmal vorwegnehmen: Das ist nicht einfach.\n\nDie Installation und die Ersteinrichtung waren noch leicht zu bewältigen. Und richtig cool ist: Home Assistant hat die meisten meiner Geräte im WLAN und im Thread-Netz erkannt – und das ganz ohne Probleme. Ich konnte sie sogar einrichten. Ebenso wie Hue und die Roborock-Staubsauger.\n\nHomey\n\nWenn es jedoch um Steuerungsmöglichkeiten, Abläufe und die Gestaltung eines Dashboards geht, wird es mit Home Assistant richtig kompliziert. Da muss man sich wirklich reinfuchsen und sich intensiv damit beschäftigen.\n\nWas dann möglich ist, geht allerdings weit über das hinaus, was Homekit kann. Aber eine Open-Source-Plattform ist nun einmal nichts für jeden, sondern eher etwas für Nerds, die ihr System so gestalten wollen, dass es später jeder im Haushalt bedienen kann. Entweder über eine App, die es glücklicherweise gibt, oder über das Dashboard, das im Flur hängt.\n\n## Eine Lösung für Nicht-Nerds – Homey\n\nDann kam der März 2026: Ich war auf einer Hausmesse von LG und sprach mit einem Trainer, der mir von seinem Smart-Home-System erzählte. Das klang alles nach dem, was ich in Home Assistant umsetzen wollte, aber es war nicht Home Assistant. Es soll vollkommen einfach in der Einrichtung sein und auch die Steuerungen sollen leichter umzusetzen sein als mit Home Assistant.\n\nHomey\n\nDas System heißt Homey. Es ist ein kommerzielles System, das ähnlich wie Home Assistant arbeiten soll, aber wesentlich einfacher zu bedienen ist und somit keine Programmierkenntnisse des Nutzers erfordert.\n\nIch werde mir also Homey jetzt auch noch ansehen und berichten. Auf den ersten Blick sieht es sehr einfach aus. Es ist eine europäische Entwicklung aus den Niederlanden. Benötigt wird lediglich ein kleines, puckförmiges Gerät, der Homey Pro, von dem es mit dem Homey Pro Mini auch eine etwas abgespeckte Version gibt.\n\nDer große Homey Pro unterstützt fast alle Funkstandards wie Zigbee, Z-Wave Plus und Thread sowie den Standard Matter. Somit versteht er sich mit so ziemlich allen Geräten und kann diese in einer auf den ersten Blick sehr übersichtlichen Bedienoberfläche vereinen.\n\nJetzt wird die Entscheidung schwer: Soll ich mit Home Assistant weitermachen oder dem Homey Pro eine Chance geben?\n\nMan wird sehen. Aber eines ist klar: Es gibt eine Alternative zu Homekit. Matter bleibt der Standard im Hintergrund und macht es einfacher, Geräte in ein Steuerungssystem zu integrieren.\n\nOb die Steuerung dann über Homekit, Home Assistant oder Homey erfolgt, bleibt dem Endnutzer überlassen. Homekit ist wahrscheinlich jedem von uns bekannt. Home Assistant und Homey Pro sind auf jeden Fall Lösungen, die eine Chance verdienen. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich mich daher näher mit beiden Lösungen beschäftigen und herausfinden, welche Homekit zumindest größtenteils ersetzen wird. Auf eines will ich jedoch nicht verzichten: Siri. Auch wenn Siri eigentlich „dumm“ ist, reicht es mir aus, um einfache Aktionen auszulösen.\n\n## Was habe ich daraus gelernt?\n\nEs wäre ein Fehler gewesen, sich nur auf ein System zu verlassen. Das gilt auch für den Funkstandard. Im Smart Home kann es sich als Fehler herausstellen, nur auf WLAN als Funkstandard zu setzen – das musste ich selbst bei einer Routerumstellung feststellen. Die Handarbeit, bei den vielen Geräten die neuen Routerdaten einzugeben, bedeutete viele Stunden Arbeit.\n\nFunkstandards wie Zigbee (Hue) und Thread (Eve, Nanoleaf) haben sich bei mir bewährt. Vor allem Thread-Geräte, die auch ohne Verbindung zum Hub bzw. Router ihre Programme abarbeiten, sind nicht zu unterschätzen. Ein Beispiel sind der Smart Plug Energy von Eve oder die Heizkörperthermostate Thermo. Gerade als im Winter das Smart Home ausgefallen ist, lief die Heizungssteuerung noch.\n\nEin smartes Zuhause ist kein Selbstläufer, sondern eine Arbeitserleichterung, und kann auch zum Energiesparen beitragen.\n\n_In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß mit eurem Smart Home – mit oder ohne Homekit._\n\n_Euer Thomas_",
  "title": "72 Geräte offline: Warum ich mein Smart Home komplett neu aufbaue"
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