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Apple sollte Samsungs Privacy Display für das iPhone übernehmen

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] February 27, 2026
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In einer Zeit, in der unsere Smartphones Banking-Apps, Passwörter, persönliche Nachrichten und andere sensible Daten speichern, sind Sichtschutzfolien für viele Nutzer unverzichtbar geworden. Diese Add-ons von Drittanbietern basieren auf der Mikro-Lamellentechnologie, um den Blickwinkel des Displays einzuschränken und die Sichtbarkeit von den Seiten zu begrenzen.

Dadurch wird es für Umstehende schwierig, den Bildschirminhalt aus einem Winkel zu sehen, da das Licht in einer kontrollierten, nach vorn gerichteten Richtung ausgestrahlt wird.

Während seines Unpacked-Events Anfang dieser Woche stellte Samsung seine Galaxy-S26-Reihe vor. Wie von Smartphone-Herstellern zu diesem Zeitpunkt zu erwarten, drehte sich die Keynote hauptsächlich um Leistungssteigerungen und KI-Funktionen. Das vielleicht beeindruckendste Highlight war jedoch das neue Privacy Display des Galaxy S26 Ultra, das die oben genannten Displayschutzfolien nativ nachahmt. Wenn Apple die Privatsphäre der iPhone-Nutzer wirklich am Herzen liegt, sollte es diese geniale Erfindung so schnell wie möglich übernehmen.

So funktioniert das Privacy Display

Hat Samsung also einfach eine Sichtschutzfolie auf dem Galaxy S26 Ultra vorinstalliert, um seinen Kunden 20 Euro zu sparen? Weit gefehlt. Das Privacy Display ist nicht auf eine externe Schicht oder einen Filter angewiesen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Es wurde auf Pixelebene entwickelt und bestimmt, wie der Bildschirm überhaupt Licht ausstrahlt.

Smartphone-Displays bestehen in der Regel aus breiten Pixeln, die Licht in mehrere Richtungen nach außen abstrahlen. Dadurch können Sie den Bildschirminhalt auch dann sehen, wenn Sie nicht direkt auf das Gerät schauen. Hier hat Samsung seine Magie eingesetzt.

Das Privacy Display von Samsung schränkt das Sichtfeld für sensible Inhalte auf Ihrem Smartphone ein.

Samsung

Das Galaxy S26 Ultra ist das erste Smartphone, das mit der von Samsung als „Black Matrix“ bezeichneten Technologie ausgestattet ist. Abgesehen von der Marketing-Fachsprache verengt diese Technologie im Wesentlichen den Lichtweg eines Pixels mithilfe eines Rings und lenkt mehr Licht nach vorn, anstatt es nach außen streuen zu lassen. Dadurch entsteht ein schmales Pixel, das eingeschränkt Licht emittiert.

Um diese Funktion dynamisch zu gestalten, musste Samsung sowohl breite als auch schmale Pixel in sein neuestes Flaggschiff-Smartphone integrieren. Wenn das Privacy Display aktiviert ist, werden schmale Pixel zur primären Lichtquelle, wodurch die Sichtbarkeit aus einem bestimmten Winkel reduziert wird. Durch Deaktivieren der Funktion können beide Pixeltypen zusammenarbeiten, wodurch die normale Lichtemission wiederhergestellt wird. Es ist wirklich beeindruckend, dies in Aktion zu sehen.

Warum Privacy Display überzeugt

Nun fragen Sie sich vielleicht, warum iPhone-Nutzer sich für Privacy Display interessieren sollten, wenn Bildschirmschutzfolien scheinbar ähnliche Ergebnisse für nur wenige Euro erzielen können? Hauptsächlich ist die Implementierung von Samsung weder dauerhaft noch universell. Sie können die Funktion über das Quick Panel (das Kontrollzentrum von Samsung) ein- oder ausschalten oder sie an tägliche Zeitpläne oder Routinen koppeln.

Beispielsweise kann sich der Bildschirm zu Hause normal verhalten und unterwegs in den privaten Modus wechseln. Noch wichtiger ist, dass Sie mit dem Privacy Display bestimmte Bereiche des Bildschirms ausblenden können, etwa eingehende Benachrichtigungen, Banking-Apps, Passwortfelder und mehr. So bleibt die richtige Beleuchtung Ihres Telefons erhalten, während andere daran gehindert werden, private Inhalte zu sehen.

Das S26 Ultra kann anpassen, wann das Privacy Display angezeigt wird.

Samsung

Es ist auch erwähnenswert, dass herkömmliche Blickschutzfolien einige Einschränkungen mit sich bringen. Zunächst einmal machen sie den Bildschirm etwas dicker und neigen dazu, die Helligkeit zu verringern und die Farbgenauigkeit zu verändern. Außerdem können sie die Reaktionsfähigkeit des Bildschirms auf Berührungen beeinträchtigen und einige Funktionen stören.

Die Umsetzung von Samsung erzielt ähnliche Ergebnisse, während die Bildqualität und die Funktionalität des Telefons erhalten bleiben. Sobald dies in den kommenden Jahren zum Standard bei allen Smartphones wird, wird niemand mehr zurückblicken wollen.

Der Innovationswettlauf

Die Zurückhaltung von Apple, Risiken einzugehen, verlangsamt seine Innovationskraft. Selbst als iPhone-Enthusiast muss ich anerkennen, dass die Produktvorstellungen von Apple im Allgemeinen recht unspektakulär geworden sind. Obwohl Apple seinen Status als Trendsetter beibehält, hinkt das Unternehmen in Bezug auf bahnbrechende Technologien und Funktionen hinter seinen Mitbewerbern hinterher.

Sicher, Apple leistet mit seinen Chips hervorragende Arbeit, aber die Leistung bedeutet wenig, wenn der Rest des Geräts so wenig inspirierend ist. Privacy Display ist objektiv gesehen eine echte, transformative Bildschirminnovation, wie es die kleinere Dynamic Island des iPhone 18 Pro nicht sein wird.

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