So oft steigen Nutzer auf ein neues iPhone um
Apple veröffentlicht jedes Jahr ein neues iPhone, doch während in den ersten Jahren die iPhones bis ungefähr zum iPhone 4S merkliche Sprünge in der Technologie gemacht haben, entwickelt sich die erfolgreiche Plattform ungefähr seit dem iPhone X eher in kleinen Schritten. Wir wollten wissen, wie viele von diesen eher kleineren Schritten zwischen den Generationen und wie viel Alltagsverschleiß notwendig sind, um einen Anwender zum Umstieg auf ein neues iPhone zu bewegen.
Auf unsere Umfrage, die wir vergangene Woche gestartet haben und die bis Montag, den 9. Februar 2026, lief, haben 1.109 Macwelt-Leser geantwortet. Rund 30 Prozent davon haben in den vergangenen zwölf Monaten auf ein neues iPhone gewechselt. Die Antworten dieser Gruppe haben wir ausgewertet.
Wie oft steigen Macwelt-Leser auf das neue iPhone um?
Rund ein Viertel aller Teilnehmer an der Umfrage, die sich in den vergangenen 12 Monaten ein neues iPhone zugelegt hatten, stiegen zwei Jahre nach dem letzten Upgrade auf ein neues Gerät um. Eine weitere große Gruppe, insgesamt 34 Prozent, unternahm den Generationswechsel erst nach drei bis vier Jahren Nutzungszeit. Die beiden Extremfälle, darunter ein Umstieg nach weniger als einem Jahr und einer nach mehr als sieben Jahren, kommen nur in jeweils sechs (weniger als ein Jahr) oder zwei Prozent (mehr als sieben Jahre) der Antworten vor.
Der Hauptgrund für die Dominanz des Zwei-Jahre-Turnus bei den Ergebnissen ist wohl kein technischer, sondern ein finanzieller: Viele, die nach zwei Jahren umsteigen, haben unter „Sonstiges“ eine Vertragsverlängerung angegeben, obwohl wir diese Option explizit nicht abgefragt haben. Auch Apples Trade-in-Programm ist ein Treiber beim Wechsel. Ein Leser schreibt:
Steige alle zwei Jahre auf das neue Modell um. Durch das Trade-in bei Apple bekomme ich so noch einen guten Preis für das alte iPhone (egal wie der Zustand ist) und muss so relativ wenig in das neue iPhone investieren. Auf diese Weise kostet mich ein neues iPhone alle zwei Jahre effektiv ca. 500–600 Euro.
Wenn die Teilnehmer umsteigen, dann steigen sie auf das neueste iPhone um: 60 Prozent aller Umgestiegenen nutzen nun ein iPhone 17, 28 Prozent – ein iPhone 16. Die übrigen 12 Prozent verteilen sich auf ältere Modelle.
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Warum steigen Macwelt-Leser auf das neue iPhone um?
Wir haben bereits im Abschnitt davor kurz angerissen, dass finanzielle Faktoren wie Vertragsverlängerung beim Umstieg eine Rolle spielen, obwohl wir diese nicht abgefragt haben. Unter den Hard- und Softwarefaktoren sind die bessere Kamera und ein neuer Akku die klaren Sieger: Jeweils zwanzig Prozent aller Umsteiger nennen die beiden Komponenten als den Grund für den Umstieg. Der neue Prozessor ist mit 14 Prozent der Zweitplatzierte unter den Umsteigern. Etwas überraschend gering wirkte sich der Faktor von zu knappem Speicherplatz aus: Nur 5 Prozent gaben ihn als Grund an. Offenbar reichen den meisten Anwendern 128 GB im Alltag aus.
Auch die Gründe, die die Macwelt-Leser im Freitext angegeben haben, liefern überraschende Erkenntnisse. Ein Teilnehmer ist von Android auf das iPhone umgestiegen, um die Apple Watch nutzen zu können. Ein anderer hatte sein altes iPhone XS gegen das iPhone 16 wegen NFC eingetauscht. Für noch einen war der Mac-Umstieg von Windows ein Grund, sich auch ein iPhone zuzulegen. In einer Instanz wurde Carplay ausdrücklich als Umstiegsgrund genannt. Die Antwort eines ehemaligen Android-Nutzers ist es wert, komplett zitiert zu werden:
Das Apple-Ökosystem ist leider das beste. Google/Samsung kommen zwar nah dran, aber es ist nicht so fließend.
In der allgemeinen Betrachtung sind ein neuer Akku und eine bessere Kamera als Umstiegsgründe gleichauf, doch gliedert man diese Gründe nach Zyklen, wird deutlich, dass der Akku als Faktor mit dem Alter des iPhones zunimmt. In der Gruppe mit dem zweijährigen Turnus steigen 42 Prozent der Nutzer deswegen um, in der Gruppe mit dreijährigem Turnus 48 Prozent. Beim vierjährigen Turnus steigen wegen altem Akku 50 Prozent der Befragten um, nach fünf Jahren mit einem iPhone geben auch 50 Prozent der Anwender den Akku als Umstiegsgrund an.
Was wählen die Mini-Nutzer?
In den Daten haben wir 19 iPhone-Mini-Besitzer gefunden, die umgestiegen sind, vornehmlich auf kleinere oder leichtere iPhones. Nur fünf wählten ein iPhone Pro als neues Gerät, keiner ein iPhone Pro Max. Neben dem Basis-iPhone finden sich auch einige, die auf das iPhone 16e oder auf das iPhone Air umsteigen.
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Fazit
Der treibende Grund hinter den meisten Umstiegen auf das neue iPhone sind Marktmechanismen wie Vertragslänge und Apples Trade-in-Programm. Dies erklärt eine starke Gewichtung der Zwei-Jahres-Spanne bei den Umstiegsintervallen.
Doch die alten iPhones werden nicht entsorgt, sondern eher in der Familie weitergegeben oder dem Second-Hand-Markt zugeführt. Nur fünf Prozent aller Umsteiger haben als Grund angegeben, dass ihr Vorgänger-Smartphone kaputt war.
Apple Intelligence nutzt man eher als Feigenblatt bei der Umstiegsrechtfertigung als einen eigentlichen Grund für den Umstieg: Lediglich 20 Prozent aller Umgestiegenen geben Apples KI als Grund für das neuere iPhone an. Knapp ein Zehntel dieser Umsteiger hatte jedoch vor dem iPhone 17 bereits ein Apple-Intelligence-fähiges iPhone – entweder ein iPhone 15 Pro oder ein iPhone 16.
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