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"description": "In dieser Folge verabschieden wir gleich zwei Kommunikationstechnologien: die MMS und die De-Mail. Die eine kennen viele noch aus der Zeit, als ein verschicktes Handyfoto fast das Prepaid-Guthaben ruinieren konnte. Die andere sollte deutsche Behördenkommunikation digital, verbindlich und sicher machen und ist trotzdem in der Praxis gescheitert. Außerdem in der Folge: ein erfolgreicher Starship-Testflug, die geplante EUDI-Wallet für digitale Ausweise und Papst Leo XIV. als überraschend deutlicher",
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"publishedAt": "2026-05-27T22:10:36.000Z",
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"textContent": "In dieser Folge verabschieden wir gleich zwei Kommunikationstechnologien: die MMS und die De-Mail. Die eine kennen viele noch aus der Zeit, als ein verschicktes Handyfoto fast das Prepaid-Guthaben ruinieren konnte. Die andere sollte deutsche Behördenkommunikation digital, verbindlich und sicher machen und ist trotzdem in der Praxis gescheitert. Außerdem in der Folge: ein erfolgreicher Starship-Testflug, die geplante EUDI-Wallet für digitale Ausweise und Papst Leo XIV. als überraschend deutlicher Kritiker von KI-Machtkonzentration im Silicon Valley.\n\n#### Transkript der Episode\n\n__Das Transkript wird automatisiert erstellt__\n\nJingles:\nSilicon Weekly Der Tech-Podcast mit den wichtigsten News der Woche. Für dich eingeordnet von Elli, Stella und Caspar.\n\nStella:\nEinen wunderschönen guten Tag. Wir hoffen, dass euch die Sonne noch nicht das Hirn weich gekocht hat, sondern ihr sie einfach gut genossen habt. Ja, wir hoffen auch, dass sie uns das Hirn nicht weich gekocht hat, weil wir haben natürlich, wobei wir haben uns überlegt, im Input einfach mal zwei Technologien vorzustellen. Also man merkt schon die ersten Ausfallerscheinungen. Ja, vor allem zwei Technologien.\n\nCaspar:\nDie wir verabschieden. Also es ist quasi ein großer Abschied, den wir im Input feiern. Drei Updates. Eines mit dem Papst. Das kommt auch so nicht häufig vor. Also hätte ich auch nicht unbedingt erwartet. Aber gut. Ja, und die gute Nachricht wirkt im ersten Moment auch sehr kontrovers. Also ich glaube, es wird eine interessante Sendung heute für euch.\n\nStella:\nAlso falls ihr euch hinterher beschweren wollt, wir schieben das einfach auf das sonnige Wetter. Aber wen hört ihr hier eigentlich? Ihr merkt, es sind nur zwei Stimmen. Ende ist nämlich heute nicht am Start. Aber Caspar, dich hören wir.\n\nCaspar:\nJa, und dich, Stella. Schön, dass du da bist.\n\nStella:\nTja, schön, dass wir so beieinander geschaltet sind. Was hältst du davon? Bevor wir uns jetzt hier verzetteln und irgendwie jemand zu sehr merkt, dass wir auch die Sonne genossen haben, lass uns mit den Updates loslegen.\n\nCaspar:\nFinde ich gut, machen wir.\n\nStella:\nWir machen das kurz und schmerzlos. Wir bewegen uns einmal quasi weg eigentlich von der Erde. Wir haben ja vor einigen Wochen in der Sendung über die Mondmission gesprochen. Und Caspar, ich glaube, du warst es, der gesagt hat, da gibt es so einen riesigen Flaschenhals, bis man denn dann tatsächlich wieder auf dem Mond landen kann.\n\nCaspar:\nGenau, die Landefähre ist das große Problem. Die baut die NASA ja nicht selbst, sondern bestellt sie quasi bei privaten Raumfahrtunternehmen. Und eines davon ist das Unternehmen SpaceX von Elon Musk. Und das Update, was wir euch mitgebracht haben, ist, dass die jetzt einen sehr erfolgreichen Testflug bzw. Einen Erstflug ihres neuesten Starships durchgeführt haben.\n\nStella:\nDas Starship V3, das ist rund einstündig war dieser Testflug und es gab mehrere Premieren auf einmal, könnte man sagen. Es war nämlich der erste Start der bislang größten Starship-Version, der erste Start der neuen Super Heavy Träger-Rakete und auch erstmals mit neuen Raptor 3-Triebwerken. Und jetzt müssen wir vielleicht, es gibt so ein kleines Aber, muss ich an Elli denken. Es zündeten alle 33 Booster-Triebwerke eben beim Start. Allerdings während des Fluges, da fiel ein Triebwerk aus.\n\nCaspar:\nAuch die Booster, die kamen nicht so zurück wie gewünscht. Aber was erfolgreich war, es gab 20 Satelliten-Dummys, die dieses Starship in der Umlaufbahn ausgesetzt hat und auch so kleine Kamera-Begleitfahrzeuge, die das Starship dann von außen auch gefilmt haben. Also wenn ihr euch das im Internet mal angucken wollt, bei YouTube gibt es da auch ganz interessante Aufnahmen. Der Wiedereintritt, der hat gut funktioniert. Es gab auch ein paar kleine Wendemanöver in der Atmosphäre, um dann so Kurvenflüge mal durchzuführen und zu gucken, wie das Fluggerät sich dabei verhält. Und auch Daten zur Leistung des Hitzeschildes. Bei der Wiedereintritt in der Atmosphäre entsteht ja sehr viel Reibung und Hitze dadurch. Und was auch geklappt hat, ist die Landung im Indischen Ozean. Die ist so stehend passiert. Das ist ja so ein bisschen das Markenzeichen von SpaceX und von dem Starship, dass es eben stehend landen kann. Da ist es nicht auf einer Plattform gelandet, sondern stehend im Meer gelandet. Und weil da keine Plattformen waren, dann auch umgekippt und in einem ziemlichen Feuerball explodiert. Aber das war laut SpaceX alles so geplant und absehbar und wollte man auch so. Das heißt, SpaceX sagt, ein erfolgreicher, unbemanter Testflug. Sehr gut alles. Allerdings, ihr seht, das ist unbemannt. Die Landung hat noch nicht geklappt und auch sonst war das nicht ganz fehlerfrei. Das heißt, bis zur Landung zum Mond oder auf dem Mond, das wird noch ein bisschen dauern mit dem Starship.\n\nStella:\nUnd wir fliegen für Update Nummer zwei direkt zur Erde zurück und ja, auch eigentlich rein in die Bürokratie, oder Caspar?\n\nCaspar:\nJa, aber das zweite Update, das ist was, was wir für uns alle, unsere Hörerinnen und Hörer mitgebracht haben und Hörer, weil das nämlich uns alle betrifft, auch wenn es Bürokratie ist. Das Bundeskabinett hat einen neuen Gesetzentwurf beschlossen und zwar zur OIDI-Wallet. Stella, was ist die OIDI-Wallet?\n\nStella:\nJa, auch viel mit der Betonung, dass ich habe irgendwie eben erst an Wall-E gedacht, aber das ist die ganz falsche Richtung.\n\nCaspar:\nDas ist die ganz falsche Richtung.\n\nStella:\nEudi steht für European Digital Identity Wallet und ja, mit was heißt es denn jetzt? Mit dem Gesetzesentwurf, das passiert ja häufiger, dass da was beschlossen wird, aber damit soll die rechtliche Grundlage für digitale Ausweise auf dem Smartphone in Deutschland geschaffen werden. Und das hängt eben natürlich mit dieser, ihr könnt es euch in der Übersetzung denken, also quasi mit so einer digitalen Brieftasche, einem digitalen Ausweis zusammen. Der Start ist jetzt für den 2. Januar 2027 geplant und Hintergrund für diesen Beschluss ist eine EU-Verordnung, nach der jedes Mitgliedsstand eine App für digitale Identitätsnachweise bereitstellen muss.\n\nCaspar:\nDie Grundidee ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger eine Art digitalen Zwilling ihres Personalausweises auf dem Handy speichern können und später soll zum Beispiel auch der Führerschein dann mal folgen. Also es ist dann so, dass man eventuell mal ganz ohne Portemonnaie aus dem Haus gehen kann. Aber ganz wichtig, die Nutzung ist freiwillig, weil bei solchen digitalen Projekten ja auch immer wieder das Argument kommt ja auch zu Recht, nicht jeder hat ein Smartphone, nicht jeder hat Internet. Perspektivisch aber, wie gesagt, soll es sein, dass man mit dem Smartphone alleine dann zum Beispiel in Behörden gehen kann, um sich dort auszuweisen, online etwas einkaufen, was zum Beispiel eine Altersbeschränkung hat oder solche Dinge. Konten eröffnen, soll Handyverträge abschließen können und das Ganze, wie gesagt, mit dem E-Perso in Anführungszeichen und das Ganze dann schneller, einfacher, unbürokratischer. Das ist die Idee.\n\nStella:\nGenau und das Ganze auch möglichst datensparsam, das ist ja auch immer wichtig, nämlich bei den Prüfungen jeweils, Caspar, du hast ja gerade ein paar Beispiele genannt, sollen wirklich immer nur die notwendigen Informationen übertragen werden. Also beispielsweise jetzt online Alkoholkauf oder Zigaretten oder etwas, was eben eine Altersgrenze hat. Dann kommt dann alt genug, ja, nein und nicht die vollständigen Ausweisdaten. Und das Ganze hat auch ein Sicherheitsversprechen. Ich wette, das werden sich digitale Expertinnen dann auch wieder kritisch angucken.\n\nCaspar:\nSobald möglich. Das Computerclub zum Beispiel und solche Leute.\n\nStella:\nGenau. Aber was ist es denn? Das Bundesdigitalministerium, das Zitat, verspricht höchste technische Sicherheitsstandards. Zitatsende, also die sollen eben erfüllt werden. Verspricht gehört nicht zum Zitat, um das hier klar zu haben. Und sie sollen es nur erfüllen. Und auch in der Wirtschaft geht es schon in die Richtung, dass eben Anwendungen passend vorbereitet werden, weil das gehört dann natürlich im Gegenteil auch dazu. Also was nützt mir denn meine digitale Brieftasche, wenn ich keinen habe, der sie eben entsprechend abfragen kann?\n\nCaspar:\nJa, oder wenn ich es nur bei Behörden mache oder so, genau.\n\nStella:\nGenau. Übrigens, das passt sehr gut zu dem einen Input, den wir haben, aber dazu später mehr. Aber erstmal nochmal hierzu, laut dem Ministerium sind auch schon hunderte Unternehmen dabei, ja, Dienste auf Basis der Wallet zu bauen. Falls wir da genaueres haben, ihr werdet es erfahren. Und ja, Caspar. Ich würde sagen, du hast ja den Papst angekündigt, oder? Jetzt ist es soweit.\n\nCaspar:\nJetzt ist der Papst endlich da. Hier kommt er, Papst Leo XIV. Der hat nämlich seine erste Enzyklika Magnifica Humanitas vorgelegt. Für alle, die jetzt schon fast eingeschlafen sind und sich vor allem auch fragen, was zum Teufel hat das in einem Tech-Podcast zu tun, das werdet ihr gleich merken. Wir wollen einmal kurz nochmal darauf eingehen, was so eine Enzyklika ist. Das ist im Grunde eine besonders wichtige päpstliche Lehrschrift. Die meist dann zu theologischen Themen irgendwie geht oder was gesellschaftliches behandelt, politische und moralische Fragen irgendwie. Und ursprünglich waren die Adressaten dafür mal die Bischöfe. Also der Papst schreibt quasi auf, was wichtig wäre für die Bischöfe. Heute ist das inzwischen für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich und hat, wie gesagt, verschiedenste Themen. Glauben, Soziallehre, Frieden, Arbeit, Kapitalismuskritik kam schon drin vor bei früheren Päpsten, das Thema Umwelt. Und, Achtung, da kommen wir vielleicht schon so langsam in die Richtung, warum wir darüber sprechen. Manchmal ist auch Technik ein Thema.\n\nStella:\nAber man muss auch dazu sagen, manche Päpste veröffentlichen eben mehrere dieser Schriften, andere nur wenige. Vielleicht noch ein Beispiel eines anderen. Papst des Franziskus hat nämlich zum Beispiel in Laudato Si' die Themen Umwelt, Klima und Kapitalismuskritik eingebracht. Kapitalismuskritik, Moment, das geht auch so ein bisschen in die Richtung, in die wir gleich gehen. Aber die erste Enzyklika vom neuen Papst Leodat. Ja, jüngsten Papst, Leo.\n\nCaspar:\nJa, ganz neu ist er nicht mehr.\n\nStella:\nIch meine, das ist ja jetzt auch schon eine Weile in Amt und Würden. Die ist ungewöhnlich konkret politisch und auch technologisch ausgerichtet. Und deswegen haben wir es eben auch hier im Podcast mitgebracht.\n\nCaspar:\nDer Kern der Nachricht ist nämlich, der Papst erklärt die Macht des Silicon Valley's und der gesamten Digitalwirtschaft zu einem, Achtung festhalten, moralischen Problem. In seinem Text geht es vor allem um KI. Es geht aber auch um Plattformmacht. Es geht um Desinformation. die zum Beispiel in Social Media stattfinden. Es geht um Arbeitsplatzverluste, da kommen wir auch gleich im WTF nochmal zu. Und es geht um die Kontrolle von Algorithmen.\n\nStella:\nWichtig, das Ganze ist auch nicht grundsätzlich technikfeindlich, denn KI sei laut Leo dem 14. Weder automatisch Lösung noch übel, aber eben auch nicht neutral, sondern sie spiegelt die Interessen derer wieder, die sie bauen, die sie finanzieren, regulieren und eben nutzen. Genau.\n\nCaspar:\nUnd eine ganz zentrale Forderung in diesem Dokument vom Papst ist, dass diejenigen, die KI-Systeme entwickeln und kontrollieren, die müssen auch am Ende die Verantwortung dafür tragen und sie müssen vor allem auch selber kontrollierbar sein. Das ist ja mit Blick auf die USA und der Papst ist ja auch Amerikaner durchaus etwas, was in letzter Zeit und Monaten nicht unbedingt so gegeben ist.\n\nStella:\nVielleicht, um das noch ein bisschen konkreter zu haben, also Algorithmen, Patente und digitale Plattformen, die sollen eben nicht nur Privateigentum weniger Konzerne sein, sondern stärker als Gemeingüter verstanden werden. Und der Papst kritisiert auch die Machtkonzentration bei, Zitat, sehr kleinen, sehr einflussreichen Gruppen, Zitat Ende, und spricht eben von digitalem Kolonialismus.\n\nCaspar:\nJa, Papst Leo schreibt auch, wer verlangsame und Kontrolle fordere, der sei kein Fortschrittsfeind, weil das ja auch immer wieder vorgeworfen wird. Das ist ja auch durchaus etwas, was die amerikanische Regierung so sieht. Nicht zu viel regulieren, am Ende würde das nur den Fortschritt schaden. Und da sagt Leo auch, nee, das ist eben nicht so. Und das ist halt alles sehr interessant, weil sich da ein Papst zum ersten Mal gegen so diese typische Silicon Valley Erzählung irgendwie komplett stellt mit dem, was die immer so propagieren. Unter anderem ja Regulierung bremst Innovationen und es gibt ja auch diesen berühmten Leitspruch, der ursprünglich mal von Meta, damals noch Facebook war, move fast and break things. Also nach dem Motto, fang erstmal an, sei schnell und hinterher räumst du dann auf, wenn es sein muss. Da sagt er eben auch, das ist nicht der Weg. So kann das eigentlich nicht funktionieren. Und das Fazit ist, die katholische Kirche mit ihrem Oberhaupt, Leo XIV., positioniert sich in der KI- und Plattformdebatte. Und das war uns dann doch zumindest ein Update wert. Nicht gegen KI oder gegen Technologie an sich, so wie wir das ja auch hier behandeln. Wir sind ja keine Technologiefeinde. Aber es geht um Macht, es geht um Ausbeutung, es geht um Privatisierung digitaler Infrastruktur. Und da muss ich persönlich sagen, war ich positiv überrascht von dem, was Papst Leo da alles aufgeschrieben hat. Auch das ist alles nicht komplett neu. Er greift da auch Kritik von Leuten auf, die das schon lange vor ihm behandelt haben, aber dass die katholische Kirche das so offensiv macht, das wie gesagt ist neu.\n\nStella:\nIch finde es aber auch sehr positiv zu sehen, dass eben auch dieses Thema dann in den Kreisen behandelt und auch gesehen wird, was ja auch zeigt, welche gesellschaftlichen Auswirkungen da möglicherweise noch auf uns zukommen können und dass da eben auch einfach in dem Bereich darüber zumindest zur Diskussion angeregt wird, finde ich auch sehr, sehr wichtig. Übrigens, wir haben hier jetzt mit diesen Updates, falls ihr euch fragt, wo sind wir eigentlich? Sind wir schon, wie sollen wir das zuordnen? Ist das jetzt doch so ein Newsflash? Nein, Freunde, wir waren bei den Updates und das WTF, das kommt jetzt erst.\n\nCaspar:\nDas ist dafür ein bisschen kürzer, aber nicht weniger WTF.\n\nStella:\nWTF ist auch was Besonderes.\n\nCaspar:\nJa, leider. Schon in der vergangenen Woche hatten wir ja Meta im WTF. Meta hat sich wieder dafür beworben und es ist wieder Meta geworden. Vergangene Woche ging es darum, dass Meta ja mit Software trackt, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so auf ihren Rechnern tun, wenn sie denn arbeiten. Warum? Es geht nicht darum, irgendwie Arbeitszeitbetrug aufzudecken, sondern es ging darum oder geht darum zu lernen, wie die Leute arbeiten, was sie tun, um damit dann KI, KI-Modelle zu finanzieren, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter… Zu trainieren. Zu trainieren, nicht finanzieren, natürlich nicht finanzieren. Zu trainieren, danke.\n\nStella:\nDas ist die Wärme.\n\nCaspar:\nJa, völlig. Die Sonne scheint auch gerade so in meine Kamera, dass ich hier kaum noch zu sehen bin. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind deswegen dann auch quasi auf die Barrikade gegangen und haben demonstriert. Und wir haben ja vergangene Woche auch schon befürchtet, dass vielleicht dieses KI-Training auch unter anderem dazu da ist, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch KI ersetzen zu können. Ja, Stella, jetzt hat sich leider unsere Vermutung so ein bisschen bestätigt, oder?\n\nStella:\nJa, wobei wir auch sagen müssen, wir können ja nicht eins zu eins darlegen, dass das eine mit dem anderen direkt zusammenhängt. Deswegen ist das vielleicht auch wichtig. Aber worum geht es hier eigentlich? Worüber reden wir? Was ist passiert? Also, am 20. Mai gab es zunächst an die MitarbeiterInnen von Meta die Anweisung, heute bleibt ihr alle bitte im Homeoffice. Also, paraphrasiert, jetzt kurz zusammengefasst.\n\nCaspar:\nJa.\n\nStella:\nDas ist jetzt auch eine Vermutung, dass man vielleicht Tumulte in Büros verhindern wollte, denn während des Tages trudelten bei rund 8000 der rund 78.000 MitarbeiterInnen von Meta-E-Mails mit Kündigung ins Postfach, wie Business Insider berichtet hat.\n\nCaspar:\nAußerdem sollen neben den 8.000 Entlassungen auch 7.000 der verbleibenden MitarbeiterInnen in neue KI-Initiativen versetzt werden, also in neue Teams kommen. Das hat Metas HR-Chefin auch begründet in einem internen Memo. Die Entlassungen und die Umstrukturierung seien darum nötig, damit die Teams in kleineren, agileren Einheiten aufgeteilt werden könnten, um Entscheidungswege zu verkürzen. Das ist quasi die interne offizielle Begründung.\n\nStella:\nUnd diese Entlassungen könnten auch nicht nur für sich in diesem Jahr stehen, sondern auch noch weitere Entlassungen könnten eben im Laufe des Jahres folgen.\n\nCaspar:\nJa, also 8000, das ist eine ziemlich krasse Zahl. Und es wird auch die Frage sein, ob sich das, was Meta da macht, auch auszahlt. Also ob dieser absolute, konkrete, komplette Fokus auf KI und Leute entlassen und KI stattdessen dann für sie einsetzen, ob das wirklich so funktioniert und ob die Ziele und das, was man sich damit erhofft, auch wirklich erreicht werden. Bisher zeigen nämlich Studien, vor allem auch in mittelständischen Unternehmen, dass KI oft noch so ein bisschen den Beweis schuldig ist, dass sie in Unternehmen wirklich langfristig auch für Einsparungen sorgt. Bisher sorgt sie eher für Kosten. Ja, aber wir behalten das im Blick. Wir gucken auch weiter drauf und schauen auch mal, ob Meta noch weitere Leute entlässt oder was da beim Thema KI sich noch tut.\n\nStella:\nIch muss auch sagen, ich hoffe, ich scheide über meinen Haupt, wenn ich mich jetzt verrechnet habe. Das war jetzt mal so ganz grob. Aber das sind fast 10 Prozent.\n\nCaspar:\nDas sind fast 10 Prozent. Das hast du gut überschlagen.\n\nStella:\nDann stimmt das alles. Klassischer Dreisatz. Aber das muss man vielleicht dann auch nochmal in der Ordnung, weil ich finde, manchmal klingt das auch so um 8.000 von 78.000 Wiesen da das Verhältnis. Das ist schon ein Einschnitt.\n\nCaspar:\nJa, jetzt könnte man sagen, auch nur 10 Prozent. Ich finde, 10 Prozent klingt nicht so schlimm wie 8000 Menschen sind jetzt ihren Job los. Aber man darf auch nicht vergessen, auf einen Schlag. 7000 weitere werden komplett umstrukturiert. Und die Stimmung in der Belegschaft war wohl auch durch diese Nummer, die wir vor einer Woche bespricht, nämlich dass die KI jetzt mit meinen Arbeitsweisen trainiert wird. Die war sowieso schon nicht so prickelnd. Also ich glaube, bei Meta möchte ich gerade nicht der Gute-Laune-Minister im Büro sein. Das ist, glaube ich, gerade schwierig.\n\nStella:\nGibt es noch einen Gute-Laune-Minister im Büro, den Feel-Good-Manager?\n\nCaspar:\nIch weiß nicht, ob es sowas noch gibt. Feel-Good-Manager, weiß ich nicht. Müssten uns die Leute aus großem Konzern vielleicht mal berichten, ob es die Feel-Good-Managerinnen und Manager noch gibt.\n\nStella:\nAlso ihr habt es gehört. Genau, falls ihr euch da irgendwie berufen fühlt, dazu Informationen habt, wir behandeln sie vertraulich, wir sind neugierig, sagt uns doch gerne mal Bescheid. Ich glaube, wir werden auch in diesem Podcast noch an der einen oder anderen Stelle über Meta sprechen, aber vielleicht auch mal mit Input, denn an dem wären wir jetzt für diese Folge, wie gesagt, mit zwei Themen. Zweimal Tschüss, hängt miteinander zusammen, wir lösen jetzt auf, worum es geht.\n\nJingles:\nInput.\n\nStella:\nIch würde übrigens mal in den Raum stellen, dass die eine Technologie zumindest so die Hälfte der Hörerschaft vielleicht mal genutzt hat, die andere ist deutlich weniger.\n\nCaspar:\nJa, ich merke auch, dass ich wieder ein bisschen älter werde, weil ich habe hier in den Stock reingeschrieben, die Technologien kennt ihr ziemlich sicher. Was daran liegt, dass ich sie früher einigermaßen oft benutzt habe oder auch vielleicht auch nicht, da kommen wir gleich noch zu. Die Rede ist vom MMS. Die kennen vielleicht einige von euch noch. Das war ja die Weiterentwicklung der SMS, mit der man auch Fotos und Videos verschicken konnte. Die andere Technologie, du hast es gerade schon gesagt, ich kannte sie aber auch nur, weil ich Tech-Redakteur bin. Stella, hast du noch was mit der E-Mail anfangen können mit dem Begriff?\n\nStella:\nNee, also in persönlichen Kreisen ist sie mir nicht begegnet. Definitiv nicht. Und im Gegensatz zur MMS, das schon, Das ist ähnlich wie der berühmt-berüchtigte Internet-Knopf. So auf den ersten, ich weiß nicht, ich würde sagen, man kann sie Smartphones schon in die Richtung nennen.\n\nCaspar:\nMobiltelefone, ja.\n\nStella:\nJa, Mobiltelefone, das tritt es auf jeden Fall. Und die MMS war auch so ein Ding, also was heißt durch Zufall, aber wenn du doch mal irgendwie dachtest, das Bild muss ich unbedingt verschicken. Und dann war gefühlt das ganze Prepaid-Guthaben weg. Ganz so übel war es nicht, aber...\n\nCaspar:\nJa, aber fast, aber fast. Da kommen wir gleich noch zu. Ja, die DE-Mail, das war was Behördliches. Das, warum wir beide Technologien hier in einen Topf schmeißen, ist, beide verschwinden zu 2026. Die eine ein bisschen früher, sogar in 30 Tagen schon. Die andere spätestens endet diesen Jahres. Aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. Aber die Gründe wollen wir uns einmal angucken, weil sie dann doch irgendwie zusammenhängen. Es geht nicht um Nostalgie. Wir wollen jetzt nicht die MMS traurig verabschieden, so nach dem Motto, früher war alles besser. Das stimmt ja auch gar nicht. Aber das sind zwei Kommunikationstechnologien, die gescheitert sind und die eigentlich mal eine gute Idee waren. Und wir wollen einmal drauf gucken, was das denn der Grund war oder die Gründe, warum solche Technologien sich dann verabschieden, obwohl sie eigentlich mal ganz gut gedacht waren.\n\nStella:\nJa, aber gucken wir doch erstmal auf so die Faktenlage zum Einstieg. Also zur MMS. Die Mobilfunkanbieter Telekom, Telefonica und 1&1 stellen das Ganze zum 30. Juni 2026 ein. Also man kann eigentlich jetzt sagen, in gut einem Monat. Wodafone hatte MMS schon im Januar 2023 abgeschaltet. Und die D-Mail, siehste, das ist es nämlich gar nicht mehr mitbekommen.\n\nCaspar:\nIch hatte das gar nicht mitbekommen. Also jetzt, wo dann drei auf einmal sagen, jetzt ist es vorbei, da ging es dann auch nochmal durch die Medien. Wodafone ist es wahrscheinlich auch, aber das war wahrscheinlich so eine kleine Randnotiz. Das hat dann niemand bemerkt. Jetzt ist die MMS wirklich Geschichte.\n\nStella:\nBald wird sie Geschichte sein. Und die D-Mail, die wurde 2012 gestartet. 2023 gab das schon der letzte Provider auf, also schon ein bisschen länger, so von der öffentlichen Bildfläche, wenn es da jemals war.\n\nCaspar:\nDas ist eigentlich eher so ein Zombie. Trotzdem ist jetzt der Abgesang dann da. Was hat sich dann an der D-Mail geändert, dass man jetzt nochmal drüber spricht?\n\nStella:\nEs ist quasi jetzt der letzte Schritt vollzogen oder Ende 2026 wird er vollzogen und zwar die Außerkraftsetzung des D-Mail-Gesetzes ist eben dieser letzte juristische Schritt. Aber ich würde sagen, wir gucken uns, gerade bei der D-Mail, glaube ich, müssen wir nochmal ordentlich erklären, was das eigentlich ist und was das mal können sollte. Aber wir fangen doch erstmal mit dem Vertrauten an. MMS. Hatte ja eine simple Grundidee. SMS war nur mit Text und MMS sollte dann eben Fotos, Audio-Dateien und auch kleine Videos. Oh, das war richtig teuer.\n\nCaspar:\nOh ja, das war vor allem auch, die Videos waren eigentlich oft auch zu groß. MMS, das steht für Multimedia Messaging Service und da steckt natürlich das alles schon drin, was wir gerade gesagt haben. Also Handyfoto machen. Die bekamen ja relativ schnell dann auch Kameras, diese Handys. Die Nokias hatten ja auch, mein Nokia hatte ja auch irgendwann schnell eine Kamera, die war zwar grottig, aber manchmal wollte man dann doch mal ein Foto verschicken. Das konnte man dann dank MMS auch. Aber allerdings ist es dann so, ihr wisst es alle, relativ schnell, als dann das Smartphone kam, kamen Apps auf und dann kamen so Apps auf wie WhatsApp, iMessage, Telegram, Signal, also die ganzen Messenger, die man sonst bisher nur irgendwie auch vom Computer kannte mit MSN und ICQ und so. Die gab es dann plötzlich auch auf den Handys und mit denen konnte man viel besser Fotos verschicken und vor allem auch kostenlos über das Internet. Kosten war nämlich so ein bisschen das Problem bei der MMS.\n\nStella:\nJa und vor allem noch was, Bluetooth. Ich weiß nämlich noch, wie es auf dem Schulhof abging, als das dann auch in den Handys eigentlich immer mit dabei war. Klar, nicht auf Distanz.\n\nCaspar:\nAber da konnte man sich auch Sachen schicken. Ja, auch Musik.\n\nStella:\nIst dauernd abgebrochen, war wirklich ein Pain. Aber auch kostenlos eben, weil MMS, also je nach Netz und Anbieter, Was waren das? 39 bis 79 Cent so?\n\nCaspar:\nJa, schon. Also fast ein Euro, wie man so steht. Fast ein Euro, wie eine Kugel Eis. Wobei die es auch nicht mehr für 79 Cent gibt.\n\nStella:\nJetzt müssten wir aber das mit der Inflation verrechnen, also da im Verhältnis setzen.\n\nCaspar:\nJa, es war auf alle Fälle so teuer. Ich weiß es doch, dass ich das bei mir deaktiviert hatte, weil du hast es eben schon erwähnt, damit eben nicht die Prepaid-Karte leergesaugt wird, wenn man dann doch mal versehentlich eine MMS verschickt. Neben den Kosten, den 79 Cent, die man maximal gezeigt hat, gab es noch ein zweites Problem. Die konnten nur bis zu 0,3 Megabyte verschicken. Das war für die allerersten Handyfotos gar nicht so groß das Problem. Aber inzwischen ist jedes Katzenfoto größer als 0,3 Megabyte. Dementsprechend, ich weiß nicht, was so aktuelle Smartphone-Kamera ist, 12 Megapixel oder so, da kommst du mit 0,3 Megabyte nicht mehr weit. Da ist der Speicherbedarf deutlich höher. Das heißt, auch technologisch hat sich die MMS dann überholt. Nicht nur, was das Kostenthema betrifft, sondern auch technologisch.\n\nStella:\nAber wir haben ja auch gesagt, wir sagen ganz klipp und klar, warum stellen wir euch das alles vor? Was war denn jetzt das Problem, wenn wir so auf das Thema Kommunikation machen? Äh, machen. Die Sonne.\n\nCaspar:\nWir gucken da drauf.\n\nStella:\nWenn wir auf das Thema Kommunikation gucken. Caspar, du hast es ja eigentlich schon gerade gesagt. Einmal das Technologische dahinter. Es war aber vielleicht auch nicht ganz so, ja man könnte sagen, elegant zusätzlich. Auch nicht immer praktisch. Da kamen dann einfach eben andere Apps, wie beispielsweise WhatsApp, die ja damals auch noch unabhängig gewesen sind. Ich weiß noch, das war für uns auch echt ein Ding.\n\nCaspar:\nStimmt, die gehören ja auch nicht immer zu Meta. Ja, das war ja mal eine eigenständige App. Das war noch Zeit.\n\nStella:\nDas war, als du da Bilder und alles verschicken konntest und die ganze Zeit irgendwie, du musstest im WLAN sein und dann konntest du aber kostenlos Kontakt halten. Ja, das war auf jeden Fall ein Ding. Und mit Lesebestätigung. Ich weiß gar nicht, ob das bei MMS ging. Aber bei uns App war es eigentlich am Anfang immer so, meine ich.\n\nCaspar:\nIch glaube, dass bei MMS ging das, glaube ich, nicht. Du hast die SMS ja auch weggeschickt und wusstest nicht, was passiert ist. Also ich glaube, da gab es Lesebestätigung bei SMS. Guck, jetzt ist es schon zu lange her. Vielleicht erinnert ihr euch noch, liebe Zuhörer, und sieben, dann schreibt uns das auch. Ich habe es vergessen.\n\nStella:\nAber Punkt eins, wann setze ich eben eine andere Technologie durch? Und auch wenn die Idee gut ist, es muss billiger sein, einfacher, schneller und eben plattformübergreifend. Und auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt, dass du es eben einfach easy von einem Gerät zum anderen übertragen kannst. So, zweite Technologie.\n\nCaspar:\nDie E-Mail, hurra, jetzt wird es ein bisschen trockener. Für die, die davon noch nie gehört haben, die zweite Technologie, da geht es nicht um MMS und Handy, sondern wir gehen jetzt in den Bereich der Behörden. Keine Sorge, die Idee war trotzdem ganz gut und da steckt auch sehr viel Interessantes drin, warum die gescheitert ist. Die E-Mail, das Ganze startete 2012 und war für Behörden und BürgerInnen gedacht und zwar als verbindliches Mail-System. Es war im Grunde tatsächlich sowas wie E-Mail. Die Idee, warum das 2012 aufkam, die leuchtet auch heute noch ein. Die Behörden-Post, also die klassische Brief-Post, Die ist langsam, das dauert zwei, drei Tage und, Manchmal kommt der Postbote auch einfach nicht. Wir wissen es. Auch die Post hat nicht immer ganz leicht, Personal zu finden. Dann Einschreiben sind umständlich, um auch wirklich nachzuweisen, dass Post wirklich ankam. Sie sind teuer und umständlich. E-Mail ist im Normalfall allerdings leider nicht rechtsverbindlich. Also ganz oft reicht es ja nicht, wenn man irgendwo eine E-Mail hinschickt für wirklich behördliche Aspekte, weil man da zum einen nicht genau nachweisen kann, weil es nicht immer verschlüsselt ist. Also es gibt da verschiedene Punkte, warum die E-Mail alleine nicht reicht. Ja und Deutschland brauchte 2012 einfach eine digitale Möglichkeit für Verwaltungsakte, für Bescheide, für Fristen, für Nachweise, was zu machen und da kam dann die E-Mail um die Ecke.\n\nStella:\nAlso du hast es ja eigentlich auch schon zusammengefasst, was auch das Problem war. Ich musste gerade so ein bisschen schmunzeln, weil ich dachte, wir haben am Anfang bei der ersten Technologie gesagt, hey, die Leute wollten halt Bilder verschicken. Und wenn Menschen das möchten, ist das ja erstmal was, das gucken sich Unternehmen ja schon an. Jetzt habe ich mich so gefragt, wollen die Menschen Behörden-Mails? Also wir haben da einfach eine grundsätzlich andere Ausgangslage, aber dieses Digitalisierungsproblem sollte eben gelöst werden. Allerdings gab es ja dann in der Bürokratie einen bürokratischen Konflikt, nämlich so eine Art Zustellfiktion.\n\nCaspar:\nKönnte man sagen. Das habe ich für die Recherche für diesen Input gelernt, Zustellfiktion. Da steckt aber ein sehr zentrales Problem dahinter, was die E-Mail hatte. Die Frage ist nämlich, wann gilt eine Nachricht wirklich rechtlich als zugestellt? Beim klassischen Brief ist das relativ einfach. Die gilt als zugestellt, sobald der Brief bei mir im Briefkasten gelandet ist. Der Postbote bestätigt das unter Umständen bei einem Einschreiben ja auch noch handschriftlich oder im System, dass er es wirklich reingeschmissen hat. Dann gilt das für die Behörden als zugestellt. Aber wann ist das bei digitaler Kommunikation so? Und das ist ja ganz wichtig zu wissen, wann gilt etwas als zugestellt, weil es gibt ja Widerspruchsfristen, es gibt ja Zahlungsfristen, es gibt Klagefristen, wenn wir mal auf Behörden und die Justiz zum Beispiel gucken. Das heißt, man muss wirklich wissen, wann das zugestellt ist. So, und bei der DE-Mail hat man es sich relativ einfach gemacht. Die DE-Mail galt als rechtsverbindlich zugestellt, wenn an einen authentifizierten Empfänger die Mail abgeschickt wurde. Also nicht, wenn sie wirklich nachweislich bei mir eingegangen ist, nicht, wenn ich wirklich da draufgeklickt habe und sie mir angeguckt habe, sondern so nach dem Motto, sobald die Behörde das abgeschickt hat, galt das als rechtsverbindlich zugestellt.\n\nCaspar:\nUnd das ist natürlich für die Behörde ganz bequem, weil die dann sagen kann, wieso, wir haben das rausgeschickt, ist doch weg, also du hast nicht auf die Fristen geachtet. Für mich als Bürgerinnen und Bürger ist das halt wieder so ein kleines Problem, wenn ich dann nicht zum Beispiel meine D-Mail reingeguckt habe oder aus technischen Gründen, die gar nicht zu mir kamen. Dann habe ich vielleicht eine Frist verpasst, habe nicht rechtzeitig eine Strafe bezahlt, konnte nicht rechtzeitig Einspruch erheben. Und das ist dann natürlich schon so ein kleines Vertrauensproblem, was dieses D-Mail betrifft.\n\nStella:\nVertrauensproblem, in die Richtung gehe ich nochmal ein Stück weiter. Es gab nämlich auch zum Start keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die wurde dann erst 2015 nachträglich ergänzt. Also drei Jahre nach dem Start. Aus Sicht. Genau.\n\nCaspar:\nJa, und da muss man auch noch sagen, parallel gab es ja auch noch weiterhin die E-Mail. Die ist ja nicht plötzlich eingestellt worden, weil jetzt deutsche Behörden sich überlegt haben, eine DE-Mail einzuführen. Die E-Mail ist zwar nicht perfekt, aber sie ist einfach unglaublich weit verbreitet und sie hat geringe Hürden. Das ist ja auch der Grund, warum die E-Mail ist ja ein Steinzeitmonster in der digitalen Welt, wenn man da so drauf guckt. Aber auch heute noch aus dem Berufsalltag nicht wegzudenken. Ich habe auch heute wieder alleine vier Mails geschrieben. Stell dir, du wahrscheinlich auch. Und das ist nicht wegzudenken, auch wenn ich mir manchmal wünschen würde, dass wir die E-Mail mal abschaffen, alleine was Spam betrifft. Ja, aber das war halt auch noch so ein Problem. Die E-Mail war zwar an sich eine gute Idee, aber die E-Mail war immer noch da und für die schnell einfache Kommunikation hat man das dann halt parallel noch genutzt, wenn man nicht direkt in der Behörde was schreiben musste.\n\nStella:\nJetzt frage ich mich gerade, Caspar, nach der E-Mail, möchtest du lieber über Signal kontaktiert werden?\n\nCaspar:\nNein.\n\nStella:\nGleich angerufen werden? Das ist für mich als Genesilla, da kriege ich da, um Gottes Willen klingelt und vorher gesehen das Telefon. Nein, so übel ist es nicht.\n\nCaspar:\nTut es bei mir aber oft und ich kriege auch oft so unangekündigte Teamcalls, das liebe ich am meisten.\n\nStella:\nAch, Stress.\n\nCaspar:\nGrüße an alle Kolleginnen und Kollegen, die zuhören.\n\nStella:\nAber ich glaube, wir dürfen nicht abdriften. Wir müssen uns konzentrieren. Also, jetzt nochmal zum Thema MMS. Also, da hatten wir gesagt, teuer, technisch zu schwach, aber D-Mail, D-Mail. D-Mail kann man auch so gut zusammenziehen. Vertrauensproblem und eben große Konkurrenz durch die E-Mail. Und ich glaube, gerade dieses Vertrauen war vielleicht auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt, wenn das eben von vornherein nicht gegeben ist. Schwierig, wenn ich da dann auch nicht den zusätzlichen Nutzen sehe. Weil wie du sagst, Caspar, dass mir das da irgendwie im Postfach durchrutscht. Ich glaube, für viele Menschen ist es dann doch noch irgendwie eingeübt, dann mindestens alle zwei Tage den Briefkasten zu öffnen. Weil da weiß man ja dann auch, Oh, da könnte was Wichtiges drin sein. Uiuiui.\n\nCaspar:\nGenau, oder ich komme nach Hause und da gucke ich ganz automatisch schon rein. Ist halt auch was Physisches. Ja, jetzt könnte man sagen, okay, ihr habt jetzt zwei Technologien aufgezählt, die verschwinden halt. Das ist jetzt Geschichte, ihr habt auch erklärt, warum. Und dann könnte man sagen, na und? Aber dieses MMS und das DE-Mail-Ende, das ist eine ziemlich gute Zusammenfassung, warum Technologien scheitern und vor allem, warum auch zwei Technologien scheitern, die an sich ja eine gute Idee waren. Wenn man bei beiden auch erzählt, warum sie an sich mal gut funktioniert haben oder auch hätten. Auf der einen Seite haben wir eine Technologie, die Medien verschickt in einer Zeit, wo das vorher nicht möglich war. Und auf der anderen Seite haben wir eine rechtsverbindliche digitale Behördenkommunikation, die es so nicht gab. Und Spoiler, die es so in der Form auch nach der DML gar nicht mehr gibt. Aber die MMS, die starb, weil eben der Markt was Besseres entwickelt hat, weil der Markt neue Apps und Technologien rausgebracht hat, die günstiger waren, die besser waren, die schneller waren. Ja, und die E-Mail starb, weil zu wenig Menschen sie nutzen wollten, weil die Vorteile nicht überwogen haben und weil am Ende auch das Vertrauen durchaus weg war.\n\nStella:\nJetzt lass uns aber bitte nochmal so gerne Abschluss von diesem Input in die Zukunft gucken. Was kommt denn jetzt?\n\nCaspar:\nJa, also MMS, das Thema ist durch. Wir haben ja auch schon gesprochen, WhatsApp und Co. gibt es. Das heißt, wir brauchen das auch gar nicht. Und es gibt auch eine Art offiziellen Nachfolger. Wir haben hier ja auch schon mal über RCS gesprochen. Das ist die Technologie hinter den neuen Nachrichtenformen, die in den Standard-Nachrichten-Apps von Google und Apple funktionieren. Also in der Standard-Android-Nachrichten-App und iMessage bei Apple. Dort kann man sich ja auch jetzt Nachfolger von SMS schicken, RCS wie gesagt. Und da ist Medienversand natürlich mit dabei und es kostet auch nicht extra. Das ist natürlich der entscheidende Vorteil. Aber es gibt drumherum, wie gesagt, die 20.000 anderen Messenger-Apps. Bei der E-Mail ist es ein bisschen komplizierter. Da habe ich ja gerade schon gespoilert. Es gibt keine Nachfolger von der E-Mail. Und deswegen gibt es in Deutschland, was digitale rechtsverbindliche Kommunikation betrifft, eigentlich einen Flickenteppich 2026.\n\nCaspar:\nWeil das ist je nach Behörde völlig unterschiedlich, wie man mit denen kommuniziert und was für Formen es gibt. Und wo man Sachen dann zum Beispiel hochlädt. Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal gehört habt. Es gibt diese Bund-ID oder Deutschland-ID. Die muss man sich erstellen. Das ist dann so eine Art Ausweis gegenüber den Behörden, was digitale Kommunikation betrifft. Da kann man dann Dokumente in ein Behördenkonto hochladen. Es gibt Fachportale, Justizpostfächer. Es gibt manchmal auch weiterhin noch die profane E-Mail. Für manche Verwaltungsvorgänge kann man denen auch einfach eine E-Mail schreiben. Habe ich auch neulich wieder gemacht. Einwohner Meldeamt. Konnte ich eine Mail hinschreiben. Fand ich gut. Es gibt Kontaktformulare, es gibt PDF-Uploads, also es gibt unglaublich viele unterschiedliche Dinge.\n\nCaspar:\nAlso den einen richtigen Weg, den gibt es leider nicht mehr seit der E-Mail.\n\nStella:\nNaja, vielleicht kommt da ja noch was anderes. Ich habe gerade so bei deiner Auflistung gedacht, das ist dann jetzt alles super digital. Ich kenne aber auch einiges, da kannst du dir über dein Kontaktformular oder eher gesagt über so einen digitalen Kalender einen Termin machen, um persönlich vorbeizugehen, was ich übrigens hier jetzt auch nicht falsch finde, also nicht missverstehen.\n\nCaspar:\nNee, nee, also die E-Mail war ja auch nicht als Ersatz für eine Live-Kommunikation gedacht. Natürlich kann man immer noch hingehen und auch Dokumente abgeben, aber ehrlicherweise, wenn es einfach nur da geht, nochmal was hochzuladen, dann finde ich den digitalen Weg schneller und charmanter. Das ist wie beim Online-Banking. Es gibt auch Leute, die weiterhin gerne zur Bank gehen. Ich mache das alles online inzwischen.\n\nStella:\nIch gucke jetzt mal ganz flott hier in unsere Notizen. Und Caspar, du hast, glaube ich, uns um den schönen Satz bereichert, den möchte ich gerne, oder was findest du? Wie ist die D-Mail für dich im Rückblick?\n\nCaspar:\nDoch, ich habe charmant ins Dock geschrieben.\n\nStella:\nCharmant?\n\nCaspar:\nDie Idee dahinter finde ich weiterhin sehr charmant. Also, dass es eine einheitliche Form gibt und dass ich weiß, ich kann genauso mit meinem Amtsgericht kommunizieren, wie ich mit meinem Finanzamt kommunizieren kann oder mit dem Einwohnermeldeamt, weil ich weiß, die haben eine Mailadresse, eine DE-Mailadresse oder was auch immer, eine Form von Kommunikation, mit denen ich sicher, verschlüsselt mit denen kommunizieren kann. Ja, so muss ich halt jedes Mal nachgucken, was jetzt genau der Weg ist, wie das funktioniert, wo genau die Sachen hochgeladen werden. Und ich muss im Zweifel auch bei den Behörden dann die ganzen einzelnen Postfächer jeweils wieder aktiv angucken. Manchmal kriegt man eine E-Mail- Erinnerung, da ist jetzt was in deinem Postfach angekommen. Das weiß ich, das gibt es alles. Aber es war schon irgendwie charmant, eine Sache zu haben, wo man das dann alles nachgucken möchte. Ich möchte jetzt nicht dir die E-Mail nachweinen. Sie hatte auch ihre Nachteile und sie ist ja auch nicht ohne Grund gestorben. Aber vielleicht, wenn uns jemand aus Behörden zuhört oder aus der Politik, vielleicht lasst ihr auch nochmal was ähnliches einfallen, was in dem Fall dann gut funktioniert.\n\nStella:\nIch habe gerade überlegt, ob ich jemals bisher, und ich kenne dich jetzt schon ein paar Jahre, gehört habe, dass du eine Technologie charmant nennst.\n\nCaspar:\nMir ist kein anderes Wort eingefallen.\n\nStella:\nAlso, man könnte ja schon fast sagen, aber wie gesagt, es ist jetzt abgeschafft auf wirklich eben den letzten juristischen Schritt. Es ist wirklich keine gute Nachricht, dass du jetzt eine Technologie als charmant betitelst, aber wir hätten trotzdem, wenn auch eine, sagen wir, kontroverse gute Nachricht für euch noch am Start.\n\nCaspar:\nJa, lass uns mal über eine Kontroverse in der Gute Nachricht reden. Ich glaube, das ist auch eine Premiere, dass wir da über eine Kontroverse reden müssen.\n\nJingles:\nGute Nachricht.\n\nStella:\nJa, es geht übrigens auch um Regulierung. Also ich merke schon.\n\nCaspar:\nOh Gott, ja. Wir müssen den Bogen gleich schlagen, aber das kriegen wir hin. Stella, um was für eine Regulierung geht es? Was hat sich in dem Fall die EU wieder mal ausgedacht?\n\nStella:\nAlso ab dem 1. Juli müssen Fahrzeuge, die in der EU verkauft werden, technisch darauf vorbereitet sein, mit zu einem sogenannten Alkohol-Interlock verbunden zu werden. Merke, technisch vorbereitet zu sein, das muss nicht drin sein. Wichtiger Unterschied. Was ist denn das? Im Grunde ist es so eine Art Atem-Alkohol-Kontrollgerät, das mit der Zündung gekoppelt werden kann. Und wenn eben so ein Gerät dann im Auto installiert ist, dann bedeutet das, wer fahren will, muss sehr vereinfacht gesagt vorher pusten. Und wenn der Alkoholwert eben zu hoch ist, dann startet das Auto nicht.\n\nCaspar:\nWie gesagt, du hast es gerade schon gesagt, nur Vorrüstung. Es ist nicht in jedem Auto jetzt drin. Aber die Autos müssen das theoretisch können. Die EU schreibt auch nicht vor, dass jedes Auto dann ab sofort nur noch nach einem Pustetest startet. Ich meine, das klingt irgendwie so niedlich, aber dahinter ist ja eine ernste Sache. Sondern nur alle neu verkauften Fahrzeuge müssen eben diese Schnittstelle haben. Also müssen die Möglichkeit haben, dass man das anbindet. Und ich bin jetzt mal ganz ehrlich, als wir diese News das erste Mal aufgespürt haben und gelesen haben und ich das erste Mal nur die Headline gesehen habe, habe ich gedacht, oh nee, was soll denn das jetzt? Nachdem diese ganzen Geschwindigkeitswarnungen mit Bimmel-Bimmel und so in den Neuwagen gekommen sind, jetzt fangen sie auch noch an, das einzubauen. Das ist jetzt schon wieder die nächste Gängelung. Aber vielleicht war ich da, was das Thema Auto betrifft, auch ein bisschen zu emotional, weil da geht es ja immer ganz schnell beim Thema Auto in die Emotionsschiene. Es geht um Freiheit, es geht um Kontrolle, Eigentum, Modalität und Selbstbestimmung. Aber in dem Fall steckt da ein bisschen was anderes vielleicht hinter.\n\nStella:\nGenau, also ich glaube, Caspar, man muss dazu sagen, du hast ja auch einen Oldtimer, das heißt, du bist auch gewohnt mit wenig Technik zu fahren. Und ich glaube, das erste Störgefühl kommt dann so ein bisschen, mein Auto startet nicht mehr, wann ich will, dann sagt mir irgend so ein System, nein, das ist wieder ein Kontrollverlust, den ich habe, Eingriff in die private Freiheit. Aber ich muss sagen, ich war dein Team das ist schon.\n\nStella:\nDurchaus auch trotz solcher Einwände wie was kostet das, was passiert bei Fehlmessungen, also das ist ja alles berechtigt aber damit kann man ja vielleicht auch umgehen, generell wie gesagt das ist ja erstmal nur eine Vorrichtung übrigens auch eine standardisierte das ist vielleicht auch wichtig, damit es dann nicht zig unterschiedliche Varianten gibt, und hey, Technik kann auch nerven, wissen wir auch, Die Regulierung kann super schlecht gemacht sein, definitiv. Aber deswegen war ich auch Team, das ist schon eine gute Nachricht, weil, und das ist eigentlich auch der springende Punkt, es geht dann nicht um Kontrolle, sondern um Verkehrssicherheit, weil wir haben hier, also weltweit, nicht nur in der EU und nicht nur in Deutschland, aber es gibt eben ein Problem. Und die EU, die verfolgt damit eine größere Strategie. Sie will nämlich alkoholbedingte Verkehrstote und Verletzte, also die Zahl von ihnen, massiv reduzieren. Und das, finde ich, ist durchaus eine Sache, wo ich auch ehrlich sagen muss, hey Leute, nur mal so, das wäre auch gar nicht nötig, wenn ihr alle euch an Regeln haltet, weil es ist auch jetzt nicht erlaubt, bis auf dem Auto zu fahren. Also würden sich alle daran halten, wäre das ja auch gar nicht notwendig.\n\nCaspar:\nUnd die Ziele der EU, die sind durchaus ambitioniert. Wir reden davon, dass bis 2030 die Anzahl der Verletzten und Toten durch Alkoholeinfluss im Verkehr um 50 Prozent gedenkt werden sollen. Und 2030 ist gar nicht mehr so weit weg. Wir reden hier von dreieinhalb Jahren. Und bis 2050 will man diese Zahl sogar komplett auf Null bringen. Und deswegen dann halt auch eben diese Gedanken zu sagen, okay, wir bauen da was ein oder zumindest die Schnittstelle, dass sowas mal möglich wäre. Und ich finde, da hat bei mir, als ich das dann gelesen habe und mich so ein bisschen weiter mit den News beschäftigt habe, auch so ein kleiner Perspektivwechsel stattgefunden. Es geht eben nicht darum, uns Fahrerinnen und Fahrer noch mehr zu schikanieren, sondern es geht darum, betrunkene Fahrerinnen und Fahrer daran zu hindern, überhaupt erst loszufahren mit dem Auto.\n\nStella:\nAlso eine Art von Prävention und vielleicht, wir können es doch mal angucken, hey, das klingt ja auch super abstrakt, dann ist da irgend so eine Vorrichtung und die ist plötzlich verpflichtend. Aber es gibt es ja schon, es wird ja in Ländern genutzt, zum Beispiel Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Litauen, Polen und Schweden. Das sind auch gar nicht so wenige EU-Länder. Nee, ich wollte gerade sagen, das sind schon ein paar. Da ist es nämlich so, und das finde ich echt spannend, dass verurteilte AlkoholfahrerInnen unter bestimmten Bedingungen jetzt eben diesen Alkoholinterlock nutzen, statt komplett den Führerschein zu verlieren. Das heißt, das Gerät, wenn man es so sehen will, erlaubt dann wieder eine Art von Mobilität, aber eben nüchtern. Und das aufgrund der Tatsache, weil die Person schon mal nicht nüchtern gefahren ist.\n\nCaspar:\nDas heißt, die Nachricht, die wir heute als gute Nachricht mitbringen, die könnte man so lesen. Die EU macht uns das Autofahren noch komplizierter und bevormandet uns noch weiter. Oder man liest sie als die EU sorgt dafür, dass Autos im Zweifel klüger sind, als vielleicht die Fahrer und Fahrer, die betrunken einsteigen wollen. Und es verhindert Verkehrstote. Insofern ist es wichtig. Im wahrsten Sinne des Wortes ist eine gute Nachricht.\n\nStella:\nIch habe jetzt aber, es tut mir echt leid, noch ein Aber.\n\nCaspar:\nAch nee, was denn?\n\nStella:\nJa, guck mal, Caspar. Ich habe gerade so gescherzt, so Caspar hat ein Oldtimer. Aber mein Auto ist jetzt auch ein bisschen älter. Und ich kenne sehr viele Menschen, die natürlich auch ältere Wagen fahren. Also generell dafür, dass es jetzt erst im Sommer damit losgeht, dass es eingebaut sein muss. So, da muss man sich natürlich auch klar machen. Das heißt ja auch nicht, dass jetzt jeder automatisch quasi einen Wagen fährt, der diese Vorrichtung hat.\n\nCaspar:\nJa, ich glaube auch, dass es unter anderem mit den unter bestimmten Bedingungen in den Ländern, die du gerade aufgezählt hast, gemeint. Also nehmen wir mal an, Gott bewahre, dass ich zum Beispiel jetzt so verurteilt worden wäre, da ich nur ein Urteil mehr habe, wäre diese Lösung für mich halt nicht da. Ich könnte nicht mit so einem Alkoholinterlock fahren. Dementsprechend wäre mein Führerschein dann weg. Ich dürfte gar nicht mehr fahren, zum Beispiel in Österreich. Und das ist dann halt der entscheidende Unterschied. Und es ist ja wie bei allen Technologien, auch Gurte waren ja hart umstritten, als sie kamen, Sicherheitsgurte. Die kamen aber auch nur für neu zugelassene Autos. Es gibt ja teilweise auch Autos, die du heute noch auf Straßen bewegen kannst, wo du gar keine Gurte hast, weil die zur Zulassungszeit keine Gurte hatten und deswegen auch keine brauchen. Ich finde, sowas kann man nachrüsten, habe ich vielleicht getan. Aber das gibt es halt auch noch und die Grenze muss man dann immer halt leider ziehen, weil du kannst das nicht bei einem 50 Jahre alten Auto nachrüsten, das geht natürlich nicht. Du kannst sie aber auch nicht alle direkt verschrotten deswegen und kannst sagen, ihr dürft jetzt nur noch damit fahren. Das wiederum wäre dann, finde ich, auch zu viel Eingriff. Aber da die Neuzulassungen jetzt ab sofort diese Schnittstelle zumindest haben, hast du bis 2030 bzw. Bis 2050 einen Großteil des Verkehrs damit dann ausgestattet.\n\nStella:\nAlso, ich, oder was heißt ich, wir merken, es ist kontrovers. Gebt uns doch gerne mal Feedback, falls ihr dazu auch vielleicht noch ein Take habt.\n\nCaspar:\nSchreibt uns, ich finde das scheiße.\n\nStella:\nVielleicht mit einem Grund. Also, Autofahren immer ein emotionales Thema, aber gibt uns noch ein Grund dazu.\n\nCaspar:\nJa, auch Tempolimits, es ist immer emotional.\n\nStella:\nGott sei Dank haben wir das fast nicht aufgeholt.\n\nCaspar:\nNein, um Gottes Willen, da wollen wir uns nicht zu äußern, da sagen wir nichts zu.\n\nStella:\nDa sagen wir gar nichts zu und ich würde sagen, wir sagen auch jetzt nichts mehr zu, bevor wir uns hier noch verplappern. Caspar, nächste Woche sind wir wieder am Start. Ich freue mich drauf und zwar auch, wenn ihr wieder einschaltet und bis dahin. Ja, tschüss, auf Wiedersehen.\n\nCaspar:\nMacht es gut. Tschüss.\n\nJingles:\nDas war es schon wieder für diese Woche. Folgt oder abonniert uns gerne in eurer Podcast App und lasst uns dort eine Bewertung da. Das hilft uns sehr. Bis zum nächsten Mal.",
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