{
  "$type": "site.standard.document",
  "bskyPostRef": {
    "cid": "bafyreif64z7xaitrii3ctknghpeuwbwgp4hkaj3y6yxfdcms7smrnk2uxi",
    "uri": "at://did:plc:4tuge3k3comfj4nfvqnwkemn/app.bsky.feed.post/3mibybah7t562"
  },
  "path": "/2026/03/abenteuer-kinderfeuerwehr-vermisstensuche/",
  "publishedAt": "2026-03-30T11:42:31.000Z",
  "site": "https://neis-one.org",
  "tags": [
    "Freiwilligen Feuerwehr Hû¥nstetten-Wallbach"
  ],
  "textContent": "Drohnen sind aktuell in aller Munde. Leider allerdings eher im Kontext weltweiter Konflikte und geopolitischer Spannungen. Auch wenn ihr Ursprung in der militûÊrischen Entwicklung liegt, werden sie heute vielseitig eingesetzt: zur Freizeitgestaltung, in der Vermessung sowie bei Hilfsaktionen. Genau hier mûÑchte ich anknû¥pfen. Durch die Hochschule Mainz habe ich Zugriff auf unterschiedliche Drohnensysteme. Von FluggerûÊten fû¥r YouTube-Influencer û¥ber Selbstbaudrohnen bis hin zu Enterprise-Modellen mit einer WûÊrmebildkamera. Gerade bei Letzterem stellt sich schnell die Frage: _Wie kann diese Technologie greifbar gemacht werden?_ Die Idee war schnell geboren: _Warum nicht genau das mit der Kinderfeuerwehr einmal ausprobieren?_ Eine kleine ûœbung, die Technik, Teamarbeit und das Ganze kombiniert in einem Abenteuer!\n\n**Meine Planung**\nGesagt, getan: Die Begeisterung konnte ich bei den Betreuern der Kinderfeuerwehr schnell wecken. Ein Termin war gefunden und ich begann mir Gedanken zu machen, wie ich das Ganze umsetzen kûÑnnte. Der Plan: eine fiktive Vermisstensuche unter Einsatz einer Thermaldrohne. _Was ist eine Thermaldrohne?_ Eine Thermaldrohne ist mit einer speziellen Kamera ausgestattet, die WûÊrme sichtbar machen kann. So kûÑnnen Menschen oder Tiere gefunden werden, die sich in Not befinden oder Hilfe benûÑtigen, insbesondere wenn es dunkel ist oder sie sich verstecken. Daneben war ich neugierig: _Wie gehen Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren eigentlich mit einer Karte, einer Drohne und deren Steuerung um?_\n\nEine Karte fû¥r die Planung und Suche der vermissten Personen (ôˋ OpenStreetMap Contributors)\n\n**Vorstellung und Fragerunde**\nAn einem sonnigen Samstag im MûÊrz war es dann soweit: 18 Kinder, drei Betreuer und ein paar Zuschauer. Eines war fû¥r mich schon im Vorfeld klar: Sobald die Kinder die Drohne sehen, kommt die Frage: 〞 _Dû¥rfen wir auch fliegen?_ 〜 Meine Antwort: 〞Lasst uns das gerne auf spûÊter verschieben.〜 Fû¥r mich war es das erste Mal mit ZuhûÑrerinnen und ZuhûÑrern in diesem Alter eine ûœbung durchzufû¥hren und ich muss sagen: Es war richtig gut. Die Begeisterung war von Anfang an spû¥rbar, und es wurden Fragen gestellt und Dinge von den Kindern gesagt, mit denen ich so nicht gerechnet hûÊtte: 〞 _Darf ich dort mit der Drohne fliegen, wenn der Eigentû¥mer es nicht will?_ 〜, 〞 _Mein Papa hat auch eine Drohne von Temu fû¥r 21 Euro._ 〜 〞 _ã€Î und deine Drohne kostet ja so viel wie 20 Nintendo Switch 2!_ 〜\n\n**Vermisstensuche**\nDann wurde es ernst, zumindest im Rahmen unserer ûœbung: Die Vermisstensuche konnte beginnen. Dafû¥r hatten wir im Vorfeld ein Wald- und Wiesengebiet ausgewûÊhlt, in dem sich fû¥nf Personen versteckt hatten. Die Aufgabe fû¥r die Kinder: Gemeinsam mit der Drohne das Gebiet absuchen und alle 〞Vermissten〜 finden. Und so viel vorweg: Am Ende wurden alle gefunden\n\nLinkes Bild: Normales Bild der Drohne aus der Luft. Die zu suchende Person ist durch den Wald grûÑûŸtenteils verdeckt. Rechtes Bild: Thermalbild der Drohne aus der Luft. Die Person ist aufgrund der KûÑrperwûÊrme durchaus gut erkennbar.\n\nFû¥r mich waren beim Einsatz der Thermaldrohne besonders folgende Punkte interessant: Personen mit Rettungsdecken zu finden, ist durchaus herausfordernd. Die GrûÑûŸe und Topografie des GelûÊndes stellen Geduld und ûœberblick auf die Probe. Nicht nur beim Pilot sondern auch bei den Kindern. Fû¥nf Kinder gleichzeitig an oder eher û¥ber der Fernbedienung erfordern gute Koordination ã€Î bei allen Beteiligten. Was ich etwas unterschûÊtzt habe: Wir hatten einen herrlichen Frû¥hlingstag mit etwa 10 Grad und Sonnenschein. Fû¥r die Suche nach vermissten Personen ist das allerdings nicht optimal, da sich die Umgebung stûÊrker aufheizt und die Temperaturunterschiede im sichtbaren geringer werden.\n\n**Fazit**\nFû¥r mich bleibt vor allem die Erkenntnis, Kinder kûÑnnen schnell ein Gefû¥hl fû¥r Technik entwickeln 〓 und es entsteht viel Begeisterung, wenn man ihnen die MûÑglichkeit gibt, Dinge selbst auszuprobieren. Lieber Torben, lieber Christoph von der Freiwilligen Feuerwehr Hû¥nstetten-Wallbach, vielen Dank fû¥r die MûÑglichkeit, den Nachwuchsfeuerwehrdamen und -herren den Einsatz einer Drohne bei der Vermisstensuche praktisch zu demonstrieren. Und zu guter Letzt: Vielen Dank an all die interessierten Kinder. Es war mir eine groûŸe Freude! Dass am Ende jedes Kind noch selbst (natû¥rlich unter Aufsicht) eine kleine Drohne fliegen durfte, hat diesen Tag wohl sehr gut abgerundet.",
  "title": "Ein Abenteuer mit der Thermaldrohne: Kinderfeuerwehr auf Vermisstensuche"
}