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"description": "Fever Pit'ch-Kolumnist Alex Steudel über die erschreckende Entwicklung von Borussia Mönchengladbach",
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"publishedAt": "2026-02-18T05:59:38.000Z",
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"textContent": "Sie taumeln durch die Saison. Sie kicken schlecht. Sie haben nur drei Punkte aus den letzten sechs Spielen geholt. Ich weiß nicht, ob ich mich über Borussia Mönchengladbach ärgern oder Mitleid mit Millionen Fans haben soll, weil sie so ein Management in ihrem Lieblingsklub nicht verdient haben.\n\nIm September durfte zum Beispiel Trainer Eugen Polanski in die Fußstapfen von Gerardo Seoane treten. Er kriegt die Gladbacher genauso wenig in den Griff wie sein Vorgänger. Das 0:3 in Frankfurt hat's gezeigt.\n\nSo, Achtung, wer Gladbach-Fan ist und nicht weinen möchte, sollte den nächsten Absatz überspringen.\n\nKein Trainer seit Marco Rose (2019-2021) hat es über die 1,5-Punkte-pro-Spiel-Hürde geschafft, also zumindest statistisch gesehen jedes zweite Spiel gewonnen. Hennes Weisweiler und Udo Lattek haben die Marke in den Siebzigern locker genommen und obendrein ständig Titel geholt. Die einzigen Titel, mit denen sich Mönchengladbach heute schmücken kann: Im Aufsichtsrat sitzen zwei Doktoren.\n\nAber: Die Borussia steht auf Platz 13.\n\nWie passt das zusammen? Antwort: Die schwache Bundesliga ist das große Glück der Gladbacher.\n\n\n\nLaut Opta-KI-Prognose steht die Abstiegswahrscheinlichkeit des Traditionsklubs aktuell unter zehn Prozent.\n\nWie kann das denn sein? Nächste Antwort: Borussia Mönchengladbach hat das große Glück, dass einige andere Klubs – zum Beispiel Heidenheim, St. Pauli, Wolfsburg und Bremen – noch mieser sind.\n\nDas darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie schlecht in den vergangenen Jahren am Niederrhein gearbeitet wurde. \"Der Kader benötigt eine Generalüberholung\", analysierte gestern der Kicker. \"Es müssen Versäumnisse bei der Zusammenstellung der Mannschaft aufgearbeitet und Fehlentwicklungen korrigiert werden.\"\n\nFür all das ist seit Jahrzehnten die Geschäftsführung verantwortlich. Und zuletzt viel zu lange Roland Virkus. Fast jedesmal, wenn der im September geschasste Sportchef in seiner dreieinhalbjährigen Tätigkeit einen Nagel an die Wand setzte, haute er sich auf die Finger.\n\nDamit summiert sich die titellose Zeit von Borussia Mönchengladbach nun auf schon 11196 Tage – im Juni 1995 gewannen die Fohlen das DFB-Pokalfinale gegen Wolfsburg, Heiko Herrlich, Stefan Effenberg und Martin Dahlin trafen. (Bitte keine Lesermails mit Hinweis auf die \"Deutsche Zweitligameisterschaft 2007/08\".)\n\nApropos Effenberg. Der sagte am Sonntag im Doppelpass: \"Ich sehe jetzt nicht wirklich dieses System oder die Handschrift von Polanski bei den Spielen, wenn ich Gladbach schaue.\" Da sind wir jetzt also schon zu zweit.\n\nNun soll der neue Sportchef Rouven Schröder aufräumen und verpasstes nachholen. Das wird nicht leicht, denn Schröder muss die Gehälter senken. Das ist übrigens das Kuriose an Mönchengladbach: dieser schwindende Erfolg bei hohen Kosten. Außerdem wird wohl Rocco Reitz, 23 Jahre alt und diese Saison noch einer der besten Schlechten im Kader, das Weite suchen, ehe er diesen Titel anschleppt: ewiges Talent.\n\nAm Sonntag geht's nun nach Freiburg. Eine Niederlage kann sich Mönchengladbach eigentlich nicht leisten, Relegationsplatz 16 ist nur drei Punkte entfernt.\n\nAndererseits: Die anderen Klubs da unten verlieren ja auch ständig. Was für ein Glück.\n\n* * *\n\n### **Die besten Steudel-Kolumnen als Buch**\n\n _Meine Kolumnen gibt es jetzt auch als Buch – Titel:**Wäre, wäre, Fahrradkette - Die besten Fußball-Kolumnen von Alex Steudel seit 2020**. 257 Seiten, 15,99 Euro: __Hier bestellen!__Wer fürs gleiche Geld portokostenfrei ein signiertes Exemplar haben möchte: Einfach Mail an_ _post@alexsteudel.de_ _schreiben._",
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